Giftiges Vorspiel für Wembley

Von einem bedeutungslosen Vorgeplänkel konnte wahrlich keine Rede sein. Drei Wochen vor dem Champions-League-Finale in London ging es im Duell zwischen Borussia Dortmund und Bayern München hoch her.

Am Boden: Jakub Blaszczykowski und Jerome Boateng

Platzverweis, Rudelbildung, Wortgefechte - schon im eigentlich bedeutungslosen Vorspiel für Wembley flogen die Fetzen. Harte Zweikämpfe und viel Aufregung gaben einen Vorgeschmack auf das, was in London blühen könnte.

Platzverweis, Rudelbildung, Wortgefechte - schon im eigentlich bedeutungslosen Vorspiel für Wembley flogen die Fetzen. Harte Zweikämpfe und viel Aufregung gaben einen Vorgeschmack auf das, was in London blühen könnte.

In einem intensiv geführten Spiel mit hart geführten Zweikämpfen schenkten sich beide Teams nichts. Da wurde um jeden Meter gerungen, da wurden Duftmarken gesetzt und Grenzen aufgezeigt. Hier erwischt es im Zweikampf den Dortmunder Robert Lewandowski.

Viel Arbeit für Peter Gagelmann: Immer wieder hatte der Schiedsrichter strittige Entscheidungen zu fällen. Foul oder nicht? Hier sinkt Bayerns David Alaba (re.) neben Robert Lewandowski zu Boden.

Die Spieler gerieten ein ums andere Mal auch verbal aneinander. Hier unterhalten sich Münchens Thomas Müller (li.) und Felipe Santana.

Auch die Fans stimmten sich auf das Finale in Wembley ein. Seit der Wechsel von Dortmunds Mario Götze zu den Bayern bekannt wurde ist die Stimmung aufgeladen.

Für einen negativen Höhepunkt sorgte Bayerns Rafinha. Nach einem Ellenbogenschlag gegen Jakub Blaszczykowski sah der Verteidiger von Schiedsrichter Peter Gagelmann die gelb-rote Karte.

Hinterher drückte Rafinha seinem Kontrahenten noch die Hand ins Gesicht - unsportlich.

Was Dortmunds Trainer Jürgen Klopp auf den Plan brachte. Der wies Rafinha auf dem Gang in die Kabine zurecht. "Ich habe ihm gesagt, er soll die Finger von Kuba lassen", sagte Klopp hinterher.

Woraufhin Münchens Sportdirektor Matthias Sammer wutentbrannt von der Bayern-Bank sprang und sich ein hitziges Wortgefecht mit Klopp lieferte. Die Streihähne mussten getrennt werden. Erst nach Aufforderung von Schiedsrichter Peter Gagelmann gaben sich der BVB-Coach und Sammer die Hand. "Jetzt ist es auch wieder gut. Ich glaube nicht, dass Matthias Sammer und ich beim Champions-League-Finale im Mittelpunkt stehen sollten. Ich für meinen Teil kriege das auch hin", sagte Klopp.

Für ganz viel Aufregung im Lager der Bayern sorgte auch Gagelmanns Elfmeterpfiff in der 60. Minute wegen eines Handspiels von Jerome Boateng.

Die Bayern beruhigten sich jedoch schnell, als Torwart Manuel Neuer den Schuss von Robert Lewandowski parierte.

Nächster negativer Höhepunkt: Dortmunds Julian Schieber stieg überhart gegen Torwart Manuel Neuer ein.

Hinterher war aber alles wieder nur halb so wild. Bayerns Thomas Müller und Jürgen Klopp jedenfalls konnten wieder gemeinsam lachen.