FC Augsburg trennt sich von Manager Rollmann
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Wegen "unüberbrückbarer Differenzen"
FC Augsburg trennt sich von Manager Rollmann
Paukenschlag vor Weihnachten: Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Manager Jürgen Rollmann getrennt.
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Grund für die plötzliche Trennung seien "unüberbrückbare Differenzen in der sportlichen Entwicklung". Das erklärte der Tabellenvorletzte der Fußball-Bundesliga am Sonntagabend (23.12.12) auf seiner Homepage. Weitere Angaben erfolgten mit Hinweis auf ein laufendes Verfahren nicht. "Aufgrund der kurzfristigen Entscheidung werden sich die FCA-Verantwortlichen in den kommenden Wochen um die Nachfolgeregelung kümmern", hieß es weiter. Rollmann hatte seinen Posten erst am 8. Oktober angetreten.
Anwalt: "Wir äußern uns nicht"
Laut "Augsburger Allgemeine" wollte der Verein mit dieser überraschenden Personalentscheidung erst nach den Weihnachtsfeiertagen an die Öffentlichkeit gehen. Dem Blatt gegenüber wollte sich Rollmann nicht äußern: "Ich sage dazu gar nichts. Wenden Sie sich bitte an meinen Vertreter, den Rechtsanwalt Horst Kletke." Der Frankfurter Jurist Kletke ist ein anerkannter Spezialist für arbeitsrechtliche Problemfälle im Profifußball. Auch er gab sich gegenüber der Zeitung bedeckt: "Wir äußern uns nicht, es ist ein schwebendes Verfahren."
Trainer Weinzierl völlig überrascht
FCA-Trainer Markus Weinzierl reagierte nach Angaben von Sky Sport News HD völlig überrascht, als ihn der Sender mit dieser Nachricht konfrontierte. Rollmanns Vertrag beim FC Augsburg läuft noch bis zum Saisonende. Als aktiver Spieler stand er 1996/1997 im Tor der Schwaben. Zuvor hatte er unter anderem bei Werder Bremen und beim MSV Duisburg gespielt. Nach dem Ende seiner sportlichen Laufbahn arbeitete Rollmann 1999 und 2000 als Manager und Geschäftsstellenleiter beim FCA. Vor zehn Wochen wurde er zum Nachfolger von Manfred Paula ernannt, der sich als Leiter des neuen Nachwuchsförderzentrums um die Jugendarbeit beim FCA kümmern sollte.
Augsburg war in der Saison 2010/11 erstmals in die Bundesliga aufgestiegen. Nach der aktuellen Vorrunde liegen die Schwaben mit nur neun Punkten und einem Sieg aus 17 Partien auf dem vorletzten Platz. Der Abstand zum rettenden 15. Rang beträgt bereits zehn Zähler. Unter der Ägide von Präsident Walter Seinsch war seit dessen Amtsantritt im Jahr 2000 nur Andreas Rettig mit sechs Jahren längerfristig FCA-Manager.
dpa | Stand: 23.12.2012, 22:53