Ruthenbeck kündigt mutigen Kölner Auftritt an

Kölns Interims-Coach ist überzeugt von seiner Mannschaft: "Sie will Gas geben und den Bock umstoßen", sagte er bei der Pressekonferenz zum Belgrad-Spiel.

Ruthenbeck kündigt mutigen Kölner Auftritt an

  • Der 1. FC Köln spielt am Donnerstag (07.12.2017; 21.05 Uhr) in Belgrad.
  • Nur bei einem Sieg kommen die Rheinländer in die K.o.-Runde.
  • Interims-Coach Ruthenbeck hat nur elf gesunde Profis im Kader.

Die Verletztenmisere hatte in den vergangenen Wochen Peter Stöger in die Knie gezwungen, nun erschwert sie Stefan Ruthenbecks die ohnehin harte Mission. Nur elf gesunde Profis stehen ihm am Donnerstag (07.12.2017, 21.05 Uhr) in Belgrad zur Verfügung. "Es ist mit Sicherheit eine schwierige Aufgabe", sagt er über seinen Job, der wohl nur fünf Spiele in zwei Wochen umfassen wird. Bis zur Winterpause soll der bisherige U19-Trainer das Team betreuen.

Leise Hoffnung in Köln

Zum Start in Belgrad ist nun sein Häufchen Aufrechter gefordert: Für den Sprung in die Zwischenrunde benötigt der FC am letzten Spieltag der Gruppenphase einen Sieg im stimmungsvollen Rajko-Mitic-Stadion. Und trotz des lauten und anhaltenden Protests der Fans gegen die Trennung vom beliebten und lange Zeit so erfolgreichen Stöger ist momentan zumindest eine leise Hoffnung in Köln zu spüren: Vielleicht wird es unter einem neuen Trainer ja doch besser.

Klar ist: Der Bundesliga-Tabellenletzte muss gewinnen, wenn er in der Europa League die K.o.-Runde erreichen will. "Es ist ein absolutes Endspiel. So werden wir es angehen", kündigte FC-Kapitän Matthias Lehmann an.

Ruthenbeck sieht Fifty-Fifty-Chance

Auch Ruthenbeck zeigte sich mutig: "Wenn wir hier brav sind, haben wir ein Problem." Der bisherige U19-Trainer versuchte sich in der extrem kurzen Vorbereitungszeit intensiv als Mutmacher. Er gewann eine Überzeugung von der Mannschaft: "Sie will Gas geben und den Bock umstoßen." Die Begegnung in Belgrad schätzt der 45-Jährige als Fifty-Fifty-Angelegenheit ein.

Dass der FC am Tag vor dem "Finale" Armin Veh als neuen Sportchef mit Vertrag bis 2020 präsentierte, befindet Lehmann bei all den Irrungen und Wirrungen dieser Saison als positives Signal: "Jetzt ist ein neuer Zeitabschnitt. Wenn jetzt alles besser wird, wäre das ein guter Anfang." Veh übernimmt am Montag den Job von Jörg Schmadtke, der am 23. Oktober ausgeschieden war.

dpa | Stand: 06.12.2017, 18:06

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