DFB einigt sich doch auf Regionalliga-Reform

Kapitän Mike Wunderlich von Viktoria Köln.

Übergangslösung bis 2020

DFB einigt sich doch auf Regionalliga-Reform

Die 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes haben sich doch noch auf eine Lösung zur Reform der Aufstiegsregelung zur 3. Liga geeinigt.

Nach einer mehrstündigen Sitzung stellte der DFB am Donnerstagabend (07.12.2017) ein Übergangskonzept für die nächsten beiden Spielzeiten vor, auf das sich nach Verbandsangaben Vertreter aller Verbände einigen konnten.

Demnach soll es in den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 vier Aufsteiger aus den fünf Regionalligen geben, drei feste Aufstiegsplätze für die Meister der fünf Regionalligen und vier Absteiger aus der 3. Liga. Dieses soll beim außerordentlichen DFB-Bundestag am Freitag verabschiedet werden.

DFB-Bundestag steht an - Stimmung und Entscheidungen

Sportschau | 08.12.2017 | 01:49 Min.

Recht auf direkten Aufstieg

Ein direktes Aufstiegsrecht soll demnach in beiden Saisons der Meister der Regionalliga Südwest erhalten. Der Meister der Regionalliga Nordost bekommt dieses Recht in der Spielzeit 2018/19.

Das Recht auf den dritten direkten Aufstiegsplatz wird zwischen dem Norden, Bayern und dem Westen ausgelost. Die verbliebenen beiden Meister ermitteln in Play-off-Spielen den letzten Aufsteiger und bekommen dafür das automatische Aufstiegsrecht in der folgenden Spielzeit.

"Komplexe Fragestellung"

"In einer komplexen Fragestellung, in der sehr viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden mussten, ist es uns gelungen, bis zum nächsten ordentlichen DFB-Bundestag eine Übergangslösung zu finden, die eine deutliche Verbesserung der Ist-Situation darstellt", sagte DFB-Vize Rainer Koch.

Am Nachmittag war in ranghohen DFB-Kreisen schon nicht mehr mit einer Kompromisslösung gerechnet worden. Eine dauerhafte Neuregelung soll eine Expertenkommission unter der Leitung von DFB-Vize Peter Frymuth bis zum Bundestag 2019 erarbeiten.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 7.12., ab 22.50 Uhr

dpa/sid | Stand: 07.12.2017, 20:26

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