Gladbach beendet Horrorserie

Die Gladbacher bejubeln Andreas Christensens (3.v.r.) Treffer zum Sieg über Mainz

Borussia Mönchengladbach - 1. FSV Mainz 05 1:0

Gladbach beendet Horrorserie

Nach acht Liga-Spielen ohne Erfolgserlebnis hat sich Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FSV Mainz 05 zu einem Duselsieg gezittert.

Gladbachs Innenverteidiger Andreas Christensen (76.) erlöste die Fohlen-Fans im Borussia-Park mit dem Tor des Tages und festigte dadurch auch den unter Druck geratenen VfL-Trainer André Schubert. Dabei hatte Gladbach gewaltiges Glück, dass Schiedsrichter Robert Hartmann ein reguläres Tor von Pablo de Blasis (88.) wegen eines vermeintlichen Foulspiels an Torhüter Yann Sommer nicht anerkannte.

"Für mich war es ein reguläres Tor. Erst kommt der Fuß, dann die Hand", sagte der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder. FSV-Trainer Martin Schmidt meinte: "Es ist schade, dass wir jetzt wieder über andere Dinge als über Fußball reden müssen." Selbst Gladbachs Torhüter Sommer sprach von einer "schwierigen Entscheidung". Das Mainzer Unglück komplett machte die Gelb-Rote Karte für Jean-Philippe Gbamin in der 90. Spielminute wegen wiederholten Foulspiels.

Rotation ohne Effekt

Die Gladbacher traten angesichts der Negativerlebnisse der vergangenen Wochen stark verunsichert auf. Trainer Schubert hatte sein Spielsystem wieder einmal verändert und auch beim Personal rotiert. Der erhoffte Effekt blieb aus. Die Borussia spielte über weite Phasen ohne jedes Selbstbewusstsein, Ideen und Präzision.

Ein Gladbacher Torschuss in 45 Minuten

Die Mainzer störten die Gladbacher schon an deren Strafraum und standen hinten kompakt. So dauerte es 23 Minuten bis zum ersten Torschuss der Fohlen durch Lars Stindl - es blieb der einzige der Hausherren im ersten Durchgang. Der FSV wurde nun mutiger, hatte aber ebenfalls große Probleme im Passpiel. Pech hatten die Mainzer allerdings, als Schiedsrichter Robert Hartmann ein Handspiel von Tobias Strobl im eigenen Strafraum nicht als Elfmeter wertete (28.). Mainz hätte dennoch mit der Führung in die Pause gehen können, Karim Onisiwo scheiterte aus guter Position aber an Torhüter Sommer (35.).

Raffael ganz schwach

Die Borussen-Fans schickten ihr Team mit Pfiffen in die Pause. Schubert reagierte und brachte mit Thorgan Hazard für den schwachen André Hahn eine frische Offensivkraft. Die Leistung der Gastgeber blieb dennoch enttäuschend. Mahmoud Dahoud machte sich gute Ansätze durch einfache Fehlpässe immer wieder selbst kaputt, Raffael gelang nichts. Schließlich erzielte Christensen im Anschluss an eine Ecke aus dem Gewühl heraus den äußerst glücklichen Siegtreffer.

Gladbach Trainer Schubert war am Ende erleichtert: "Wir haben es heute erzwungen und hatten am Ende auch das notwendige Quäntchen Glück." Er und seine Mannschaft müssen nun am kommenden Samstag (17.12.2016) beim FC Augsburg ran. Die Mainzer erwarten dann daheim den Hamburger SV.

Fußball · Bundesliga · 14. Spieltag 2016/2017

Sonntag, 11.12.2016 | 15.30 Uhr

Wappen Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach

Sommer – Christensen, Vestergaard, Elvedi – Jantschke, Strobl, Dahoud, Wendt (87. N. Schulz) – Hahn (46. Hazard), Stindl, Raffael (90. Drmic)

1
Wappen 1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

Lössl – Donati, Bell, Hack, Bussmann – Gbamin, Latza (80. de Blasis) – Öztunali (87. Holtmann), Malli, Samperio (71. Seydel) – Onisiwo

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Christensen (76.)

Strafen:

  • gelbe Karte Hahn (2 )
  • gelbrote Karte Gbamin (90./Wiederholtes Foulspiel)
  • gelbe Karte Jantschke (1 )

Zuschauer:

  • 48037

Schiedsrichter:

  • Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)

Stand: Sonntag, 11.12.2016, 17:24 Uhr

Wappen Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach

Wappen 1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

Tore 1 0
Schüsse aufs Tor 3 4
Ecken 4 1
Abseits 1 3
gewonnene Zweikämpfe 115 103
verlorene Zweikämpfe 103 115
gewonnene Zweikämpfe 52,75 % 47,25 %
Fouls 13 15
Ballkontakte 719 589
Ballbesitz 54,97 % 45,03 %
Laufdistanz 116,86 km 117,82 km
Sprints 203 235
Fehlpässe 114 105
Passquote 77,25 % 72,44 %
Flanken 4 8
Alter im Durchschnitt 25,5 Jahre 24,5 Jahre

red/sid/dpa | Stand: 11.12.2016, 18:35

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bor. Dortmund819
2.Bayern München817
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16.SC Freiburg87
17.Werder Bremen84
18.1. FC Köln81
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