Hoffenheimer Achse in der Elf des Spieltages

Hoffenheimer Achse in der Elf des Spieltages

1899 Hoffenheim bescherte RB Leipzig die höchste Niederlage in der Bundesliga-Geschichte. Die starke Achse der Sinsheimer schlägt sich auch in der Elf des Tages von sportschau.de nieder.

Roman Bürki

Tor - Roman Bürki (Borussia Dortmund): Der BVB-Keeper ist sehr oft hart kritisiert worden in dieser Saison, und das auch zu Recht. Doch diesmal war Bürki Garant für den Punktgewinn. Der Schweizer zeigte eine Reihe von starken Paraden und entschärfte ganz starke acht Torschüsse. Schlüsselszene: Beim Stand von 1:0 für Leverkusen parierte er brillant gegen den frei vor ihm auftauchenden Kevin Volland. Kurz danach fiel der Treffer zum Ausgleich.

Tor - Roman Bürki (Borussia Dortmund): Der BVB-Keeper ist sehr oft hart kritisiert worden in dieser Saison, und das auch zu Recht. Doch diesmal war Bürki Garant für den Punktgewinn. Der Schweizer zeigte eine Reihe von starken Paraden und entschärfte ganz starke acht Torschüsse. Schlüsselszene: Beim Stand von 1:0 für Leverkusen parierte er brillant gegen den frei vor ihm auftauchenden Kevin Volland. Kurz danach fiel der Treffer zum Ausgleich.

Abwehr - Kyriakos Papadopoulos (Hamburger SV): Der bullige Grieche gewann in Freiburg zwar längst nicht alle seine Zweikämpfe, dafür aber die entscheidenden. Er war immer da, wenn es brenzlig wurde. Vor allem in der ersten Halbzeit grätschte er zwei, drei Mal in höchster Not in die Schüsse der Freiburger und blockte den Ball in letzter Sekunde ab. Wieder ein starkes Spiel von "Papa".

Abwehr - Holger Badstuber (VfB Stuttgart): Der Ex-Bayer steigt in Stuttgart zu alter Form auf. Er räumte hinten fast alles weg, gewann 76 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 90 Prozent seiner Pässe erfolgreich an den Mann. In der Schlussphase war er nur noch vorne zu finden und war bei einer Direktabnahme und einem Kopfball dem Ausgleich nah.

Abwehr - Stefan Posch (1899 Hoffenheim): Der junge Posch war maßgeblich für die effektive Hoffenheimer Defensivarbeit verantwortlich, die Leipzig beim 0:4 das Genick brach. Der 20-Jährige gewann bei 1899 die meisten Zweikämpfe (zwölf) und schlug die meisten angekommenen Pässe aus dem Spiel (30). Als Abwehrorganisator neben den gleichfalls starken Benjamin Hübner und Kevin Akpoguma war er einer der stillen Gewinner dieser Partie.

Mittelfeld - Dennis Geiger (1899 Hoffenheim): Schon früh mit Gelb vorbelastet (17. Minute), zeigte sich der defensive Mittelfeldspieler dennoch in der restlichen Spielzeit absolut effektiv und war die erste Station, um die Leipziger Angriffe zu unterbinden. Auch offensiv agierte Geiger glänzend. Mit einem Zauberpass auf Kaderabek leitete er das 1:0 ein. Eine Passquote von 90 Prozent und die zweitbeste Laufleistung der TSG runden das Bild ab.

Mittelfeld - Yunus Malli (VfL Wolfsburg): Er hat lange gebraucht, bis er als besonderer Spieler beim VfL Wolfsburg akzeptiert wurde. Unter Trainer Martin Schmidt blüht der 25-Jährige auf und zeigt, was er kann. Den ersten Wolfsburger Treffer leitete er mit einem "Tunnel" gegen Gladbachs Nationalspieler Matthias Ginter ein, spielte einen sehenswerten Pass auf Mario Gomez, um dann selbst abzuschließen. Den zweiten Treffer bereitete Malli mit einem Traumpass vor, indem er von oben auf den Ball trat und dieser über die Verteidigerbeine genau zu Didavi flog. Auch sonst war Malli nicht zu stoppen - außer von zahlreichen Foulspielen.

Mittelfeld - Kingsley Coman (Bayern München): Der Franzose war beim 3:1-Sieg gegen Hannover 96 der entscheidende Mann auf dem Platz. 96-Verteidiger Julian Korb kam schon in der ersten Halbzeit nicht gegen den quirligen Angreifer an, der im zweiten Durchgang noch eine Schippe drauflegte. Beinahe jeder Angriff der Münchner lief über den 21-Jährigen. Das zwischenzeitliche 2:1 erzielte er nach einer Ballmitnahme aus dem Bilderbuch selbst. Zum Schluss holte Coman, der fast 10,5 Kilometer abspulte, den Elfmeter heraus, den Robert Lewandowski zum 3:1 verwandelte.

Mittelfeld - Leon Bailey (Bayer Leverkusen): Der Jamaikaner machte im linken Mittelfeld ein Riesenspiel, half hinten aus, kurbelte aber vorne auch jede Menge Angriffe an und suchte die Abschlüsse. Vier Torschüsse und fünf Torschussvorlagen lieferte er ab. Dazu kam sein starkes Zweikampf-Verhältnis von 12:5, macht 70,6 Prozent. Elf Kilometer Laufstrecke und 31 Sprints spiegelten auch die enorme Aktivität des mit Abstand besten Leverkuseners wider.

Angriff - Serge Gnabry (1899 Hoffenheim): Alleine sein Traumtor aus 43,5 Metern würde die Aufnahme in die Elf des Tages rechtfertigen. Technisch perfekt fast aus dem Stand setzte die Münchner Leihgabe die Kugel ins Tor. Insgesamt hatte Gnabry zwei Torchancen, traf zweimal und entschied mit diesem Doppelpack die Partie gegen Leipzig. Gnadenlos effizient nennt man das.

Angriff - Max Kruse (Werder Bremen): Seine Stärke: Er macht aus wenigen Chancen ein Tor wie beim 1:0 gegen Stuttgart, als er Bartels schnelle Vorlage ganz fix im VfB-Tor unterbrachte. Kruse war an fast allen gefährlichen Aktionen der Hanseaten beteiligt. Dazu kommt seine starke Passquote von 90 Prozent, so dass er auch als Bremer Spielgestalter agierte. Außerdem war er bei Werder am häufigsten am Ball.

Angriff - Sehrou Guirassy (1. FC Köln): Der Franzose schnürte gegen Schalke 04 den ersten Bundesliga-Doppelpack seiner Karriere. Erst stand er nach einem Freistoß von Milos Jojic genau richtig und schob zum zwischenzeitlichen 1:1 ein, danach verwandelte er einen Handelfmeter souverän zum 2:2-Endstand. Zwei Tore bei zwei Torschüssen nennt man wie bei Gnabry gandenlos effizient.

Die Elf des 14. Spieltags im Überblick

Stand: 04.12.2017, 09:36 Uhr

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