Salihamidzic - Bayern hat endlich einen Sportdirektor

Bayern-Präsident Uli Hoeneß (l.) und Hasan Salihamidzic

Ein Jahr nach dem Rücktritt von Matthias Sammer

Salihamidzic - Bayern hat endlich einen Sportdirektor

Der FC Bayern hat endlich einen neuen Sportdirektor gefunden - und es sind nicht die heiß gehandelten Mark van Bommel oder Miroslav Klose. Stattdessen zauberten Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge Hasan Salihamidzic aus dem Hut.

Der Ex-Profi und Champions-League-Sieger Salihamidzic übernimmt den Posten, der seit dem Rücktritt von Sportvorstand Matthias Sammer vor einem Jahr vakant ist. Der einstige Nationalspieler und Europameister von 1996 hatte sich aus gesundheitlichen und privaten Gründen zurückgezogen. "Als Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge mich gefragt haben, ob ich Sportdirektor werden möchte, habe ich sofort gewusst, dass ich das machen möchte", sagte Salihamidzic.

Rummenigge: "Integrer und ausgeschlafener Mensch"

Vereinspräsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verkündeten zuletzt bei der Asienreise, einen Sportdirektor gefunden zu haben und ihn bald vorzustellen. Nun ging es sehr schnell. Der inzwischen 40 Jahre alte Salihamidzic war von 1998 bis 2007 für den deutschen Branchenprimus aktiv und absolvierte in der Zeit 234 Spiele in der Bundesliga. "Hasan ist ein integrer, sehr fleißiger, seriöser, loyaler und auch sehr ausgeschlafener Mensch, der im übrigen auch fünf Sprachen spricht", sagte Rummenigge, "da kann er sich mit vielen Spielern verständigen." Salihamidzics Vertrag läuft bis 2020.

Salihamidzic ist Bayerns neuer Spordirektor

Sportschau | 31.07.2017 | 01:17 Min.

Er ist der Ausländer mit den meisten Liga-Partien des FC Bayern vor dem noch aktiven Franck Ribéry. 88 Mal kam Salihamidzic international zum Einsatz. In der Saison 2000/01 feierte der Bosnier beim Bayern-Triumph in der Champions League in Mailand gegen den FC Valencia den größten Erfolg seiner Karriere. Dazu kommen sechs deutsche Meistertitel und vier Siege im DFB-Pokal. Hoeneß würdigte die Zähigkeit Salihamidzics: "Hasan ist von ganz unten gekommen und hat sich durchgebissen, ohne Eltern, zuerst in Hamburg, dann bei uns und danach auch in Turin."

Absagen von Lahm, Eberl und Kahn

Der Mittelfeldspieler ließ seine Karriere nach dem Weggang aus München beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin und für ein Jahr beim VfL Wolfsburg ausklingen. Anfang 2017 ernannten die Bayern Salihamidzic neben dessen ehemaligem Teamkollegen Giovane Elber und Bixente Lizarazu zum Markenbotschafter. Beim Werbetrip zuletzt in China und Singapur gehörte der Bosnier zur Münchner Reisegruppe.

Der Ex-Profi mit dem Spitznamen "Brazzo" könnte ein Vertrauter von Vereinsboss Hoeneß werden. Auf der Suche nach einem Sportdirektor hatten sich die Münchner zuletzt Absagen eingehandelt. So lehnte etwa Wunschkandidat Philipp Lahm den Job überraschend ab, ebenso Ex-Keeper Oliver Kahn. Auch den renommierten Gladbacher Manager Max Eberl zog es nicht an die Isar.

sid/dpa/red | Stand: 31.07.2017, 17:26

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