Wer nach den Transfers im Europapokal spielen darf

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Wer nach den Transfers im Europapokal spielen darf

Von Chaled Nahar

Im aktuellen Transferfenster wechseln viele Spieler ihre Klubs, nachdem sie für ihre Ex-Vereine bereits in der Champions League und in der Europa League gespielt haben. Einige von ihnen dürfen in der Rückrunde trotzdem international spielen - andere nicht.

Manuel Akanji und aller Wahrscheinlichkeit nach auch Michy Batshuayi werden bald für Borussia Dortmund spielen. Das ist für Trainer Peter Stöger schön - aber auch ein Problem. Denn zumindest in der Europa League muss sich der Trainer dauerhaft für einen der beiden Spieler entscheiden, beide dürfen nicht spielen.

Festgespielt? Mitnichten

Am Tresen erklären selbsternannte Experten gerne vorschnell, dass ein Spieler "festgespielt" sei, wenn er für einen anderen Klub gespielt hat. Doch das ist nur teilweise richtig, denn nach der Winterpause darf ein Verein - Borussia Dortmund dient als Beispiel - Spieler für das Sechzehntelfinale in der Europa League nachnominieren.

Batshuayi und Akanji - beide können, nur einer darf

Der Abschnitt VII im Regelwerk der Europa League mit den Artikel 41 und 43 regelt die Spielberechtigungen. Für die Nachmeldung eines Spielers zum Sechzehntelfinale gibt es demnach Voraussetzungen:

  • Maximal drei Spieler dürfen nachnominiert werden.
  • Die Nachmeldung muss bis zum 1. Februar 2018 (24 Uhr MEZ) erfolgen.
  • Nur einer darf vorher für einen anderen Klub europäisch gespielt haben.
  • Dieser Spieler darf nicht im selben Wettbewerb gespielt haben.
  • Der Ex-Verein des Spielers darf nicht (mehr) im selben Wettbewerb vertreten sein.

Die beiden neuen Dortmunder erfüllen alle Voraussetzungen: Sie haben zwar europäisch gespielt, aber in der Champions League für Chelsea beziehungsweise Basel. Chelsea und Basel spielen beide nicht in Dortmunds aktuellem Wettbewerb, der Europa League. Aber Dortmund darf nur einen der beiden spielen lassen. Die selben Regeln bei der Nachnominierung gelten auch für die Klubs in der Champions League.

Wiedersehen mit Aubameyang auf dem Platz nicht möglich

Im Sechzehntelfinale spielt Borussia Dortmund gegen Atalanta Bergamo, Arsenal gegen Östersunds aus Schweden. Gewinnen beide, wäre bei einem entsprechenden Los ein direktes Duell möglich, bei dem Pierre-Emerick Aubameyang allerdings auf der Tribüne Platz nehmen müsste. Zwar hätte Arsenal ihn nachmelden dürfen, da er in dieser Saison bisher nur in der Champions League gespielt hat.

Da aber beide Klubs nach Dortmunds "Abstieg" aus der Champions League im selben Wettbewerb spielen, ist Aubameyang draußen. Das Gegenbeispiel ist Henrich Mchitarjan, der für Manchester United in der Champions League spielte und nun für Arsenal in der Europa League spielen darf. Für ihn gilt dasselbe wie für Batshuayi und Akanji.

Stand: 31.01.2018, 14:09

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