Der SC Freiburg kann die Eintracht nicht verdrängen

Freiburgs Daniel Caligiuri

Fußball-Bundesliga, 23. Spietag

Der SC Freiburg kann die Eintracht nicht verdrängen

Der SC Freiburg hat es trotz guter Chancen nicht geschafft, in der Bundesliga-Tabelle an Eintracht Frankfurt vorbeizuziehen.

Die beiden Überraschungsmannschaften SC Freiburg und Eintracht Frankfurt konnten im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga kein Spektakel bieten. Die Aspiranten auf einen Platz im internationalen Geschäft trennten sich in einer von Taktik geprägten Partie vor 23.400 Zuschauer mit 0:0. Der Aufsteiger aus Hessen wahrte damit seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf die Breisgauer.

Frankfurt überrascht Freiburg zu Beginn

Trotz der Ausfälle der Offensivstützen Srdjan Lakic (Rückenprobleme) und Takashi Inui (Rotsperre) erwartete Eintracht-Coach Armin Veh ein Duell "auf Augenhöhe". Und zunächst dominierte Frankfurt die Partie auch. Mit dem früheren Freiburger Karim Matmour als Angriffsspitze und Stefano Celozzi im linken Mittelfeld attackierten die Hessen früh und setzten das Heimteam immer wieder unter Druck.

Jan Rosenthal - eingekreist von Eintracht-Spielern

Jan Rosenthal - eingekreist von Eintracht-Spielern

Verwirrt von der offensiven und taktisch flexiblen Ausrichtung des Gegners fehlte Freiburg in der temporeichen Anfangsphase die richtige Ordnung. Nach einem Konter setzte Stefan Aigner (17.) den Ball aus 16 Metern nur knapp neben das Tor von SC-Keeper Oliver Baumann. Mit ständigen Positionswechseln sorgte Rechtsaußen Aigner für Wirbel. Nach dem stürmischen Start verflachte die Partie jedoch - den Gästen fehlte der letzte Pass in der Vorwärtsbewegung, Freiburg hatte gar keine gefährliche Szene.

Freiburg lässt nach der Pause Großchancen liegen

"Es geht sicherlich besser, vor allem von unserer Seite", analysierte SC-Sportdirektor Dirk Dufner zur Halbzeit und sah einen Grund auch in der öffentlichen Diskussion um den aktuellen Höhenflug der Breisgauer. "Es tut uns nicht gut, wenn wir über Europapokal reden. Man hat es vielleicht schon im Hinterkopf und tut sich dann schwer."

Nach der Pause setzte Veh auf Olivier Occean anstelle des harmlosen Matmour - doch auch der Kanadier konnte nicht auf sich aufmerksam machen. Stattdessen neutralisierten sich beide Teams weiter im Mittelfeld, bis Freiburg langsam die Initiative übernahm.

Bilder vom Spiel

Das Bundesligaspiel SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt in Bildern.

Christian Streich

Der Gastgeber rüttelt am vierten Tabellenplatz der Frankfurter. Freiburgs Trainer Christian Streich und sein Team liegen nur drei Punkte hinter den Gästen aus Frankfurt. Trotz Kälte darf also ein heißes Spiel erwartet werden.

Der Gastgeber rüttelt am vierten Tabellenplatz der Frankfurter. Freiburgs Trainer Christian Streich und sein Team liegen nur drei Punkte hinter den Gästen aus Frankfurt. Trotz Kälte darf also ein heißes Spiel erwartet werden.

Eine Stolperpartie ist diese Aktion sowohl für Jan Rosenthal (r.) aus Freiburg als auch Bamba Anderson.

Augen zu und durch. Der Frankfurter Sebastian Rode (l.) gegen Max Kruse.

Freiburgs Verteidiger Cedrick Makiadi (l.) hält sich Sebastian Rode vom Leib. In den ersten 15 Minuten machen die Frankfurter den Freiburgern das Leben schwer.

Frankfurts Bamba Anderson (r.) entscheidet das Kopfballduell gegen Karim Guede für sich.

Vielleicht ist es einfach zu kalt zum Tore schießen? Hier versucht sich der Freiburger Jan Rosenthal allein gegen Anderson (r.) und Bastian Oczipka durchzusetzen.

Eine verdiente gelbe Karte kurz vor der Pause geht an den Frankfurter Karim Matmour nach seinem Foul an Daniel Caligiuri. Kurz vor dem Pfiff wird das Spiel noch mal ruppig.

Es wird eng um den Ball. Frankfurt kämpft verbissen um seinen vierten Tabellenplatz. Hier kommen Jan Rosenthal und der Frankfurter Alexander Meier (l.) am höchsten hinaus.

In der zweiten Hälfte haben die Freiburger eindeutig die besseren Chancen, aber wirklich rein ins Tor will der Ball nicht.

Dem Gesichtsausdruck von Pirmin Schwegler (r.) zufolge war diese Kontaktaufnahme durch den Freiburger Julian Schuster keinesfalls angenehm. Die Freibuger versuchen am Ende noch das Tor zu machen, müssen sich aber dann doch mit einem 0:0 zufrieden geben.

Celozzi rettet zweimal auf der Linie

Gleich zweimal bewahrte Celozzi die Gäste vor dem Rückstand: In der 64. Minute rettete der 24-Jährige nach einem Kopfball von Jan Rosenthal auf der Linie. Kurz danach scheiterte SC-Innenverteidiger Matthias Ginter erneut im Anschluss an eine Ecke per Kopf an Celozzi. Bei der größten Freiburger Chance fehlte kurz darauf Max Kruse die Übersicht vor Frankfurts Torwart Kevin Trapp, der aus kurzer Distanz bravourös hielt. "Da bleibt ihm nicht viel mehr, als mich anzuschießen", sagte Trapp bescheiden. Der eingewechselte Johannes Flum setzte einen Kopfball nur knapp über die Latte (85.). "Den darf er machen", meinte Streich.

"Das Unentschieden ist okay, wir können nicht immer darauf hoffen, dass wir in der 80. das 1:0 schießen", so Streich jedoch auch. Mit 22 Gegentoren stellt der SC auch weiterhin die zweitbeste Abwehr der Liga, während die Frankfurter nun schon seit 324 Minuten auf einen eigenen Treffer warten.

Freiburg gegen Frankfurt Play-Icon Audio-Icon

Freiburg gegen Frankfurt - die Schlussphase | 02:53 min | 22.02.2013 | WDR 2 Liga Live

dpa | Stand: 22.02.2013, 22:40