Leverkusen dominiert die Elf des Spieltags

Leverkusen dominiert die Elf des Spieltags

Leverkusens unerwartet souveräner Auswärtssieg spiegelt sich auch in der Elf des Spieltags wider. Dort finden sich ein Startelf-Debütant, ein schlaksiger Zweikämpfer und ein unermüdlicher Sprinter.

Hoffenheims Torwart Oliver Baumann jubelt

Tor - Oliver Baumann (1899 Hoffenheim)
Hielt mit tollen Paraden und Reflexen den Vorsprung seines Teams fest und brachte die Angreifer des Hamburger SV zur Verzweiflung. War nur per Elfmeter überwindbar, damit einer der Matchwinner für Hoffenheim beim 3:1 in Hamburg.

Tor - Oliver Baumann (1899 Hoffenheim)
Hielt mit tollen Paraden und Reflexen den Vorsprung seines Teams fest und brachte die Angreifer des Hamburger SV zur Verzweiflung. War nur per Elfmeter überwindbar, damit einer der Matchwinner für Hoffenheim beim 3:1 in Hamburg.

Abwehr - Frederik Sörensen (1. FC Köln)
Der schlaksige Däne ist in der Innenverteidigung zu Hause, musste gegen die Bayern aber erneut rechts außen ran - gegen die Tempodribbler Douglas Costa, Kingsley Coman und Franck Ribéry. Rein anatomisch ein Missmatch, aber Sörensen (1,94 Meter) biss sich in die Partie, grätschte spektakulär und hielt seine Weltklasse-Gegner erstaunlich gut in Schach. Am Ende mit der besten Zweikampfquote auf dem Feld (68 Prozent).

Abwehr - Jannik Vestergaard (Werder Bremen)
Der Innenverteidiger neutralisierte zahlreiche Mainzer Angriffe und hielt den Laden bei Werder lange Zeit zusammen. Sorgte zusätzlich auch bei den Standards für Kopfballstärke und somit Torgefahr.

Abwehr - Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)
Muss wegen der vielen Verletzten immer wieder mit neuen Nebenmännern zurechtkommen, war aber auch gegen Stuttgart umsichtiger Chef in der Leverkusener Viererkette. Hatte die beste Zweikampfquote auf dem Feld (74 Prozent) und großen Anteil daran, dass Bayer zu Null spielte.

Mittelfeld - Wladlen Jurtschenko (Bayer Leverkusen)
Seit eineinhalb Jahren im Leverkusener Kader - und gegen Stuttgart zum ersten Mal in der Startelf. Im defensiven Mittelfeld half der 22 Jahre alte Ukrainer mit, den Kasten sauber zu halten. Leitete außerdem den ersten Treffer ein, verhalf Brandt mit einem Steilpass zu einer Großchance und traf selbst mit einer Direktabnahme die Latte. Darf wiederkommen.

Mittelfeld - Marcel Heller (SV Darmstadt 98)
Enorm wichtig im Darmstädter Offensivspiel, auch für Sandro Wagner. Heller legte zum dritten Mal einen Treffer des Torjägers auf. Half beim 1:1 in Wolfsburg defensiv mit und war an den meisten Darmstädter Angriffen beteiligt.

Mittelfeld - Julian Brandt (Bayer Leverkusen)
Für seine 19 Jahre erstaunlich abgeklärt: Bei seinem Führungstreffer gegen Stuttgart traf Brandt überlegt unten rechts, bei der Vorarbeit zum 2:0-Endstand spielte er Karim Bellarabi im perfekten Moment frei. War Leverkusens auffälligster Spieler mit vier Torschussvorlagen und vier eigenen Abschlüssen - inklusive Pfostentreffer.

Sturm - André Schürrle (VfL Wolfsburg)
Zog unermüdlich Sprints an, 39 Mal, mit Abstand der Topwert auf dem Feld. Kam gegen Darmstadt auch zum Abschluss, sieben Mal, ebenfalls Bestwert aller Spieler. Schürrle gelang längst nicht alles, aber am Ende erntete er den Lohn für seinen Fleiß: Sein Tor zum 1:1 in der Nachspielzeit rettete Wolfsburg immerhin einen Punkt.

Sturm - Kevin Volland (1899 Hoffenheim)
Der Nationalspieler war ein ständiger Gefahrenherd für das Hamburger Tor. Volland holte den Strafstoß vor dem 1:0 heraus, erhöhte selbst auf 2:0 und war darüber hinaus an fast allen Torchancen der Hoffenheimer beteiligt. Dazu ging er lange Wege und war mit 11,8 gelaufenen Kilometern der zweiteifrigste Läufer seines Teams.

Sturm: Adrian Ramos (Borussia Dortmund)
Bekommt selten genug die Chance, in der Dortmunder Startelf zu stehen - zu überragend ist die Saison von Pierre-Emerick Aubameyang. In Augsburg durfte Ramos ran - und löste die Aufgabe nahezu perfekt. Nach einer mäßigen ersten Halbzeit drehte er auf, bereitete den Führungstreffer durch Gonzalo Castro herausragend vor und traf dann auch noch selbst zum 3:1-Endstand.

Sturm - Robert Lewandowski (Bayern München)
25 Saisontore nach 27 Saisonspielen - allein das ist schon der Wahnsinn. Und es war in Köln mal wieder so eine Partie, wo der Mittelstürmer gebraucht wurde: Der Gegner steht extrem tief, es braucht irgendwann einen einzigen Geniestreich - eiskalt nutzte der Pole mit einem trockenen 18-Meter-Schuss einen Patzer von FC-Verteidiger Dominique Heintz. Danach war sich Lewandowski drei Tage nach dem Juve-Spektakel auch nicht zu schade, in der Defensivarbeit auszuhelfen.

Die Elf des 27. Spieltags

Stand: 21.03.2016, 08:00 Uhr

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