Hamilton siegt im Chaos von Singapur

Lewis Hamilton beim Rennen in Singapur

Großer Preis der Formel 1

Hamilton siegt im Chaos von Singapur

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat in Singapur gewonnen und seine Führung in der Gesamtwertung der Formel 1 ausgebaut. Ferrari erlebte nach einem spektakulären Start-Crash einen schwarzen Tag.

Der Brite, der nach dem Qualifying nur Fünfter war und nach Aussagen von Motorsportchef Toto Wolff "nur Schadensbegrenzung betreiben" sollte, siegte am Sonntag (17.09.2017) vor Daniel Ricciardo im Red Bull und seinem Teamkollegen Valtteri Bottas. Der Engländer feierte damit seinen siebten Saisonsieg und den 60. seiner Karriere. Nach 14 von 20 Saisonrennen führt Hamilton in der WM-Wertung mit 28 Zählern Vorsprung.

Hamilton jubelte anschließend auf dem Podium: "Mein Team hat mit Platz eins und drei einen Super-Job gemacht, und das nach den Problemen im Qualifying. Ich könnte nicht glücklicher sein. Aber ich habe natürlich auch von dem Unfall profitiert, ich hatte eigentlich mit einem Zweikampf gegen Sebastian Vettel gerechnet."

Vettel scheidet nach Kollision früh aus

Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel kollidieren

Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel kollidieren.

Für Hamiltons ärgsten Verfolger Vettel war das Rennen jedoch früh beendet. Noch vor der ersten Kurve kam es zum Zusammenstoß zwischen dem deutschen Pole-Setter und seinem Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen, auch Red-Bull-Pilot Max Verstappen war involviert.

"Ich wollte die Linie gegenüber Max zumachen", erklärte Vettel hinterher sein Manöver gegen den klar schnelleren Niederländer. Der krachte daraufhin in Räikkönen hinein und wurde abgeräumt. Vettel fuhr noch einige hundert Meter weiter, drehte sich dann aber mit seinem stark beschädigten Auto und verlor an der Seitenmauer die Nase seines Ferrari - das Aus. Vettel geknickt: "Heute wäre so viel mehr drin gewesen, aber was sollen wir machen, der Kampf um die WM geht weiter."

F1 in Singapur: Vettel scheidet aus, Hamilton fehlerlos

Sportschau | 17.09.2017 | 00:58 Min.

Verstappen war fassungslos, nachdem er zum siebten Mal in dieser Saison ein Rennen nicht zu Ende fahren konnte: "Man hat mir einfach keinen Platz gelassen, ich war klar schneller unterwegs. So darf man nicht fahren, wenn man um die Weltmeisterschaft kämpft." Auch Fernando Alonso bekam in seinem McLaren einiges ab, nachdem er mit einem Super-Start bis auf Rang drei nach vorn gefahren war. Kurz nach dem Massenunfall musste aber auch der Spanier sein Auto in die Garage fahren.

Hülkenberg vergibt große Chance

Ganz bitter lief das Rennen auch für Nico Hülkenberg. Der Emmericher profitierte zunächst von dem Riesenchaos nach dem Start und lag in der ersten Safety-Car-Phase auf dem dritten Platz. Das erste Podium seiner Karriere winkte, doch durch eine viel zu defensive Reifenstrategie bei zunächst regennasser und dann abtrocknenden Strecke ging er am Ende leer aus. Als Hülkenberg dann auch noch mit einem technischen Defekt ausschied, war er bereits von Rang drei auf zehn zurückgeworfen worden.

Pascal Wehrlein beendete das Rennen abgeschlagen und zweifach überrundet als Letzter. Dadurch, dass vor ihm aber gleich acht Autos ausgefallen waren, bedeutete dies immerhin den zwölften Platz.

ch | Stand: 17.09.2017, 16:42

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