Freiburg auf Europa-Kurs, Rückschlag für den FCA

Daniel Caligiuri (l.) und Torschütze Cedric Makiadi (r.) bejubeln Freiburgs 1:0

SC Freiburg - FC Augsburg 2:0

Freiburg auf Europa-Kurs, Rückschlag für den FCA

Der SC Freiburg hat seine Ergebnis-Krise beendet und den vielleicht entscheidenden Schritt Richtung Europa gemacht und dem abstiegsgefährdeten FC Augsburg eine Illusion geraubt.

Die Breisgauer besiegten nach zuletzt drei Pflichtspiel-Niederlagen den FCA dank einer Steigerung nach dem Wechsel mit 2:0 (1:0) und zementierten den anvisierten sechsten Tabellenplatz, der die Teilnahme an der Europa League garantiert. Vor rund 24.000 Zuschauern besiegelten Cedrik Makiadi (30.) und Jonathan Schmid mit seinem neunten Saisontor (61.) den letztlich verdienten achten Heimsieg der Freiburger in der laufenden Saison. Das Gästeteam von Trainer Markus Weinzierl verpasste es indes, mit einem Unentschieden beziehungsweise Sieg erstmals seit dem dritten Spieltag einen der letzten drei Ränge zu verlassen. Augsburg bleibt vor den beiden abschließenden Spieltagen auf Relegationsplatz 16 und hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger 1899 Hoffenheim.

Streich fühlt mit dem FCA

"So ein Spiel haben wir in dieser Saison noch nicht gewonnen. Augsburg hat viele Chancen vergeben. Wenn man nach so einem guten Spiel verliert, ist das hart. Sie zählen in der Rückrunde zu den sechs besten Mannschaften", sagte SC-Trainer Christian Streich bei Sky. Sein Torhüter Oliver Baumann erklärte: "Wir sind nicht gut reingekommen. Augsburg hat viel Druck gemacht, da hatten wir Probleme. Dann lief es besser." Enttäuschung herrschte dagegen beim FCA. "Freiburg hat im Gegensatz zu uns die Tore gemacht", sagte Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Trainer Markus Weinzierl konstatierte konsterniert: Wir müssen in Führung gehen. Es wird bis zum letzten Spieltag spannend bleiben."

Baumann stark

In einer abwechslungsreichen Partie konnten sich die Freiburger für die schmeichelhafte Führung nach der ersten Halbzeit bei ihrem Torhüter Oliver Baumann bedanken. Der 22-Jährige machte alleine drei Großchancen der zunächst überlegenen Augsburger mit großartigen Paraden zunichte. Vor allen Dingen gegen FCA-Torjäger Sascha Mölders (10./31.) reagierte Baumann prächtig. Auch André Hahn (11.) fand seinen Meister im U21-Nationalkeeper. Der Südkoreaner Dong Won Ji, der für die bayerischen Schwaben zuletzt drei von fünf Treffern erzielt hatte, wurde im letzten Moment abgeblockt (23.).

Augsburg zu Beginn wacher

Dass die erste Hälfte von den Torhütern dominierte wurde, lag auch an Baumanns Gegenüber Alexander Manninger. Der Österreicher war nach seinen Achillessehnenproblemen wieder fit und verhinderte gleich in der zweiten Minute den Rückstand. Manninger klärte in höchster Not, nachdem Außenverteidiger Paul Verhaegh eine Ecke von Max Kruse fast ins eigene Tor gelenkt hätte. In der Folge übernahmen überraschenderweise die zunächst spritziger wirkenden Augsburger, die auf Außenverteidiger Matthias Ostrzolek (Gelbsperre) verzichten mussten, die Initiative.

Makiadi staubt ab

Mit frühem Forechecking kauften sie der Mannschaft von Trainer Christian Streich lange den Schneid ab und deckten immer wieder Schwächen in der Freiburger Defensive auf. Manninger indes stand auch beim Gegentreffer im Blickpunkt. Einen Schuss von Schmid aus halbrechter Position ließ der Ex-Keeper von Juventus Turin nur nach vorne abprallen. Makiadi stand goldrichtig und staubte zur zu diesem Zeitpunkt glücklichen Führung der Breisgauer ab, bei denen der zuletzt gelb-gesperrte Kapitän Julian Schuster sowie der von einer Adduktorenverletzung wiedergenesene Jan Rosenthal in die Startelf gerückt waren. Manninger reagierte bei einem Kopfball von Schmid aber glänzend (42.).

Nach dem Wechsel forcierte Freiburg den Druck und suchte die Entscheidung. Der nach der Saison zu Borussia Mönchengladbach wechselnde Max Kruse (53.) verzog dabei nur knapp. Nur wenig später gelang dem quirligen Stürmer allerdings ein toller Pass auf Schmid, der mit seinem Treffer für die Vorentscheidung sorgte. Marcel de Jong klärte kurz darauf einen Schuss von Freiburgs Daniel Caligiuri auf der Torlinie (64.).

Beim Sportclub überzeugten Baumann und Kruse. Manninger sowie der mit seinen Standards gefährliche Tobias Werner verdienten sich bei den Gästen gute Noten.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 32. Spieltag 2012/2013

Sonntag, 05.05.2013 | 15.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Baumann – Mujdza, I. Höhn, Diagné (46. Ginter), Sorg – Jo. Schmid, J. Schuster (81. Flum), Makiadi, D. Caligiuri – Rosenthal (77. Santini), M. Kruse

2
Wappen FC Augsburg

FC Augsburg

Manninger – Verhaegh, Callsen-Bracker, Klavan, M. de Jong – D. Baier – An. Hahn (77. Musona), Moravek, Ji, T. Werner (62. Oehrl) – Mölders (82. S. Hain)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Makiadi (30.)
  • 2:0 Jo. Schmid (61.)

Strafen:

  • gelbe Karte Diagné (3)
  • gelbe Karte J. Schuster (11)
  • gelbe Karte Ginter (3)
  • gelbe Karte Callsen-Bracker (5)
  • gelbe Karte S. Hain (2)

Zuschauer:

  • 24000

Schiedsrichter:

  • Felix Zwayer (Berlin)

sid/red