Barcelona als Gradmesser für Vettel und Co.

Vettel auf dem Kurs von Bahrain

Vor dem Großen Preis von Spanien

Barcelona als Gradmesser für Vettel und Co.

Den Kurs beim Großen Preis von Spanien kennen die Formel-1-Piloten wie ihre Westentasche. Doch nach dem starken Saisonauftakt von Sebastian Vettel tut sich die Konkurrenz mit Kampfansagen schwer.

In der Vergangenheit ist Fernando Alonso vor seinem Heim-Grand-Prix auch schon mal forscher aufgetreten. Doch angesichts von bereits 30 Punkten Rückstand auf Titelverteidiger Sebastian Vettel vor dem Großen Preis von Spanien am Sonntag (12.05.13) in Barcelona schlägt Alonso eher leiserer Töne an. Kampfansagen gibt es nicht, eher Allgemeinplätze. Er sei "gut vorbereitet" für die "wichtigen Rennen" in Barcelona und Monaco Ende Mai lauten die Aussagen des 31-Jährigen.

Auch Kimi Räikkönen, nach überraschend gutem Start mit Lotus in der WM-Wertung Zweiter hinter Vettel, zollt Vettel Respekt: "Es wird hart, Sebastian einzuholen, wenn er weiter so gute Resultate erzielt." Anders als Ferrari, das nach Strategiefehler und technischen Problemen noch nicht seinen höchsten Level erreicht hat, arbeitet Lotus bereits am oberen Limit. "Wenn wir die Spitze angreifen wollen, müssen wir doppelt so hart arbeiten wie die Teams vor uns", sagt Räikkönen. Der Finne muss dabei allerdings auf seinen umworbenen Technikchef verzichten. Wie Lotus am Mittwoch mitteilte, ersetzt Nick Chester ab sofort James Allison, der mit Ferrari in Verbindung gebracht wird.

Hauptteststrecke Barcelona

Auch in Barcelona zählt Lotus nicht automatisch zu den Favoriten. Der erste Grand Prix in diesem Jahr in Europa wird allerdings für alle Teams der Gradmesser für den weiteren Verlauf der Saison. Den Circuit de Catalunya kennen Fahrer und Teams wie ihre Westentasche. Auf keiner Rennstrecke wird seit Jahren so häufig getestet.

Deshalb gilt das Ergebnis auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs mit 16 Kurven als Fingerzeig für die weiteren Rennen. Wer beim Großen Preis von Spanien um den Sieg mitfährt, hat auch bei anderen WM-Läufen und im Titelrennen in der Regel gute Chancen. "Ein Auto, das in Barcelona aerodynamisch gut funktioniert, läuft überall", fasst Vettel zusammen.

Tückische Winde

Der Kurs von den Toren Barcelonas hat allerdings auch seine Tücken. "Der oft die Richtung wechselnde Wind kann einen unangenehm überraschen. Besonders in Kurve 1", weiß Vettel. Der dreimalige Weltmeister hat einmal auf dem Circuit de Catalunya gewonnen. Das war im Jahr 2011. Seit 2006 hat kein Formel-1-Fahrer den Großen Preis von Spanien noch einmal gewonnen.

Von den aktuellen Piloten siegte lediglich Kimi Räikkönen zweimal und deshalb gibt es dann doch ein bisschen Optimismus. "Ich habe schon zweimal in Barcelona gewonnen. Letztes Jahr kam ich aufs Podium. Deshalb freue ich mich besonders", sagt Räikkönen, "Es ist wichtig, aus den ersten beiden Reihen zu starten, damit wir um Siege kämpfen können."

dpa; sid; red | Stand: 09.05.2013, 11:24

Formel 1 | Fahrer-WM

Name P
1. Nico Rosberg 79
2. Lewis Hamilton 75
3. Fernando Alonso 41
4. Nico Hülkenberg 36
5. Sebastian Vettel 33
  ...  
12. Kimi Räikkönen 11
13. Jean-Eric Vergne 4
14. Daniil Kwjat 4

Formel 1 | Konstrukteurs-WM

Team P
1. Mercedes 154
2. Red Bull 57
3. Force India 54
  ...  
4. Ferrari 52
5. McLaren 43
6. Williams 36
7. Toro Rosso 8
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