Alonso startet von der Pole vor Vettel

Fernando Alonso

Qualifying zum Großen Preis von Deutschland

Alonso startet von der Pole vor Vettel

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und Rekordchampion Michael Schumacher gehen hinter Fernanso Alonso als Zweiter und Dritter ins Heimrennen auf dem Hockenheimring am Sonntag (22.07.12).

Der Ferrari-Pilot Alonso verwies Vettel um 0,405 Sekunden auf den zweiten Rang. Dritter wurde Vettels Teamkollege Mark Webber; der Australier wird wegen eines Getriebewechsels aber fünf Plätze zurückgestuft. Davon profitierte Michael Schumacher. Der Mercedes-Pilot klettert als Qualifikationsvierter einen Platz nach vorn. Nico Hülkenberg als Vierter komplettierte das hervorragende deutsche Ergebnis im Regen-Qualifying.

Schumacher, der wie Alonso vor der letzten Qualifikationsrunde einen Abbruch forderte, darf vom Sieg träumen, es wäre der zehnte Erfolg in Deutschland. "Ich denke, wir werden ein großes Wort vorne mitreden", meinte der Rekordweltmeister. Vettel sagte: "Alles ist drin. Wir hätten die Geschwindigkeit gehabt, die Pole zu holen. Es ist aber ein bisschen Lotterie bei diesen Bedingungen mit Aquaplaning."

Das Qualifying zum GP von Deutschland

Das Qualifying in Hockenheim zum Großen Preis von Deutschland in Bildern.

Paul di Resta im Qualifying

Heim-Grand-Prix für die fünf deutschen Fahrer in Hockenheim. Viele Piloten versuchen gleich zu Beginn der ersten Qualifying-Phase eine gute Zeit im Trockenen aufzustellen.

Heim-Grand-Prix für die fünf deutschen Fahrer in Hockenheim. Viele Piloten versuchen gleich zu Beginn der ersten Qualifying-Phase eine gute Zeit im Trockenen aufzustellen.

Noch ist die Piste trocken, doch es sieht schwer nach Regen aus: Der Himmel und die Rennstrecke haben die gleiche Farbe.

Die zweite Hälfte des Qualifyings wird schließlich vom Regen beherrscht.

Michael Schumacher gibt über Funk durch: "Die Strecke ist voller Aquaplaning. Geht zu Charlie und sagt ihm, dass es zu gefährlich ist."

Die schwierigen Bedingungen auf der Strecke zwingen viele Fahrer ins Kiesbett. Das Qualifying wird jedoch nicht abgebrochen.

Für Michael Schumacher reicht es am Ende nicht für die Top 3, obwohl er sehr schnell unterwegs ist.

Die Ferrari-Piloten Felipe Massa und Fernando Alonso behindern sich gegenseitig in der ersten Phase des Qualifyings. Für Massa reicht es daher nur für Platz 14.

Alonso hat mehr Glück und schafft es auf die Pole Position. Besonders groß ist die Freude für Sebastian Vettel, der es als Deutscher beim Heim-Grand-Prix auf den zweiten Startplatz schafft. Mark Webber startet von Platz 3.

Desaster für Rosberg

Zum Desaster wurde das Qualifying für Nico Rosberg. Der Shanghai-Sieger und WM-Sechste muss nach einer verpatzten zweiten Runde und dergleichen Strafe wie Webber neben Timo Glock aus der elften und vorletzten Startreihe ins Rennen.

Für Schumacher, der zu Beginn nur um fünf Hundertstelsekunden einem Aus in Q1 entgangen war, war sogar noch mehr drin. "Es war clever von Fernando, am Schluss die frischen Reifen rauszuholen. Da hätten wir vielleicht auch dran denken können", meinte der 43-Jährige: "Aber das ist natürlich eine richtig gute Ausgangsposition." Noch vor dem Start von Q3 hatte Schumacher wie auch Alonso über Funk gefordert: "Die Strecke ist voller Aquaplaning. Geht zu Charlie (Renndirektor Charlie Whiting, d. Red.) und sagt ihm, dass es zu gefährlich ist." Zu diesem Zeitpunkt stand Rosberg bereits frustriert in der Box. "Am Freitag waren wir richtig gut im Nassen. Aber als ich dann raus bin, waren nur noch zwei Minuten Zeit", meinte der gebürtige Wiesbadener: "Wir waren auf trocken abgestimmt, man muss ja ans Rennen denken." Für Sonntag ist in Hockenheim Sonnenschein gemeldet, nachdem nicht nur Alosnso am Samstag von einem "bisher völlig verrückten Wochenende" sprach.

Donnergrollen in der Pause

Sebastian Vettel (re.), Michael Schumacher

Hülkenberg wäre im Gegensatz zu Vettel und Schumacher schon froh, wenn er seine Position verteidigen könnte. "Um uns herum stehen Autos, die im Trockenen eigentlich schneller sein sollten als wir", meinte er realistisch: "Es wird nicht einfach, aber ich will natürlich das bestmögliche Resultat rausholen." In der ersten Qualifikationsrunde war es noch trocken geblieben. Ein Donnergrollen in der Pause kündigte jedoch schon den starken Regen an, mit dem Fahrer schließlich in Q2 zu kämpfen hatten. Die Sicht wurde immer schlechter, die Bordkamera zeigte wie Alonso seinen Teamkollegen Felipe Massa so spät sah, dass er ihm beinahe ins Heck geknallt wäre.

Schumacher musste schon um den Einzug in die Qualifikationsrunde bangen. "Michael, wir brauchen diese Runde", rief ihm Renneingenieur Peter Bonnington via Funk zu. Der siebenmalige Weltmeister rettete sich Sekunden vor Ende und drehte anschließend auf.

sid/dpa | Stand: 21.07.2012, 16:02

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