Dreimal Schlusslicht in der Elf des Spieltags

Dreimal Schlusslicht in der Elf des Spieltags

Wenn Hannover 96 schon mal gewinnt, dann sollte das auch gewürdigt werden: Drei Akteure des Tabellenletzten haben es in die Elf des Spieltags geschafft.

Ron-Robert Zieler

Tor - Ron-Robert Zieler (Hannover 96): Es war sein Verdienst, dass die Hannoveraner in Stuttgart nicht in Rückstand gerieten. Mit einigen guten Paraden hielt Zieler das Remis in der zweiten Hälfte fest und ebnete damit den Weg für den späteren Sieg. Mit mehreren Spielern in seiner Form würde Hannover sicher nicht so tief im Tabellenkeller stecken.

Tor - Ron-Robert Zieler (Hannover 96): Es war sein Verdienst, dass die Hannoveraner in Stuttgart nicht in Rückstand gerieten. Mit einigen guten Paraden hielt Zieler das Remis in der zweiten Hälfte fest und ebnete damit den Weg für den späteren Sieg. Mit mehreren Spielern in seiner Form würde Hannover sicher nicht so tief im Tabellenkeller stecken.

Abwehr - Benjamin Hübner (FC Ingolstadt): Der Innenverteidiger gewann beeindruckende 84 Prozent seiner Zweikämpfe und trug mit dazu bei, dass der HSV nach dem Führungstreffer kaum noch zu einer Torchance kam.

Abwehr - Ermin Bicakcic (1899 Hoffenheim): War Teil der neu formierten Dreier-Abwehrkette - und der fleißigste. Bicakcic bestritt im Vergleich mit seinen Nebenmännern die meisten Zweikämpfe (elf) und hatte die beste Quote (73 Prozent). Es war auch sein Verdienst, dass Dortmund zunächst an der Hoffenheimer Defensive verzweifelte und Pierre-Emerick Aubameyang nicht zur Geltung kam. Die drei Gegentreffer in Unterzahl kurz vor Schluss konnte Bicakcic dann aber auch nicht mehr verhindern.

Abwehr - Christian Schulz (Hannover 96): Machte mit seinem Doppelpack gegen Stuttgart den ersten Sieg für Trainer Thomas Schaaf klar. Hinten hielt er trotz Stuttgarter Anrennens den Laden dicht, spulte fast elf Kilometer ab und gewann fast zwei Drittel seiner Zweikämpfe.

Mittelfeld - Per Skjelbred (Hertha BSC): Herthas bester Mann beim 1:0-Erfolg gegen Köln. Der 28-Jährige lief und lief und lief. Durch unermüdlichen Einsatz, kühlen Kopf im Aufbau und sicheres Passspiel machte er den Ausfall seines gesperrten Nebenmanns Vladmir Darida fast vergessen. In der 73. Minute kam das Glück des Tüchtigen hinzu, als Schiedsrichter Tobias Stieler nach Skjelbreds Handspiel nicht auf Elfmeter entschied.

Mittelfeld - Pascal Groß (FC Ingolstadt): Als Mann für die Standards ist er enorm wichtig für seine Mannschaft, schließlich hat der FCI zehn seiner 17 Tore nach einer Standardsituation erzielt. Bereitete gegen Hamburg den Ausgleich mit einer Ecke vor und hatte die meisten Ballkontakte und Torschussvorlagen bei Ingolstadt.

Mittelfeld - Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund): Saß virusgeschwächt gegen Hoffenheim zunächst nur auf der Bank, kam aber zur Pause, um das Dortmunder Offensivspiel zu beleben. Besser konnte man das kaum machen: Gündogan übernahm sofort das Kommando, leitete fast jeden Angriff ein und bereitete auch die ersten beiden Treffer vor. Die Zahlen dazu: Passquote 97 Prozent, Zweikampfquote 67 Prozent, fünf Torschüsse, darunter einer an den Pfosten, zwei Torschussvorlagen. Wohlgemerkt in nur einer Hälfte.

Mittelfeld - Yunus Malli (1. FSV Mainz 05): Warum er einer der gefragtesten Mittelfeldspieler der Bundesliga ist, hat Malli gegen Leverkusen deutlich gezeigt. Er erzielte nicht nur zwei Treffer, sondern war zudem der umsichtige Taktgeber einen äußerst engagierten Mainzer Mannschaft. Mit einer Laufleistung von mehr als elf Kilometern hat sich Malli in den Dienst seiner Mannschaft gestellt. Nach einer etwas schwächeren Phase scheint der 24-Jährige wieder in richtig Form zu kommen.

Mittelfeld - Kingsley Coman (FC Bayern München): Bester Mann der Bayern beim 2:0-Sieg in Wolfsburg: Coman zeigte rechts wie links viele Flankenläufe, brachte die Bälle gefährlich in den Strafraum - und erzielte noch einen sehenswerten Treffer.

Angriff - Alfred Finnbogason (FC Augsburg): Hätte zum Held des Tages werden können, doch der Pfosten verhinderte, dass der Isländer den Siegtreffer für Augsburg gegen Mönchengladbach erzielte. Finnbogason war dennoch ein steter Unruheherd und wurde immerhin mit seinem ersten Bundesligatreffer belohnt.

Angriff - Hiroshi Kiyotake (Hannover 96): War der Aktivposten im Spiel der Hannoveraner. Das erkannten auch die Stuttgarter und nahmen den Japaner ins Visier. Fünf Fouls musste Kiyotake einstecken. Beeindruckender waren aber die anderen Zahlen: Der Japaner bereitete beide Tore von Schulz per Freistoß vor, spielte fast 82 Prozent seiner Pässe zum eigenen Mann und leitete sechs Torschüsse seiner Mitspieler ein. Dieser Mann ist Gold wert.

Die Elf des 23. Spieltags von sportschau.de im Überblick.

Stand: 29.02.2016, 08:30 Uhr

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