Bayern setzt Serie im Endspurt fort
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Werder Bremen - Bayern München 0:2 (0:0)
Bayern setzt Serie im Endspurt fort
Bayern München hat seinen Siegeszug in der Bundesliga mit Mühe und späten Toren fortgesetzt. Der souveräne Spitzenreiter gewann am Samstag (29.09.12) im 93. Nord-Süd-Klassiker bei Werder Bremen trotz einiger Probleme mit 2:0 (0:0) und festigte damit seine Tabellenführung.
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Kapitän Philipp Lahm war zufrieden, Trainer Jupp Heynckes beruhigt, nur Matthias Sammer fand nach dem Arbeitssieg in Bremen noch ein Haar in der Suppe. "Wir haben jetzt sechs Mal hintereinander gewonnen, aber dafür gibt es am Ende keine Auszeichnung", formulierte der Bayern-Sportdirektor scharf und berechnend zugleich. Niemand, so das Sammer'sche Credo, soll sich beim Rekordmeister gelassen zurücklehnen, auch nach einer solchen Serie nicht.
Dabei dokumentierte die am Ende doch ungefährdet zu Bayerns Gunsten ausgegangene Partie nur, dass der Tabellenführer Gegner vom Kaliber der Hanseaten selbst an einem Durchschnittstag nicht mehr fürchten muss. Lange Zeit hielten engagierte und disziplinierte Bremer die Bayern vom Tor weg. Doch die Münchener haben in dieser Saison ja noch genügend Asse im Ärmel. Heynckes brachte mit Xherdan Shaqiri und Mario Mandzukic neue Offensivkräfte für Toni Kroos und Claudio Pizarro.
Qualität von der Bank
Und das zahlte sich aus. Die Gäste nahmen sichtbar mehr Fahrt auf und erzielten in der Schlussphase binnen 120 Sekunden durch Luiz Gustavo (81.) sowie Mandzukic (83.) die entscheidenden Treffer zu einem letztlich verdienten Erfolg. "Wir haben die Klasse, enge Spiele, in denen es nicht optimal läuft, am Ende doch zu gewinnen", sagte Heynckes selbstbewusst, und auch Lahm war und ist von den außergewöhnlichen Fähigkeiten seiner Teamkollegen überzeugt: "Selbst wenn bei uns Spieler ausfallen, haben wir immer eine hohe Qualität auf der Bank."
Vor nicht allzu langer Zeit noch auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter, können die Hanseaten dem einstigen Kontrahenten in zahlreichen Nord-Süd-Gipfel derzeit bestenfalls in den Bauchnabel gucken. "Bayern München - das ist im Moment nicht unsere Gewichtsklasse", erklärte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs. Dabei bemühten sich die Norddeutschen, doch mehr als eine richtig gute Torchance für den Österreicher Marko Arnautovic (70.) sprang vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion für die Platzherren nicht heraus.
Schaaf fügt sich
"Gegen diesen Gegner war nicht mehr drin, das müssen wir akzeptieren", fasste Coach Thomas Schaaf zusammen: "Persönlich kann ich mit dem Ergebnis gut umgehen." Das Bremer Urgestein weiß sehr genau, dass an eine Rückkehr in die Champions League, in der man vor wenigen Jahren noch Stammgast war, mit seiner jungen Truppe kurzfristig nicht zu denken ist: "Wir können sicherlich besser spielen, aber gegen Gegner wie den FC Bayern braucht es mehr Mut und mehr Selbstvertrauen, besonders im Angriff."
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Werder Bremen - Bayern München 0:2
Bilder von der Partie Werder Bremen gegen Bayern München am 6. Spieltag der Bundesliga.
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Mut hatten die Bremer dieses Mal vor allem beim Verteidigen gezeigt. Ein Kopfball des Ex-Bremers Pizarro war in Halbzeit eins noch die haarigste Situation, die die Gastgeber zuließen. In Halbzeit zwei traf dann Franck Ribéry zunächst nur den Pfosten. Die erste richtige Unaufmerksamkeit in der Bremer Abwehr bedeutete dann schließlich die Bayern-Führung, als Luiz Gustavo frei aus 18 Metern ins Tor schlenzte. Mit seinem sechsten Saisontor nach einem Konter machte Mandzukic kurz darauf alles klar.
sid | Stand: 29.09.2012, 20:07