Korruptionsskandal - welche Funktionäre sollen zahlen?

Korruptionsskandal - welche Funktionäre sollen zahlen?

Der Fußball-Weltverband FIFA fordert im Korruptionsskandal von den Beschuldigten der US-Ermittlungen eine Millionen-Entschädigung. Sportschau.de hat eine Übersicht der prominentesten genannten Ex-Funktionäre.

Chuck Blazer

Charles "Chuck" Blazer, USA: FIFA-Exekutivkomiteemitglied von 1996 bis 2013 und Nummer zwei des Kontinentalverbandes CONCACAF von 1990-2011. Bekannte sich 2013 vor einem US-Gericht unter anderem der Geldwäsche, Steuerhinterziehung und des Überweisungsbetrugs für schuldig. Erhielt im Juli 2015 eine lebenslange FIFA-Sperre. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 5,374 Millionen Dollar aus.

Charles "Chuck" Blazer, USA: FIFA-Exekutivkomiteemitglied von 1996 bis 2013 und Nummer zwei des Kontinentalverbandes CONCACAF von 1990-2011. Bekannte sich 2013 vor einem US-Gericht unter anderem der Geldwäsche, Steuerhinterziehung und des Überweisungsbetrugs für schuldig. Erhielt im Juli 2015 eine lebenslange FIFA-Sperre. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 5,374 Millionen Dollar aus.

Rafael Salguero, Guatemala: FIFA-Exekutivkomiteemitglied von 2007 bis 2015. Im November wegen organisierter Kriminalität, Überweisungsbetrug und Geldwäsche angeklagt. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 5,135 Millionen Dollar aus.

Jack Warner, Trinidad und Tobago: Von FIFA-Exekutivkomiteemitglied 1983 bis 2011. Trat im Zuge des Bestechungsskandals um die Kandidatur von Mohamed bin Hammam als FIFA-Präsident zurück. Im September wegen Fehlverhaltens bei der Vergabe der WM 2018 und 2022 lebenslang gesperrt. Unter anderem angeklagt wegen Geldwäsche und organisierter Kriminalität. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 4,462 Millionen Dollar aus.

Ricardo Teixeira, Brasilien: FIFA-Exekutivkomiteemitglied 1994-2012. Wurde im November wegen Verabredung zur Geldwäsche und zum Überweisungsbetrug angeklagt. Teixeira war bis 2012 Präsident des brasilianischen Fußballverbands und trat im Rahmen des ISL-Skandals zurück. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 3,514 Millionen Dollar aus.

Nicolas Leoz, Paraguay: FIFA-Exekutivkomiteemitglied von 1998 bis 2013. Im Mai wegen Verabredung zur organisierten Kriminalität, Überweisungsbetrug, Geldwäsche angeklagt. Er kämpft gegen eine Auslieferung an die USA. War von 1986 - 2013 Chef des Kontinentalverbandes CONMEBOL, trat dann zurück, um eine Strafe im ISL-Skandal zu vermeiden. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 3,255 Millionen Dollar aus.

Jeffrey Webb, Cayman-Inseln: FIFA-Exekutivkomiteemitglied von 2012 bis 2015. Ebenfalls im Mai angeklagt, unter anderem wegen Geldwäsche und Überweisungsbetrug. Bekannte sich im November schuldig. War bis zu seiner Anklage CONCACAF-Chef, wurde im Mai vorläufig gesperrt. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 2,016 Millionen Dollar aus.

Marco Polo del Nero, Brasilien: FIFA-Exekutivkomiteemitglied von 2012 bis November 2015. Wurde von den US-Behörden im November angeklagt. Anklagepunkte sind unter anderem organisierte Kriminalität, Geldwäsche und Überweisungsbetrug. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 1,673 Millionen Dollar aus.

Eugenio Figueredo, Uruguay: FIFA-Exekutivkomiteemitglied von 2013 bis 2015. Im Mai in den USA unter anderem der Geldwäsche und des Überweisungsbetrugs angeklagt. Vorläufige Sperre ebenfalls im Mai. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 1,011 Millionen Dollar aus.

Luis Bedoya, Kolumbien: FIFA-Exekutivkomiteemitglied von 2014 bis November 2015. Bekannte sich im November der Verabredung zum Überweisungsbetrug und organisierter Kriminalität schuldig. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 518 000 Dollar aus.

Juan Angel Napout, Paraguay: FIFA-Exekutivkomiteemitglied seit 2015. Im November wegen Verabredung zur organisierten Kriminalität, Überweisungsbetrug und Geldwäsche angeklagt. War bis zur Festnahme am 3. Dezember CONMEBOL-Präsident. Die FIFA geht von einer Schadenshöhe von 340 000 Dollar aus.

Stand: 16.03.2016, 14:01 Uhr

Darstellung: