DFB bestätigt Dutt als neuen Sportdirektor
Neuer Abschnitt
Nachfolger von Matthias Sammer
DFB bestätigt Dutt als neuen Sportdirektor
Der Deutsche Fußball-Bund hat Robin Dutt als neuen Sportdirektor vorgestellt. Der ehemalige Trainer von Bayer Leverkusen wird Nachfolger von Matthias Sammer.
Neuer Abschnitt
Dutt nimmt die Arbeit am 1. August 2012 auf und erhält einen Vierjahresvertrag. Er wurde am Mittwoch (25.07.12) in Frankfurt am Main vorgestellt. "Beim DFB diese spannende Aufgabe übernehmen zu dürfen, hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Joachim Löw und allen anderen DFB-Trainern. Und ich empfinde es als unglaublich reizvolle Herausforderung, mit den größten Talenten unseres Landes den Fußball weiter voranzubringen", sagte Dutt. DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock führte aus, Dutt sei eine Persönlichkeit, die sich kontinuierlich entwickelt habe. "Wir sind froh, dass wir so schnell zu einer Einigung gekommen sind. Wir halten ihn für den absolut richtigen Kandidaten", meinte Sandrock.
Sammer hatte am 2. Juli überraschend seinen Job beim DFB vorzeitig aufgegeben und war als neuer Sportvorstand zum deutschen Rekordmeister Bayern München gewechselt. Dutt tritt nun ein schweres Erbe an, denn Sammer, der seit 2006 dieses Amt bekleidete, hatte nicht zuletzt wegen seiner großen Erfolge im Junioren-Bereich einen ausgezeichneten Ruf.
Zuletzt in Leverkusen entlassen
Dutt kommt mit der Hypothek eines zuletzt gescheiterten Bundesliga-Engagements zum DFB. Am 1. April war er bei Bayer 04 Leverkusen wegen Erfolglosigkeit vorzeitig entlassen worden. In den wenigen Monaten bei den Rheinländern hatte er keinen Draht zur Mannschaft gefunden, zudem durch teilweise merkwürdige Personalentscheidungen und diffuse Aussagen seinen guten Ruf selbst beschädigt. Nach seiner Demission hatte unter anderen Nationalspieler Andre Schürrle die Entlassung von Dutt als logische Konsequenz und "unumgänglich" bezeichnet, was kein gutes Licht auf den Fußballlehrer warf, der von 2007 bis 2011 als Trainer des SC Freiburg einen tadellosen Ruf erworben hatte.
Dutt setzte sich beim DFB am Ende offensichtlich gegen hochrangige Konkurrenz durch. DFB-Vizepräsident Dr. Hans-Dieter Drewitz hatte zuletzt noch FCK-Boss Stefan Kuntz zur Diskussion gestellt. Es gebe aber auch andere Namen, hatte er zu Wochenbeginn noch erklärt.
sid/dpa | Stand: 25.07.2012, 12:40