Lahm und Marozsan sind "Fußballer des Jahres"

Auszeichnung bei Sportjournalisten-Wahl

Lahm und Marozsan sind "Fußballer des Jahres"

Kurz nach dem Ende seiner Karriere wird Philipp Lahm noch eine besondere Ehre zuteil. Die deutschen Sportjournalisten wählten den 33-Jährigen zum "Fußballer des Jahres 2017". Bei den Frauen sorgte Dzenifer Marozsan für ein Novum. Die Entscheidung bei den Trainern fiel knapp aus.

Philipp Lahm

Philipp Lahm

Philipp Lahm ist rund zwei Monate nach seinem Karrierende bei Meister Bayern München zu Deutschlands Fußballer des Jahres 2017 gewählt worden. Der 33 Jahre alte Ex-Kapitän der deutschen Weltmeister-Mannschaft von 2014 erhielt bei der vom Fachmagazin "kicker" organisierten Wahl durch Deutschlands Sportjournalisten die meisten Stimmen und trat durch seinen ersten Erfolg bei dieser Abstimmung die Nachfolge seines Münchner Weltmeister-Kollegen Jerome Boateng an.

Nationalmannschafts-Kapitänin Dzenifer Marozsan (25) vom französischen Triple-Gewinner Olympique Lyon wurde ebenfalls erstmals Fußballerin des Jahres. Julian Nagelsmann von Bundesligist 1899 Hoffenheim gewann in der Trainer-Kategorie.

Deutlicher Vorsprung für Lahm

Lahm kam bei den Männern auf 242 Stimmen. Münchens langjähriger Kapitän verwies damit Nationalspieler Toni Kroos vom spanischen Champions-League-Sieger und Meister Real Madrid (192 Stimmen) auf den zweiten Platz. Rang drei ging an Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang (120) von DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund.

Marozsan im DFB-Trikot

Marozsan ist Kapitänin der DFB-Auswahl.

Marozsan (216) behauptete sich vor Vorjahresgewinnerin Alexandra Popp (VfL Wolfsburg/113) und Mandy Islacker (1. FFC Frankfurt/107), Nagelsmann vereinigte als Nachfolger von Dirk Schuster (damals Darmstadt 98) 273 Stimmen auf sich und hatte damit nur zwölf Stimmen Vorsprung auf seinen Bundesliga-Kollegen Christian Streich vom SC Freiburg. Dritter wurde Ralph Hasenhüttl von RB Leipzig.

Wieder ein Abwehrspieler

Lahms Erfolg ist der zweite Erfolg eines Abwehrspielers nacheinander. Der "kicker" wertete die Wahl des 113-maligen Nationalspielers jedoch als "auch ein Stück" Würdigung der erfolgreichen Laufbahn des gebürtigen Münchners. Marozsans Abstimmungserfolg ist der erste Sieg einer deutschen Spielerin, die bei einem ausländischen Klub unter Vertrag steht.

Stand: 23.07.2017, 14:12

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