BVB-Bosse loben Bosz als Taktiker und Teamplayer

Nachfolger von Thomas Tuchel

BVB-Bosse loben Bosz als Taktiker und Teamplayer

Borussia Dortmund hat Peter Bosz als seinen neuen Trainer vorgestellt. Der Niederländer begrüßte die Journalisten in fließendem Deutsch - und die BVB-Verantwortlichen lobten Bosz' Qualitäten als Trainer und Teamplayer.

Bosz verlässt Ajax Amsterdam nach nur einer Spielzeit und unterschrieb in Dortmund am Dienstag (06.06.17) einen Zweijahresvertrag. "Ich bin stolz, dass ich für so einen großen Verein arbeiten darf. Der BVB gehört zu den zehn größten Klubs in Europa", sagte der 53-Jährige bei seiner Vorstellung in Dortmund.

Peter Bosz

Peter Bosz

"Wir haben in den letzten Tagen sehr viele Gespräche geführt", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. "Von dem Moment an, an dem wir in die Gespräche mit Peter Bosz eingestiegen sind, hatten wir ein sehr, sehr gutes Gefühl. Entscheidend war neben der sportlichen Ambition auch das Gefühl, dass hier etwas zusammenwachsen kann." Zu seinem Konflikt mit Ex-BVB-Trainer Tuchel wollte sich Watzke nicht mehr äußern. "Das Thema ist abgeschlossen."

Zorc lobt die Spielweise

Sportdirektor Michael Zorc sagte, er sei überzeugt, dass "die Art und Weise, wie er seine Mannschaft Fußball spielen lässt, nicht komplett unähnlich ist zu der Art, wie wir und unsere Fans unser Team in Dortmund spielen sehen möchten: offensiv, attraktiv, attackierend und mit starkem Gegenpressing". Darüber hinaus habe Bosz nachgewiesen, dass er gerne mit jungen Spielern zusammenarbeite und "keine Angst hat, sie auch in wichtigen Spielen einzusetzen. Das trifft sich mit unserer Strategie", sagte Zorc. Zudem betonte er, dass Bosz deutlich gemacht habe, neben eigenen Ideen auch auf bewährte Strukturen zurückzugreifen.

Konflikt im Trainerstab von Ajax

Laut niederländischen Medien soll ein wichtiger Grund für den Wechsel des Fußballlehrers auch ein Konflikt im Trainerstab von Ajax Amsterdam sein. Zu diesen Berichten wollte Bosz keinen Kommentar abgeben. Der Vertrag von Bosz in Amsterdam lief noch bis zum Sommer 2019. Unter seiner Leitung hatte Ajax das Finale der Europa League erreicht und 0:2 gegen Manchester United verloren. Die Spielzeit hatte Ajax auf Platz zwei der Eredivisie hinter Meister Feyenoord Rotterdam abgeschlossen.

Als Trainerkandidat bei Ajax gilt nun der ehemalige Leverkusener Roger Schmidt.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Dienstag, 06.06.17, 22.50 Uhr

dpa/red | Stand: 06.06.2017, 15:44

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