Spieltags-Elf - Ein Kölner besiegt seine Vergangenheit

Spieltags-Elf - Ein Kölner besiegt seine Vergangenheit

Ein Keeper, der seinen Klub im Alleingang rettete, obwohl er schon k.o. war. Und ein Kölner, der seine Vergangenheit besiegte - das sind die Helden in der sportschau.de-Elf des 26. Spieltags.

Bayer Leverkusens Torhüter Bernd Leno (M.)  fischt einen Schuss von HSV-Spieler Dennis Diekmeier (nicht im Bild) aus dem Winkel

Tor - Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen):
Der Leverkusener Schlussmann präsentierte sich gegen den Hamburger SV in Weltklasseform und wurde zum Matchwinner. Besonders Artjoms Rudnevs trieb er regelrecht zur Verzweiflung. Allein drei hochkarätige Chancen des Hamburger Stürmers - Heber, Distanz- und Volleyschuss - parierte er herausragend. Dabei war Leno nach einem Zusammenprall mit Cleber minutenlang angeknockt gewesen und stand kurz vor der Auswechslung.

Tor - Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen):
Der Leverkusener Schlussmann präsentierte sich gegen den Hamburger SV in Weltklasseform und wurde zum Matchwinner. Besonders Artjoms Rudnevs trieb er regelrecht zur Verzweiflung. Allein drei hochkarätige Chancen des Hamburger Stürmers - Heber, Distanz- und Volleyschuss - parierte er herausragend. Dabei war Leno nach einem Zusammenprall mit Cleber minutenlang angeknockt gewesen und stand kurz vor der Auswechslung.

Abwehr - Markus Feulner (FC Augsburg):
Er überzeugte defensiv wie offensiv: Der Not-Rechtsverteidiger, der nur für den erkrankten Kapitän Verhaegh ins Spiel kam, traf erst mit einem wunderbaren Distanzschuss zum Anschlusstreffer. Der Allrounder sorgte auch darüber hinaus für gute Angriffs-Impulse gegen das Darmstädter Bollwerk.

Abwehr - Havard Nordtveit (Borussia Mönchengladbach):
Es war ein schweres Spiel für Havard Nordtveit, weil er sich vorher entschieden hatte, die Borussia nach fünfeinhalb Jahren in Richtung England zu verlassen - es der Öffentlichkeit aber noch verschwieg. Dennoch spielte der Norweger absolut fehlerlos, gewann 100 Prozent seiner Zweikämpfe und trug dazu bei, dass Frankfurt beim 0:3 nur eine einzige Torchance hatte.

Abwehr - Niklas Stark (Hertha BSC Berlin):
Zuerst half er gegen Schalke bravourös mit, dass seine Herthaner im 13. Heimspiel das achte Mal ohne Gegentor blieben. Dann drückte er in der zweiten Halbzeit dem Spiel seinen Stempel auf. Nach einer Ecke stieg der Innenverteidiger am höchsten und köpfte herrlich zum 2:0 ein. Dazu eine Passquote von über 92 Prozent - und das mit erst 20 Jahren.

Mittelfeld - Tolga Cigerci (Hertha BSC Berlin):
Er war der Motor im Spiel der Berliner, dass bewies seine Laufleistung von über 13 Kilometern. Trieb an, hatte gute Ideen, bewegte sich klug und war offensiv wie defensiv immer zu gebrauchen. Allein 94 Prozent seiner Pässe kamen an. Hätte sich mit einem Tor für seine starke Leistung belohnen können, scheiterte aber erst an sich selbst und dann an der Lattenunterkante. So blieb es bei sieben Torschüssen, aber keinem Tor.

Mittelfeld - Thiago (Bayern München):
Mit seinem ersten Bundesligator nach etwas mehr als zwei Jahren stellte der Spanier schon früh die Weichen für den Sieg gegen Bremen. Zwei Tore, eine Passquote von 92 Prozent, 129 Ballkontakte und eine Laufdistanz von zwölf Kilometern waren eine Empfehlung für ein Startticket beim Champions-League-Rückspiel gegen Juventus Turin.

Mittelfeld - Leonardo Bittencourt (1. FC Köln):
Brachte die Effizienz, die dem 1. FC Köln zuletzt gefehlt hatte. Die Ursache der jüngsten Pleiten des FC war meist in der schwachen Chancenverwertung zu finden. Beim Auswärtssieg in Hannover boten sich der Mannschaft nur zwei große Möglichkeiten - die Bittencourt gegen sein Ex-Team aber zu zwei Treffern nutzte. "Ich habe viel am Torabschluss gearbeitet, das hat sich jetzt ausgezahlt", sagte Bittencourt, der erst in der Vorwoche sein erstes Saisontor erzielt hatte.

Mittelfeld - Kingsley Coman (Bayern München):
Der Franzose narrte mit seinen Tempodribblings fast die gesamte Bremer Defensive. Öztunali und Garcia dürften noch von ihm träumen. Insgesamt kam er zu drei Torvorlagen und begeisterte damit nicht nur Pep Guardiola, der ihn überschwänglich lobte. Coman schlug acht Flanken - Bestwert des Spiels. Seine Passquote lag zudem bei sensationellen 95,3 Prozent.

Mittelfeld - Marco Reus (Borussia Dortmund):
Zuletzt war Marco Reus immer wieder unzufrieden mit seiner eigenen Leistung - diesmal konnte er stolz sein. Viel unterwegs, dazu mit seinem eiskalten 1:0 der Wegbereiter zum Sieg gegen Mainz. Danach auch defensiv stark, eroberte in der Rückwärtsbewegung einige Bälle. Das kann er also auch.

Sturm - Raffael (Borussia Mönchengladbach):
Es ist und bleibt die Saison von Raffael: Der Mittelfeldspieler ist der Dreh- und Angelpunkt des Spiels von Borussia Mönchengladbach. Wie viel Selbstvertrauen der Brasilianer derzeit hat, zeigt sein Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Frankfurt, als er wie selbstverständlich den Ball aus 34 Metern ins leere Tor zirkelte. Es war sein 13. Saisontreffer. Mit rund 92 Prozent angekommenen Pässen kann sich Raffael ebenfalls sehen lassen. Dabei sucht er sehr häufig die Lücke zwischen den Gegnern, um seine Mitspieler in gute Positionen zu bringen. Dazu leitete er das 1:0 von Lars Stindl mit seinem Freistoß ein.

Sturm - Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim):
Beweglicher Mittelstürmer bei 1899 Hoffenheim. Quirlig, stets gefährlich und Schütze zum goldenen 1:0 schon in der 3. Minute. Danach hatte er soviel Selbstvertrauen, auch noch den Elfmeter zum möglichen 2:0 schießen zu wollen. Kevin Volland ließ sich aber nicht erweichen - und verballerte.

Die Elf des 26. Spieltags

Stand: 13.03.2016, 21:35 Uhr

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