Button siegt nach spektakulärem Massenunfall
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Großer Preis von Belgien
Button siegt nach spektakulärem Massenunfall
Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ist beim Großen Preis von Belgien mit einer starken Aufholjagd noch auf Rang zwei gefahren.
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Vor dem Red-Bull-Piloten kam am Sonntag in Spa-Francorchamps nur der britische Sieger Jenson Button im McLaren ins Ziel. Lotus-Fahrer Kimi Räikkönen aus Finnland wurde Dritter. Der zweimalige Weltmeister Vettel machte damit nach der fünfwöchigen Sommerpause im Titelrennen gewaltig an Boden gut auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso. Der Spanier schied am Sonntag nach einem schweren Unfall in Spa-Francorchamps direkt nach dem Start aus. "Ich bin sehr glücklich mit dem zweiten Platz, so kann es weitergehen."
Jubilar Michael Schumacher holte in seinem 300. Grand Prix in seinem "Wohnzimmer" in den Ardennen als Siebter wie erhofft Punkte. Für Furore sorgte aus deutscher Sicht neben Vettel aber Nico Hülkenberg: Der Force-India-Pilot feierte in dem verrückten Rennen als Vierter sein bestes Resultat.
Horror-Crash noch vor der ersten Kurve
Das Rennen begann mit einem Horror-Crash: Romain Grosjean krachte nach einer sinnlosen Attacke kurz nach dem Start in Lewis Hamilton. Danach flog der französische Lotus-Pilot über Alonsos Ferrari und auch der Brite Hamilton hob in seinem McLaren vom Boden ab. Alonso wurde gedreht und blieb im Kiesbett erst einmal geschockt im Cockpit sitzen, ehe ihm Streckenposten aus dem Wrack halfen. Der Formel-1-Arzt war zu ersten Untersuchungen gleich zur Stelle. Das Safety Car neutralisierte das Rennen drei Runden lang.
Nach ersten Informationen überstand der Spanier den Unfall unverletzt. Für den WM-Spitzenreiter bedeutete dieser unverschuldete K.o. aber den erste Nuller nach zuletzt 23 Grand Prix in den Punkten und einen herben Rückschlag im Titelrennen. Hamilton, der das letzte Rennen vor der Sommerpause in Ungarn gewonnen hatte, musste seinen völlig lädierten McLaren ebenfalls frustriert abstellen. Auch der als Vierter gestartet Mexikaner Sergio Perez wurde im Sauber unschuldiges Opfer des spektakulären Unfalls.
Deutsche schaffen Widergutmachung für das verpatzte Qualifying
Die Deutschen dagegen trumpften nach ihrem blamablen Abschneiden in der Qualifikation am Samstag im Rennen groß auf. Vor allem Vettel kämpfte sich mit knallharten, aber fairen Überholmanövern Platz um Platz nach vorne. Bis zu seinem ersten Reifenwechsel in der 22. von 44 Runden schob sich Vettel sensationell auf Rang zwei vor. Auch Michael Schumacher zählte auf dem 7.004 Kilometer langen Traditionskurs zu den Profiteuren des Anfangschaos. Der von Position 13 ins Rennen gegangene Jubilar wurde schließlich Siebter. Allerdings kündigten die Rennkommissare an, eine unfaire Aktion des Rekordweltmeisters im Duell mit Vettel noch überprüfen zu wollen.
Ganz großer Gewinner war jedoch Hülkenberg. Der Force-India-Pilot aus Emmerich stieg in dem verrückten Rennen bis zu seinem ersten Boxenstopp in der 14. Runde vorübergehend als Zweiter sogar zum ersten Button-Verfolger auf. Nico Rosberg belegte noch den elften Platz. Der Mercedes-Pilot hatte nach einem verkorksten Qualifying und einer Rückversetzung um fünf Startpositionen wegen eines Getriebewechsels als Vorletzter losfahren müssen. Timo Glock wurde im Marussia-Virgin 15.
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Der Große Preis von Belgien: ein Rennen, zwei Sieger
Streng genommen gibt es zwei Gewinner beim traditionsreichen Großen Preis von Belgien in Spa: Jenson Button und Sebastian Vettel.
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Vettel macht Boden gut in der Gesamtwertung
Jenson Button verteidigte seine erste Pole-Position mit McLaren problemlos. Der Ex-Champion konnte auch nach der Safety-Car-Phase in seinem 50. Rennen mit dem britischen Traditionsteam die Spitzen halten. Button fuhr ein einsames Rennen und gewann nach insgesamt 308,052 Kilometer in 1:29:08,530 Stunden. Vettel lag 13,624 Sekunden zurück. "Das ist ein ganz besonderer Sieg. Das ist ein Kurs mit soviel Geschichte und es ist wunderbar, ein Teil davon zu sein", sagte der 32-Jährige.
Nach zwölf von 20 Grand Prix verteidigt Alonso die WM-Führung mit 164 Punkten. Titelverteidiger Vettel (140) verkürzte seinen Rückstand auf 24 Zähler. Er schob sich zugleich an seinem australischen Teamkollegen Mark Webber (132), der in Belgien Sechster wurde, auf Gesamtplatz zwei vorbei.
dpa/stei | Stand: 02.09.2012, 13:17