Was Fußballer in sozialen Medien posten

Für manche Fußballer sind soziale Medien nur ein Mittel, um die eigene Mode-Kollektion zu bewerben. Andere nutzen es zu dem Zweck, zu dem es bestimmt ist. Wieder andere schweigen, wenn es unangenehm wird.

Screenshot eines Facebook-Eintrags von Dennis Aogo

Der Hamburger SV hat es gut erwischt. Die Fußballer haben in ihrem Trainingslager in Abu Dhabi wunderbares Wetter und einen traumhaften Ausblick aus ihrem Hotel. Davon zeugt dieses Foto, das Dennis Aogo bei Facebook postete. Auf solche Aus- beziehungsweise Einblicke hoffen die Fans, wenn sie den Profis in den sozialen Netzwerken folgen. Zumal der Eintrag schon schnell nach der Ankunft in den Emiraten erfolgte.

Der Hamburger SV hat es gut erwischt. Die Fußballer haben in ihrem Trainingslager in Abu Dhabi wunderbares Wetter und einen traumhaften Ausblick aus ihrem Hotel. Davon zeugt dieses Foto, das Dennis Aogo bei Facebook postete. Auf solche Aus- beziehungsweise Einblicke hoffen die Fans, wenn sie den Profis in den sozialen Netzwerken folgen. Zumal der Eintrag schon schnell nach der Ankunft in den Emiraten erfolgte.

Das ist mal eine illustre Gesellschaft. Die Stars von Real Madrid sitzen im Restaurant. "Gemeinsam sind wir stark. Auch beim Essen", schreibt der deutsche Nationalspieler Mesut Özil dazu. Ob er es nun tatsächlich selbst gepostet hat oder sein Management, dürfte den Fans egal sein. Solche Einträge machen die sozialen Medien interessant. Mehr als acht Millionen Menschen haben die Seite Özils geliked, bei Twitter hat er etwa 800.000 Follower (Stand: 03.01.13).

Hier hat kein Paparazzo auf der Lauer gelegen, das Weihnachtsurlaubsfoto stammt von @dante_bonfim. Das ist der Nutzername von Dante, dem Innenverteidiger von Bayern München. Im Team des Bundesliga-Tabellenführers gibt es viele Stars, die sich über Twitter und Facebook mitteilen, und das auf authentische, also interessante Art. Dazu gehören auch Jerome Boateng (@JB17Official) und dessen Halbbruder Kevin-Prince (@KPBofficial) - auch zu folgen lohnt Luiz Gustavo (@LGustavo_30) und Anatoli Timoschtschuk (@Timo_44).

Dass dies kein aktuelles Foto aus einem Trainingslager, sondern aus dem Weihnachtsurlaub ist, kann jeder schnell erkennen. Mario Götze von Borussia Dortmund hat es gepostet, als er die freien Tage zusammen mit seinem Freund André Schürrle verbrachte. Wo? Das blieb geheim. Aber vielleicht erkennen ja einige User die eine oder andere Palme im Hintergrund.

Der Wunsch des Users @_markusLFC_ wird wohl unerfüllt bleiben. Er wünscht sich mehr Kommunikation von Cristiano Ronaldo mit den Fans. Davon ist in den sozialen Netzwerken aber beim portugiesischen Superstar wenig zu lesen. Es dürfte auch (von seinem Management) kaum zu bewerkstelligen sein, denn Ronaldo hat mehr als 52 Millionen Likes bei Facebook. Bei Twitter feierte er sich um Weihnachten selbst für 15 Millionen Follower. Er lobte aus, die besten Tweets (Kurznachrichten in maximal 140 Zeichen) zu retweeten, also an all seine Follower weiterzuleiten. Mit diesem Stückchen Zucker locken viele Stars.

Aus anderem und einem echten Social-Media-Holz ist Rio Ferdinand geschnitzt. Der Innenverteidiger von Manchester United nutzt seine Plattformen natürlich auch, um sich zu promoten, aber sehr viele Tweets sind authentisch. Der Höhepunkt war eine Auseindersetzung mit dem FIFA-Präsidenten Joseph Blatter via Twitter, in der es um Rassismus ging. Häufig ist bei Ferdinand zu lesen, was er im gerade im Fernsehen schaut, was er mit seinen Kindern macht und was es bei den Ferdinands zu essen gibt. Um den Jahreswechsel verfolgte er angeregt die Dart-WM in London und gelobte gleich, bei der nächsten Auflage dabei zu sein.

Der abgebildete Facebook-Eintrag von Lewis Holtby zeigt, warum er zu den interessantesten Profis in den Netzwerken gehörte. Inzwischen muss die Vergangenheitsform gewählt werden, denn seitdem bekannt wurde, dass der Mittelfeldspieler den FC Schalke 04 spätestens nach der Saison verlassen wird, herrscht Schweigen. Das wird sicherlich auch damit zusammenhängen, dass Holtby sich deftige Beschimpfungen gefallen lassen musste, die gerade bei Facebook in ähnlichen Fällen beinahe schon die Regel sind. Hätte er die Gründe für seine Entscheidung über die Plattformen plausibel dargelegt, hätte er aber sicherlich einiges abfedern können.

Soziales Netzwerk als Familienalbum: Jermaine Jones nutzte Twitter für ein sehr privates Foto. Es zeigt den Schalker Mitte Dezember 2012 mit seiner neugeborenen Tochter Jadee-Mae.

Der prominenteste deutsche Trainer bei Twitter ist Jürgen Klinsmann. Allerdings hat die Qualität und Quantität der Einträge doch sehr stark nachgelassen. Die bislang letzten Fotos, die von ihm gepostet wurden, stammen von der Europameisterschaft 2012, als der Nationaltrainer der USA Experte für das britische Fernsehen war.

Auch weniger prominente Fußballer als Cristiano Ronaldo, Mesut Özil und Mario Götze sind in den sozialen Netzwerken aktiv. Das Beispiel von Domi Kumbela zeigt, dass es nicht immer das Ziel sein muss, möglichst viele Follower zu gewinnen. Der Torjäger des Zweitliga-Spitzenreiters hat seine Tweets geschützt. Wer Kumbela folgen will, muss eine Anfrage stellen. Lehnt der Braunschweiger sie ab, bleibt der Masse verborgen, was hinter den Tweets steckt.

Darstellung: