Drei Dortmunder und Kölns Ersatz-Keeper in der Elf des Spieltags

Drei Dortmunder und Kölns Ersatz-Keeper in der Elf des Spieltags

Ein Sieg gegen den Rekordmeister hat natürlich auch Konsequenzen für die Spieltags-Elf: Drei Dortmunder haben den Sprung geschafft. Dazu startete Kölns Torhüter von der Ersatzbank zum Held des Wochenendes durch.

Thomas Kessler

Tor - Thomas Kessler (1. FC Köln)
Wohl dem, der einen Ersatztorwart hat, der solche Spiele abliefern kann. Timo Horns Vertreter Thomas Kessler vereitelte gegen Borussia Mönchengladbach gleich mehrere freie Einschussmöglichkeiten. Ob gegen Thorgan Hazard, Fabian Johnson oder Lars Stindl – Kessler war zur Stelle. Sieben Paraden waren es insgesamt für den Matchwinner des rheinischen Derbys.

Tor - Thomas Kessler (1. FC Köln)
Wohl dem, der einen Ersatztorwart hat, der solche Spiele abliefern kann. Timo Horns Vertreter Thomas Kessler vereitelte gegen Borussia Mönchengladbach gleich mehrere freie Einschussmöglichkeiten. Ob gegen Thorgan Hazard, Fabian Johnson oder Lars Stindl – Kessler war zur Stelle. Sieben Paraden waren es insgesamt für den Matchwinner des rheinischen Derbys.

Abwehr - Sead Kolasinac (FC Schalke 04)
Mit Leistungen wie gegen Wolfsburg hat er sich seinen Stammplatz zurückerkämpft. Der 23 Jahre alte, meist rustikal agierende Linksverteidiger hatte die meisten Ballkontakte (89), schlug die meisten Flanken (fünf) und war an den meisten Torschüssen beteiligt (zwei Schüsse, fünf Vorlagen). Dass er auch noch die perfekte Vorarbeit für Leon Goretzka Treffer nach einem fulminanten Sprint über das halbe Feld leistete, war da nur konsequent.

Abwehr - Marc Bartra (Borussia Dortmund)
Er kämpft und fliegt vielleicht nicht so spektakulär wie Nebenmann Sokratis, aber Bartra war beim Dortmunder Sieg gegen Bayern einfach noch effektiver. Der Spanier gewann 71 Prozent seiner Zweikämpfe, war am häufigsten auf BVB-Seite am Ball und lief wie Sokratis immer wieder im richtigen Moment Lücken zu oder Gegenspieler ab.

Abwehr - Willi Orban (RB Leipzig)
Orban war mit seinem Kopfballtor zum 3:2 in Leverkusen letztlich der Matchwinner des Rekordaufsteigers. Doch auch sonst zeigte der Innenverteidiger eine herausragende Leistung, neutralisierte erst Admir Mehmedi und später Chicharito, gewann 14 Zweikämpfe, hatte die meisten Torschüsse und lief mit über zehn Kilometern für einen Abwehrmann auch enorm viel.

Mario Götze (Borussia Dortmund)
Als emsig fällt Götze nicht immer auf, gegen Bayern war das schon so. Der Techniker war vor allem in Halbzeit eins viel und fast überall - vor allem in den Zwischenräumen - unterwegs und legte nicht von ungefähr das entscheidende 1:0 cool durch die Beine von Mats Hummels auf. Als es immer kämpferischer wurde, baute Götze ein wenig ab und wurde später auch ausgewechselt.

Mittelfeld - Diego Demme (RB Leipzig)
Demme ist vielleicht einer der am meisten unterschätzten Spieler der Liga - aber in Leverkusen hatte er neben seiner gewohnt herausragenden Laufleistung (Bestwert mit zwölf Kilometern) auch eine ganz entscheidende Szene: Er nahm Kevin Kampl vor dem Siegtreffer den Ball ab und leitete sofort mit seinem Pass auf Emil Forsberg den Gegenangriff ein. Auch sonst glänzte Demme mit großer Übersicht und hielt seinen offensiven Vorderleuten den Rücken frei.

Mittelfeld - Leon Goretzka (FC Schalke 04)
Erst hatte ihn Bundestrainer Joachim Löw ausgiebig für sein großes Talent gelobt, dann bekam der 21-Jährige auch noch Einsatzzeiten im Nationalteam. Und gegen Wolfsburg erzielte Goretzka den Treffer des Tages. Der zentral-defensive Mittelfeldmann entwickelt sich immer mehr zum Führungsspieler der Königsblauen, auch weil er wie gegen die Niedersachsen keinen Zweikampf scheut. Mit 17 Duellen führte er die meisten auf dem Platz.

Mittelfeld- Lewis Holtby (Hamburger SV)
Der Mittelfeldmotor hatte entscheidenden Anteil daran, dass der HSV nach über zwei Monaten auswärts wieder traf und bei 1899 Hoffenheim punktete. Lewis Holtby bereitete beide Hamburger Treffer beim 2:2 vor, war mit rund zwölf abgespulten Kilometern der laufstärkste Spieler auf dem Platz, führte die meisten Zweikämpfe seiner Mannschaft und heimste seine ersten beiden Saison-Scorer-Punkte verdient ein.

Mittelfeld - Yunus Malli (1. FSV Mainz 05)
Mit drei Torbeteiligungen der Mann des Tages. Die Treffer von Niko Bungert und Stefan Bell bereitete er mit Eckbällen vor, per Elfmeter traf er dann selbst. Dabei bewies er Nervenstärke, weil sein erster verwandelter Strafstoß wiederholt werden musste.

Angriff - Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund)
Der Gabuner bleibt die Lebensversicherung des BVB. Gegen Bayern machte er wieder einmal das entscheidende Tor, tauchte noch zwei Mal frei vor Manuel Neuer auf und war insgesamt an sechs der elf Dortmunder Torschüsse beteiligt. Ständig unterwegs sorgte er in Halbzeit eins immer wieder für Entlastung und half in Durchgang zwei viel gegen den Ball mit.

Angriff - Alexander Meier (Eintracht Frankfurt)
Er kam, sah, und änderte das Spiel. Als Meier in der zweiten Halbzeit in Bremen von der Bank kam, war sofort Ausnahmezustand im Werder-Strafraum. Drei Großchancen in nur 13 Minuten hatte das Frankfurter Phänomen, davon konnte sein Nebenmann Branimir Hrgota im kompletten Spiel nur träumen. Meiers Blitz-Tor war dann letztlich auch der Wegbereiter für den nächsten Dreier der Eintracht.

Die Elf des 11. Spieltags von sportschau.de im Überblick

Stand: 21.11.2016, 08:18 Uhr

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