Hamilton auch in Austin von der Pole

Lewis Hamilton in Austin

Qualifying in Austin

Hamilton auch in Austin von der Pole

Lewis Hamilton hat sich die Pole Position beim Grand Prix der USA geholt. Sebastian Vettel wurde gerade noch Zweiter.

Vettels Rückstand im Qualifying betrug 0,239 Sekunden, es hätte aber deutlich schlimmer kommen können, denn nur ein starker Ritt am Ende sicherte dem Deutschen die erste Startreihe. Hamilton kann auf die vorzeitige WM-Entscheidung in Austin hoffen, in der Gesamtwertung liegt der Brite bereits 59 Punkte vorne. Als Dritter startet der Finne Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil ins viertletzte Saisonrennen. "Lewis ist tolle Runden gefahren. Ich habe mich am Anfang etwas schwer getan, am Ende bin ich glücklich", sagte Vettel. Hamilton meinte: "Ich liebe diese Strecke, aber es wird ein harter Kampf."

Für Vettel hatte das viertletzte Grand-Prix-Wochenende der Saison einmal mehr mit Sorgen begonnen. Nach dem Freitagstraining sah sich Ferrari gezwungen, das Chassis des Deutschen zu wechseln. Vettel hatte zuvor über ein ungewöhnliches Gefühl im Cockpit geklagt und sich in der zweiten Übungseinheit ins Kiesbett gedreht. Die Rennkommissare erlaubten den Tausch und erteilten Vettel nach einer erneuten technischen Überprüfung des Autos die Startfreigabe.

Startplatzstrafen für gleich vier Fahrer

Der Silberpfeil-Star dominierte vom ersten Kilometer an in Texas. In allen drei Übungseinheiten war Hamilton der Schnellste, auch in der Qualifikation drehte er in jedem Durchgang die beste Runde. Damit holte er sich im 17. Saisonrennen bereits zum elften Mal die Pole Position. Gegen Hamiltons Stärke in der Qualifikation fehlten der Konkurrenz einmal mehr die Mittel.

Schon vorher war klar gewesen, dass sich gleich vier Fahrer wegen des unerlaubten Wechsels von Motorenteilen Startplatzstrafen einhandeln würden. Neben Red-Bull-Jüngling Max Verstappen, McLaren-Fahrer Stoffel Vandoorne und Toro-Rosso-Debütant Brendon Hartley muss auch Nico Hülkenberg seinen Renault zu Beginn des Rennens weit hinten parken. Davon wiederum profitiert Landsmann Pascal Wehrlein, der im Sauber als 19. der Qualifikation nach vorn rücken wird.

Vettel sollte mindestens Fünfter werden

Vettel dürfte der erneute Technik-Ärger an die verpatzten Asienwochen erinnert haben, die ihn wohl seine Titelchance kosteten. Nach seinem Startunfall von Singapur hatten ihn ein Motorendefekt in Malaysia und eine kaputte Zündkerze in Japan weit hinter Hamilton zurückgeworfen. "Es gibt Gründe für diese Probleme, wir müssen einiges besser machen", mahnte Vettel in Austin.

Immerhin kam der 30-Jährige nach dem Chassiswechsel auf Touren und weckte die Hoffnung, die WM-Entscheidung zumindest noch einmal vertagen zu können. Sollte Hamilton zum fünften Mal auf dem Circuit of the Americas gewinnen, muss Vettel mindestens Fünfter werden, sonst ist der Titel auch rechnerisch an den Briten vergeben.

red/sid/dpa | Stand: 22.10.2017, 07:00

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