Fürth trotzt Leverkusen Unentschieden ab

Kopfballduell mit Spiel Fürth gegen Leverkusen

SpVgg Greuther Fürth - Bayer 04 Leverkusen 0:0

Fürth trotzt Leverkusen Unentschieden ab

Die SpVgg Greuther Fürth hat nach der Trennung von Trainer Mike Büskens eine Trendwende im Kampf gegen den Abstieg verpasst, aber immerhin gepunktet. Der Aufsteiger, der von Interimscoach Ludwig Preis betreut wurde, erreichte nach einer guten, aber auch offensiv zu braven Leistung ein 0:0 gegen Bayer 04 Leverkusen und blieb damit auch im zwölften Bundesliga-Heimspiel sieglos.

Mit einem Sieg hätte Fürth den Rückstand auf den Relegationsplatz auf drei Punkte verkürzt. Auch für Leverkusen war es zwei Tage nach dem Ausscheiden in der Europa League ein Spiel der verpassten Gelegenheiten. Nach dem 1:1 von Borussia Dortmund bei Borussia Mönchengladbach im Spiel am Sonntagnachmittag (24.02.13) hätte die Werkself in der Tabelle am deutschen Meister vorbei auf Platz zwei vorrücken können.
Sie kam dem dafür erforderlichen Sieg vor 14.635 Zuschauern aber kaum einmal nahe.

"In der Mannschaft ist was passiert", sagte Interimstrainer Ludwig Preis, der vorübergehend das Traineramt vom entlassenen Mike Büskens übernommen hatte, und er fügte hinzu: "A bisserl was. Auf dem Weg müssen die Jungs weitermachen, wir geben uns nicht auf. Das war der erste Fingerzeig, dass wir leben." Preis wollte der Mannschaft keinen Vorwurf machen. "Sie haben ja alles reingeschmissen. Schade, dass es für unsere Rasselbande wieder nicht zum Sieg gelangt hat."

Mergim Mavraj gibt ein Interview nach dem Spielg gegen Leverkusen Play-Icon

Stimmen zum Spiel Fürth - Leverkusen (0:0) | 17:30 min | 24.02.2013 | Bundesliga am Sonntag | WDR

"Notnagel" Preis, der nach der Trennung von Büskens wegen fehlender Fußballlehrer-Lizenz für maximal zwei Wochen das Traineramt in Fürth darf, sorgte gleich mal für eine große Überraschung: Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah stand nicht mal im Kader, ebensowenig Sercan Sararer. Dafür kamen die zuletzt in der U23 unter Preis eingesetzten Thomas Pledl (18) und Johannes Geis (19) zu ihrem Bundesliga-Debüt von Beginn an. Die Nominierung von Geis, den Büskens aus dem Profikader aussortiert hatte, war so überraschend, dass er nicht mal in der Stadionzeitung auftauchte.

Torhüter im Blickpunkt

Allerdings stellte sich der junge Mann gleich mal anständig vor: In der 13. Minute trat er einen Freistoß aus knapp 30 Metern so wuchtig auf das Tor von Leverkusen, dass Torhüter Bernd Leno nur mit den Fäusten abwehren konnte. Geis stand auch auf der anderen Seite im Blickpunkt. In der 41. Minute köpfte er einen Chip von Andre Schürrle von der Torlinie. In den Sekunden zuvor hatte der Fürther Torhüter Wolfgang Hesl zweimal gegen Stefan Kießling gerettet. Bis dahin hatte die SpVgg die beste Chance besessen: Der Kopfball von Mergim Mavraj nach einem Eckball wurde aber von Gonzalo Castro von der Torlinie geschlagen (30.).

Fürth betrieb einen enorm hohen läuferischen Aufwand und konnte das Spiel spätestens nach 20 Minuten offen gestalten. Bayer kam nur selten an, geschweige denn in den Strafraum der Gastgeber. Erst kurz vor der Halbzeit-Pause konnten die Gäste mal ein bisschen Fahrt aufnehmen.

Gäste dominant, aber kraftlos

Leverkusen, das im fleißigen Castro noch seinen auffälligsten Spieler hatte, war auch in der zweiten Halbzeit dominanter, wirkte aber insgesamt matt und einfallslos gegen die geschickt und entschlossen verteidigenden Fürther. Und dann gab es da auch noch Torhüter Hesl, der unter anderem einen allerdings schwachen Kopfball von Kießling (58.) und einen Fernschuss von Schürrle (78.) parierte. In einer intensiven Schlussphase gelang dann keinem der Teams mehr der entscheidende Schlag.

Greuther Fürth - Bayer Leverkusen 0:0

Mit einer Nullnummer konnten weder Fürth im Abstiegskampf noch Leverkusen im Rennen um Platz entscheidend punkten.

Leverkusens Carvajal (l.) im Zweikampf mit Prib

Kämpferisch - wie hier zwischen Danijel Carvajal und Edgar Prib (r.) - ging es über weite Strecken zwischen Greuther Fürth und Leverkusen zu.

Kämpferisch - wie hier zwischen Danijel Carvajal und Edgar Prib (r.) - ging es über weite Strecken zwischen Greuther Fürth und Leverkusen zu.

Für Fürth war es das erste Spiel seit der Entlassung von Cheftrainer Mike Büskens und seinem Assistenten Mirko Reichel. Die Fans auf den Rängen schickten beiden noch einen Gruß.

Auf das Spiel gegen Leverkusen hatte U23-Trainer Ludwig Preis die Mannschaft eingestellt - und zwar vor allem defensiv.

So kam Leverkusen kaum zum Zug und wenn, dann war meistens Torwart Wolfgang Hesl (Foto, r.) zur Stelle.

Außer ein paar artistischen Einlagen wie von Stürmer Nikola Djurdjic hatte Fürth selbst über weite Strecken Richtung gegnerisches Tor nicht viel zu bieten.

Was blieb, war viel Kampf - wie hier zwischen Jens Hegeler (l.) und Milorad Pekovic.

Am Ende war's zum Schreien: Leverkusens Offensive mit Gonzalo Castro konnte am 23. Spieltag bei Schlusslicht Greuther Fürth keine Durchschlagskraft entwickeln und verpasste den Sprung auf Platz zwei.

sid