Siggi Held feiert seinen 70. Geburtstag

Siegfried Held

Vize-Weltmeister, Europapokalsieger und Fanbeauftragter

Siggi Held feiert seinen 70. Geburtstag

Er ist Vize-Weltmeister, Europapokalsieger und Fanbeauftragter von Borussia Dortmund: Siegfried Held. Am Dienstag (07.08.12) feiert er seinen 70. Geburtstag.

Die 106. Minute lief im Hampden Park in Glasgow. Siegfried Held schoss Liverpools Torhüter Tommy Lawrence an, Reinhard "Stan" Libuda versenkte den Abpraller als "Bogenlampe" zum 2:1-Sieg von Borussia Dortmund ins Tor. Held erinnert sich noch genau an jene Szene und jenes Finale, in dem er am 5. Mai 1966 mit seinem Treffer zum 1:0 den Grundstein zum Europacup-Triumph des BVB legte.

Diese und viele andere historische Spiele sind eng verbunden mit dem Namen Siggi Held, der am Dienstag (07.08.12) seinen 70. Geburtstag feiert. Die alten und jungen Borussen werden zu den Gratulanten gehören, denn der Vizeweltmeister von 1966 ist nach seiner Trainer-Laufbahn mit zahlreichen Engagements im Ausland längst zu seinem BVB zurückgekehrt und arbeitet dort als Fanbeauftragter.

In London beim Schiedsrichter

Held war einer der herausragendsten Fußballer in der Geschichte der Borussia, für die er 229 (43 Tore) von insgesamt 422 Bundesliga-Einsätzen bestritt. Außerdem spielte Held für Kickers Offenbach und Bayer Uerdingen in der höchsten Spielklasse. In der Nationalmannschaft stürmte Held 41-mal (fünf Tore) für Deutschland, unter anderem im legendären Finale der WM 1966 gegen England und bei der WM 1970 in Mexiko. "Ich war auch einer der Spieler, die damals beim Schiedsrichter protestiert haben. Ich war mir sicher, dass nicht auf Tor entschieden wird, deshalb war die Enttäuschung anschließend brutal groß", schilderte Held jüngst seine Erinnerungen an das berühmte Wembley-Tor im Finale in London vor 46 Jahren. So blieb der Europapokalsieg der Pokalsieger mit dem BVB der einzige Titel in der aktiven Laufbahn Helds, der eher zu den stillen Zeitgenossen zählt.

Teil der "schrecklichen Zwillinge"

Vor der Saison 1965/66 wechselte Held von Kickers Offenbach aus der Regionalliga Süd zum BVB. Sofort harmonierte er prächtig mit Lothar Emmerich und bildete mit diesem eines der gefürchtetsten Angriffs-Duos der Liga, das von den Medien das Etikett "terrible twins" (schreckliche Zwillinge) aufgedrückt bekam. Dennoch verpasste Held mit dem BVB 1966 knapp die deutsche Meisterschaft.

Ausgerechnet zum FC Schalke

Erst 1981, im Alter von fast 40 Jahren, hängte der Musterprofi Held seine Fußball-Schuhe endgültig an den Nagel und wechselte ins Trainergeschäft. Ausgerechnet der Dortmunder Erzrivale Schalke 04 war seine erste Station. Es folgten zehn weitere, unter anderem in Island, der Türkei, Österreich und Japan. Zuletzt war Held als Nationaltrainer auf Malta und in Thailand tätig. Doch immer wieder zog es Held in seine Fußball-Heimat Dortmund zurück.

sid | Stand: 06.08.2012, 13:33

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