Klassiker in Bremen - Vorschau auf den 9. Spieltag

Bundesliga

Klassiker in Bremen - Vorschau auf den 9. Spieltag

Werder Bremen empfängt den alten Rivalen Bayern München, Schalke 04 hat die Hauptstadt zur Gast - das und vieles mehr gibt's am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

VfL Wolfsburg - 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)

Max Kruse ist mit einem Erfolgserlebnis aus der Länderspielpause zurückgekehrt, sein Siegtreffer für Deutschland gegen Georgien dürfte ihm Mut machen. Denn in der Bundesliga hat er für seinen neuen Klub Wolfsburg noch gar nicht getroffen. Der wendige Angreifer ist zwar wie erhofft eine zentrale Figur im VfL-Spiel, aber dass Wolfsburg als Tabellenneunter weit hinter den eigenen Ansprüchen liegt, muss sich auch Kruse ankreiden lassen.

FC Schalke 04 - Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr)

Herthas Fabian Lustenberger entschuldigt sich bei seinem Torhüter nach einem schlechten Zuspiel.

Herthas Fabian Lustenberger entschuldigt sich bei seinem Torhüter nach einem schlechten Zuspiel.

Tabellarisch dürfen wir an dieser Stelle vom Spitzenspiel des 9. Spieltags sprechen, der Tabellendritte empfängt den Vierten. Allerdings ist kein Offensivspektakel zu erwarten, Schalke hat erst zehn Treffer auf dem Konto, die Hertha elf und damit genauso wenige wie Schlusslicht VfB Stuttgart. Immerhin: Die Berliner haben am vergangenen Spieltag beim 3:0 gegen den HSV mehr als zwei Tore erzielt - zum ersten Mal unter Trainer Pal Dardai, im 23. Versuch.

Werder Bremen - Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

Robert Lewandowski und Thiago feiern den Treffer zum 2:0

Die Bayern sind mal wieder auf Rekordjagd. Neun Siege zu Saisonbeginn hat in der Bundesliga noch kein Team geschafft, der FCB hat nun in Bremen die Chance darauf. Es gibt wenig Argumente, die dagegensprechen. Werder hat zuletzt viermal in Folge verloren und dabei nur einen Treffer erzielt. Noch schlimmer ist die Bilanz der jüngsten fünf Spiele gegen die Bayern: null Punkte, 3:28 Tore. Ein Desaster.

Hamburger SV - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

Bayer Leverkusen - FC Augsburg: Tah (links  und Altintop fokussieren den Ball.

Leverkusens Tah und Altintop fokussieren den Ball.

Sam, Son, Öztunali, Calhanoglu - alles talentierte Spieler, die sich Bayer Leverkusen in den vergangenen Jahren vom HSV geholt hat. Der jüngste Einkauf heißt Jonathan Tah und hat die Leverkusener dem Vernehmen nach acht Millionen Euro gekostet. Die Investition hat sich vermutlich gelohnt, Tah hat alle acht Saisonspiele in der Innenverteidigung durchgespielt und dabei besonders zuletzt gegen Augsburg geglänzt - im zarten Alter von 19 Jahren, wohlgemerkt.

FC Augsburg - SV Darmstadt 98 (Samstag, 15.30 Uhr)

Marcel Heller

Marcel Heller

Wer hätte gedacht, dass Marcel Heller einmal der Leistungsträger einer Bundesligamannschaft wird? Im Alter von 29 Jahren blüht der Mittelfeldmann auf, hat vier der bisher zehn Darmstädter Tore erzielt und eines vorbereitet. Lediglich ein einziges Mal zuvor hat Heller mehr als drei Saisontore erzielt, das war 2006 bei den Sportfreunden Siegen in der 3. Liga. Zu seinen Frankfurter Bundesligazeiten war der Flügelspieler selten erste Wahl, traf in vier Saisons nur zwei Mal.

Eintracht Frankfurt - Bor. M'gladbach (Samstag, 18.30 Uhr)

Trainer Andre Schubert

Härtetest für André Schubert: Gladbachs so erfolgreicher Interimstrainer muss zwei Kreuzbandriss-Diagnosen verdauen (Nico Schulz und Patrick Herrmann) sowie den Außenbandriss von Granit Xhaka. Schulz ist nur Ergänzungsspieler, aber Herrmann und vor allem Xhaka, bei dem noch Hoffnungen auf einen Einsatz in Frankfurt bestehen, sind schwer zu ersetzen. Sollte Schubert auch diese Prüfung bestehen, wird es für die Entscheidungsträger im Klub immer schwieriger, dem 44-Jährigen keinen Cheftrainervertrag zu geben.

1. FC Köln - Hannover 96 (Sonntag, 15.30 Uhr)

FC-Trainer Peter Stöger und sein Team nach dem Sieg gegen Schalke

FC-Trainer Peter Stöger und sein Team nach dem Sieg gegen Schalke

FC-Trainer Peter Stöger hatte in der Vorbereitung auf das Spiel gegen Hannover erstmals in dieser Saison seinen kompletten Kader zur Verfügung - und der ist qualitativ besser besetzt als in den Vorjahren. Ein Beleg: Elf der 13 Saisontore haben Zugänge erzielt, Rückkehrer Simon Zoller eingerechnet. FC-Manager Jörg Schmadtke darf sich auf die Schulter klopfen - doch seine Einkäufe könnten dafür sorgen, dass Michael Frontzeck als Trainer bei Hannover noch mehr unter Druck gerät.

VfB Stuttgart - FC Ingolstadt 04 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Timo Werner verschickt Küsschen nach seinem Tor

Timo Werner verschickt Küsschen nach seinem Tor

Nur vier Punkte auf dem Konto, Tabellenletzter, die Leistungsträger Daniel Ginczek, Filip Kostic und Christian Gentner verletzt - der VfB ist derzeit nicht zu beneiden. In der Not soll die Jugend helfen, allen voran Timo Werner, der als Sturmspitze zuletzt gut drauf war. Allerdings lästerte Trainer Alexander Zorniger öffentlich über Werner, nachdem der in Sinsheim ein Tor überschwänglich mit Kusshänden gefeiert hatte und anschließend die Chance auf den Siegtreffer vergab. Zorniger äffte Werners Luftküsschen an der Seitenlinie nach - und kassierte dafür jüngst auf der Mitgliederversammlung selbst Kritik. Ein Sieg täte dem VfB gut, aber Ingolstadt ist schwer zu knacken.

red | Stand: 16.10.2015, 21:52

Bundesliga | Tabelle

Rang Team S P
1. Bayern München 1 3
2. 1. FC Köln 1 3
2. VfL Wolfsburg 1 3
4. Bor. Dortmund 1 3
5. Eintr. Frankfurt 1 3
  ...    
16. FC Augsburg 1 0
16. SV Darmstadt 98 1 0
18. Werder Bremen 1 0
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