Bayern stellen Startrekord ein
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Bayern München - 1899 Hoffenheim 2:0
Bayern stellen Startrekord ein
Bayern München hat die Diskussionen um den Streit zwischen Trainer Jupp Heynckes und Matthias Sammer zumindest sportlich gut verkraftet. Der Rekordmeister bezwang 1899 Hoffenheim souverän, aber ohne Glanz mit 2:0 (1:0) und stellte mit dem siebten Sieg im siebten Spiel einen Bundesliga-Startrekord ein.
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Franck Ribéry traf zum ersten Mal in dieser Saison in der Liga - und das gleich doppelt (19., 47.). Damit bescherte der Franzose, der sich im Vorfeld noch mit Oberschenkelproblemen herumgeplagt hatte, den Münchnern einen ruhigen Wiesn-Besuch am Sonntag (07.10.12). "Die Mannschaft hat sehr clever und sehr klug gespielt", sagte nach der Partie ein hochzufriedener Jupp Heynckes, "Ribery hat ein überragendes Spiel gemacht, nicht nur wegen der beiden Tore, sondern, weil er auch nach hinten gearbeitet und Bälle erkämpft hat. Genau das brauchen wir, dass alle nach hinten mitarbeiten. Wenn wir das noch verfeinern, ist die Mannschaft da, wo ich sie haben will."
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Bayern München - 1899 Hoffenheim 2:0
Siebter Sieg im siebten Spiel, der FC Bayern ist auf dem Weg zum alleinigen Startrekord in der Bundesliga-Geschichte. Die gebeutelten Hoffenheimer waren chancenlos.
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Den Münchnern waren bereits 1995 sieben Siege zum Saisonstart gelungen - wie dem 1. FC Kaiserslautern 2001 und dem FSV Mainz 05 2010. Die beste Tordifferenz haben aber die Bayern 2012. Meister wurde in den vergangenen drei Fällen übrigens jeweils Borussia Dortmund. Hoffenheim konnte auch das neunte Duell gegen die Bayern nicht gewinnen und bezog nach drei Spielen mit sieben Punkten die vierte Saison-Niederlage. "Ich bin nicht unzufrieden mit unserer Leistung", sagte 1899-Coach Markus Babbel später. "Defensiv war es sehr gut, nach vorne hat ein bisschen der Glaube gefehlt. Hut ab vor der Truppe, wenn man bedenkt, was in der vergangenen Woche alles passiert ist. Auf der Leistung kann man aufbauen", fügte der Trainer angesichts des schweren Unfalls seines Spieler Boris Vukcevic hinzu.
Robben muss zuschauen
Die Bayern waren vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena sichtlich bemüht, die peinliche Pleite in der Champions League am vergangenen Dienstag bei BATE Borissow (1:3) und die negativen Begleiterscheinungen mit dem Zwist zwischen Jupp Heynckes und Matthias Sammer vergessen zu machen. Ohne Arjen Robben, dafür aber wieder mit Bastian Schweinsteiger (für Luiz Gustavo) und dem überragenden Ribéry setzten sie Hoffenheim vom Start weg unter Druck. Schweinsteiger traf zwei Mal nur den Pfosten
Hoffenheim versuchte aus einer kompakten, vom äußerst aggressiven Zweikämpfer Sebastian Rudy geordneten Defensive zu Gegenstößen zu kommen, was jedoch selten gelang. Nach Vorarbeit von Rudy und Fabian Johnson köpfte Firmino bei der einzigen Gelegenheit der Gäste vor dem Seitenwechsel über das Tor (22.).
Blutende Wunde bei Thomas Müller
Ribery schoss 1899-Torwart Koen Casteels beim 1:0 den Ball von halblinks zwischen den Beinen hindurch, die Vorarbeit hatte Thomas Müller geleistet. Müller musste sechs Minuten später für Xherdan Shaqiri raus, weil er in der fünften Minute im Luftkampf den Ellenbogen von Mario Mandzukic abbekommen und dabei eine blutende Wunde unter dem linken Auge erlitten hatte.
Unter den besorgten Blicken von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach musste auch Bayern-Kapitän Philipp Lahm nach einem Tackling gegen den früheren Münchner Takashi Usami am linken Bein behandelt werden, er machte aber weiter. Nach dem 1:0 gaben die Bayern Sammer erneut etwas Anlass, von einem "lätschernen" Auftritt zu sprechen, ohne dass 1899 daraus Kapital schlagen konnte. Toni Kroos, Mandzukic und Ribéry dagegen hätten die Führung noch vor der Pause beruhigender gestalten können, verfehlten aber das Tor.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es jedoch keine zwei Minuten, ehe Ribery nach einem Querpass von Kroos mit einem Schlenzer ins rechte obere Toreck die Zweifel beseitigte. 1899-Trainer Markus Babbel versuchte mit den neuen Offensivkräften Eren Derdiyok, Kevin Volland (jeweils 63.) und Stephan Schröck (73.) noch einmal Impulse zu setzen. An der Dominanz der Bayern änderte das freilich nichts. Javi Martínez hätte per Kopf nach Shaqiri-Flanke beinahe das 3:0 erzielt (73.).
sid | Stand: 06.10.2012, 20:36