Elf Fakten zum Bundesligastart

Die Bundesliga vor der Sasion 2017/2018

Elf Fakten zum Bundesligastart

Die Bundesligasaison 2017/2018 startet mit viel Diskussionsstoff. Anstoß- und Fernsehzeiten, dazu das Wichtigste zum Videobeweis und eher skurrile Fakten kompakt.

Anstoßzeiten: Bundesliga von Freitag bis Montag

Kameramann filmt Fußballspiel

Erstmals finden fünf Partien an einem Montag (20.30 Uhr) statt. Das späte Sonntagsspiel wird nicht mehr um 17.30 Uhr, sondern um 18 Uhr angepfiffen. Darüber hinaus beginnen fünf Sonntagspartien bereits um 13.30 Uhr. Alle anderen Anstoßzeiten bleiben: Freitag (20.30 Uhr), Samstag (15.30 und 18.30 Uhr) und Sonntag (15.30 Uhr).

Die Bundesliga im Fernsehen: Undurchsichtiger Dschungel

Die Sportschau bleibt die Konstante: Am Samstag laufen hier wie gewohnt die Spiele des Tages ab 18.30 Uhr. Auch die Sonntagsspiele werden wie gewohnt um 21.45 Uhr in den Dritten gezeigt. Zudem überträgt die ARD über seine Hörfunkwellen von allen Spielen live.

Bundesliga im TV: Wird alles teurer?

WDR 5 Morgenecho - Interview | 18.08.2017 | 06:31 Min.

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Eurosport darf künftig 30 Erstliga-Spiele am Freitag, darunter auch das Eröffnungsspiel, fünf Spiele am Sonntag und fünf am Montag übertragen. Sky zeigt alle anderen Spiele live, das ZDF das Eröffnungsspiel der 1. Liga ab und vier weitere Partien: je ein Spiel am 17. und 18. Spieltag sowie die Relegation zur 2. Bundesliga. Am Montagabend zeigt RTL Nitro Zusammenfassungen, so auch das Aktuelle Sportstudio im ZDF am Samstagabend. On-demand im Internet zeigt DAZN Zusammenfassungen von den Spielen, Sky aber erst ab 24 Uhr des Spieltages.

Videobeweis: Entschieden wird in Köln

Die neue Technik soll im Falle von Entscheidungen über Tore, Strafstöße, Rote Karten sowie Spielerverwechselungen den Schiedsrichter unterstützen. Greift der Video-Assistent ein, zeigt der Schiedsrichter auf dem Platz durch das Anlegen der Hand ans Ohr an, dass Kommunikation stattfindet und das Spiel unterbrochen ist. In Absprache mit mindestens einem Supervisor weist der Videoassistent, der in der Zentrale in Köln sitzt, den Schiedsrichter auf klare Fehler hin, dieser behält aber die letzte Entscheidung. Bei einer Änderung seiner Entscheidung oder für den Fall, dass er selbst die Spielszene auf einem Monitor am Spielfeldrand anschauen wird, zeichnet der Schiedsrichter dann symbolisch die Umrisse eines Bildschirms in die Luft.

Fußball-Fans müssen zum Saisonstart in der Bundesliga noch auf Bewegtbilder von einem möglichen Videobeweis auf den Stadionleinwänden verzichten. Die Zuschauer werden über die Überprüfung einer Schiedsrichter-Entscheidung zunächst durch ein entsprechendes Logo auf den Videowänden informiert, auf Videos wird an den ersten beiden Spieltagen noch verzichtet.

Schiedsrichter: Die erste an der Pfeife

Bibiana Steinhaus ist die erste Schiedsrichterin, die Spiele in der Bundesliga pfeifen darf. Neu sind außerdem Martin Petersen, Sven Jablonski und Sören Storks. Alle 23 Bundesliga-Schiedsrichter der vergangenen Saison kommen auch als "Videoassistenten" zum Einsatz, darunter Jochen Drees, Günter Perl und Wolfgang Stark, die aus Altergründen nicht mehr in der Bundesliga aktiv sind.

