Werders Mühen werden belohnt

Nils Petersen feiert seinen ersten Treffer.

Werder Bremen - Hannover 96 2:0

Werders Mühen werden belohnt

Nils Petersen hat Werder Bremen vor einem totalen Fehlstart in der Rückrunde bewahrt.

Der Stürmer erzielte beide Treffer zum 2:0 (0:0) gegen Hannover 96 und bescherte den Hanseaten den ersten Sieg 2013. Mit 25 Punkten hat die Elf von Trainer Thomas Schaaf den Anschluss zur oberen Tabellenhälfte hergestellt. Einen Zähler mehr haben noch die Hannoveraner, die seit März 2003 auf einen Sieg an der Weser warten.

Der Bremer Sieg war hochverdient, auch wenn die beiden Tore durch Petersen (85. und 88. Minute) sehr spät fielen. Für den früheren Torschützenkönig der 2. Fußball-Bundesliga waren es die Saisontreffer Nummer acht und neun.

Bilder vom Spiel

Werder Bremen besiegt Hannover 96 nach großem Einsatz mit 2:0.

Sokratis (r.) fährt Mame Diouf in die Parade.

Sokratis (r.) fährt Mame Diouf in die Parade.

Sokratis (r.) fährt Mame Diouf in die Parade.

Hannovers Sofian Chahed bekommt von Schiedsrichter Manuel Gräfe die Gelbe Karte für das Wegschlagen des Balls gezeigt.

Werders Nils Petersen (M.) kämpft gegen Hannovers Sofian Chahed (l.) und Karim Haggui um den Ball.

Hannovers Mohammed Abdellaoue muss verletzt vom Platz gehen.

Hannovers Trainer Mirko Slomka muss die Niederlage verkraften.

Nils Petersen feiert seinen ersten Treffer.

"Der Sieg ist absolut verdient. Die Mannschaft hat sehr konzentriert agiert und viele Dinge besser gemacht als in den ersten beiden Spielen. Es wäre furchtbar gewesen, wenn wir die Torchancen nicht genutzt hätten", sagte ein erleichterter Schaaf. 96-Mittelfeldspieler Jan Schlaudraff war dagegen enttäuscht: "Wir hatten in der zweiten Halbzeit kaum mehr etwas entgegenzusetzen und haben nur noch hinten drin gestanden."

Werder übt sich in Wiedergutmachung

Vor 41.600 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion war Werder nach zwei Niederlagen und 2:8 Gegentoren sichtlich bemüht. Im Mittelfeld übernahm Aaron Hunt nach überstandener Oberschenkelverletzung wieder das Kommando und rückte genauso in die erste Elf wie Eljero Elia. Mit frühem Pressing setzte die Mannschaft die Hannoveraner früh unter Druck und erspielte sich bei Dauerregen ein deutliches Übergewicht. Nach 20 Minuten standen bei den Bremern bereits zehn Torschüsse zu Buche.

Der verschwenderische Umgang mit den Tormöglichkeiten war bei den Grün-Weißen jedoch das große Manko. So setzte Assani Lukimya in der zweiten Minute einen Kopfball an die Latte. Danach scheiterte Mehmet Ekici mit einem abgefälschten Schuss (8.) und Zlatko Junuzovic mit einem Schlenzer (10.). Anschließend war es Sokratis, der per Kopf für Gefahr sorgte (10.). Doch der starke 96-Keeper Ron-Robert Zieler war ebenso zur Stelle wie Mitte der ersten Halbzeit bei einem Schuss von Nils Petersen (22.). Kurz vor der Pause verzog Hunt in aussichtsreicher Position (45.+1).

Hannover macht sich das Leben schwer

Und Hannover? Mit vielen Ballverlusten machten sich die Niedersachsen, denen neun Leistungsträger wegen Verletzungen oder Sperren fehlten, das Leben schwer. Die beste Chance resultierte aus einem Fehlpass der Bremer, als Mame Diouf frei vor Werder-Keeper Sebastian Mielitz auftauchte, den Ball aber nicht richtig traf (17.). Gefahr strahlten die Gäste nur aus, wenn das Mittelfeld schnell überbrückt wurde. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit verschlimmerte sich die angespannte Personalsituation, als Mohammed Abdellaoue mit einer Knieverletzung vom Feld musste.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren es die Bremer, die eine Schrecksekunde zu überstehen hatten. Einen Schuss von Jan Schlaudraff von der Strafraumgrenze konnte Mielitz nur nach vorne abprallen lassen, den Nachschuss brachte Diouf aber nicht im Tor unter. Der Treffer hätte wegen Abseitsstellung aber auch nicht gezählt. Nach einer kurzen Verschnaufpause waren die Bremer schnell wieder Herr der Lage. Und es wurde noch einige Mal brenzlig für Zieler, wie etwa bei den guten Chancen von Lukimya (54.), Petersen (61.) oder Hunt (68.). Auf der Linie rettete für Zieler Manuel Schmiedebach nach einem Kopfball von Sokratis. So dauerte bis zur 85. Minute, ehe bei den Gastgebern der Knoten platzte, als Petersen auf Vorlage von Elia traf.

dpa/sid | Stand: 01.02.2013, 22:27