Europapokal: Für die Königsklasse immer gesetzt

In der Bundesliga bleibt in puncto Abstieg und Qualifikation für Europa fast alles beim Alten, mit einer Ausnahme: Zukünftig qualifizieren sich die ersten Vier direkt für die Champions League und müssen nicht, wie 1899 Hoffenheim, als möglicherweise ungesetztes Team in den Play-offs gegen einen großen Gegner ran.

Ticketpreise: Nichts ist teurer als der gute HSV

Die Ticketpreise sind im Durchschnitt um 3,1 Prozent gestiegen, die Inflationsrate liegt aber nur bei 1,4 Prozent. Die überdurchschnittliche Preiserhöhung trifft vor allem Sitzplätze, denn die Preise für Stehplätze bleiben konstant bei gut 182 Euro für ein Saisonticket. Die teuerste Dauerkarte gibt es mit 806,70 Euro übrigens beim HSV und auch im günstigsten Segment langt der HSV stärker zu als alle anderen: 224 Euro muss der Fan in erstklassigen Fußball investieren.

Ligajahre: Die Saison der Traditionsvereine

Mit Hannover 96 und dem VfB Stuttgart steigt viel Bundesligaerfahrung auf, die Absteiger FC Ingolstadt und Darmstadt 98 haben nur kurze Gastspiele im Oberhaus hinter sich. Folge: Das Teilnehmerfeld ist das erfahrenste aller Zeiten. Im Schnitt haben die Vereine 34,2 Jahre erstklassig gespielt, vergangene Saison waren es fast fünf Jahre weniger.

Trainerjahre: Jungbrunnen Deutschland

Andrè Breitenreiter galt vor nicht allzulanger Zeit als junger Trainer. Als Coach des Aufsteigers Hannover 96 ist er mit knapp 44 Jahren gerade noch unter dem Alterschnitt, denn der aller Übungsleiter liegt zu Saisonbeginn bei 44,3 Jahren. Deutschland hat die jüngsten Trainer der vier Topligen, die Coaches in Italien, Spanien und England sind älter. Vier Trainer geben ihre Premiere als Cheftrainer in der Bundesliga. Peter Bosz in Dortmund, Sandro Schwarz in Mainz, Domenico Tedesco auf Schalke und Hannes Wolf beim VfB Stuttgart.

Auswechslungen: 26-jähriger Rekordhalter

Mit nur 26 Jahren könnte Patrick Herrmann zum Rekordhalter für vorzeitiges Duschen werden. 198 Spiele hat der Gladbacher auf dem Buckel, 54-mal wurde er eingewechselt, 23-mal spielte er durch. Bleiben 121 Auswechslungen. Der Allzeitrekord wird von Gerald Asamoah gehalten, seine Trikotnummer tauchte 140-mal auf der Tafel auf. Fehlen also 19 Spiele und Herrmann hätte mit nur 27 Jahren den Rekord.

Eigentore: 1000-mal berührt - fällt die "magische" Grenze?

993 Eigentore stehen zu Buche. in dieser Saison wird die 1000er-Marke wohl fallen. Dem dürfte dieser Rekord reichlich egal sein, den schreibt keiner gern auf seine Visitenkarte.

Trikotvermarktung: Linker Ärmel teuer bis unattraktiv

Es sind nur 70 Quadratzentimeter, aber die bieten Zündstoff. Nach dem Ende des Vertrags mit einem zentralen Sponsor dürfen die Vereine den linken Ärmel selbst vermarkten. Die Bayern werben für einen Anbieter aus Katar, kassieren dafür 10 Millionen Euro und damit deutlich mehr als die meisten Bundesligavereine für ihr Brustsponsoring. Keinen Ärmelsponsoren gefunden hat der SC Freiburg.

red/dpa/sid | Stand: 18.08.2017, 11:00

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