Vettel zweimal schneller als Alonso

Sebastian Vettel scheint für den Showdown in Brasilien gerüstet - beim Freien Training in Interlagos war Vettel in beiden Einheiten schneller als sein WM-Rivale Fernando Alonso - und zwar deutlich.

Sebastian Vettel

Vettel war am Freitag (23.11.12) bei beiden Trainingsfahrtem um mehr als 2,5 Zehntelsekunden schneller als Alonso.

Vettel war am Freitag (23.11.12) bei beiden Trainingsfahrtem um mehr als 2,5 Zehntelsekunden schneller als Alonso.

Damit untermauerte Vettel, der sich jeweils nur Lewis Hamilton geschlagen geben musste, dass ihm sein 13-Punkte-Vorsprung im letzten Rennen am Sonntag unter normalen Umständen kaum zu nehmen sein wird.

Allerdings liegt die Regenwahrscheinlichkeit sowohl für das Qualifying als auch für das Rennen am Sonntag bei 80 Prozent. Alonso sieht dies als seine Chance, twitterte schon vor Tagen: "Warten auf den Regen!" Auch Vettel rechnet fest mit Regen. "In den letzten Tagen war es brütend heiß. Das staut sich irgendwann an, und dann schüttet es", sagte er.

Deshalb wollte der Titelverteidiger das Ergebnis vom Freitag auch nicht überbewerten. "Es war für alle schwierig, es war rutschig, die Temperaturen waren hoch, deshalb kann man noch nicht genau sagen, wo wir stehen", meinte er: "Das Wichtige war, dass wir das Auto verbessern konnten."

Michael Schumacher schürte derweil als Tagessiebter Hoffnungen auf ein würdiges Karriereende.

Teamkollege Nico Rosberg folgte auf Rang acht, Nico Hülkenberg im Force India auf Platz zwölf und Marussia-Pilot Timo Glock auf Position 22.

Da die Temperaturen am Mittag kräftig gestiegen waren und der Asphalt auf bis zu 50 Grad aufgehitzt war, verbesserten sich bei den schwierigen Bedingungen für die Reifen nur sieben Piloten gegenüber der Morgensession, darunter Hamilton, Schumacher und Rosberg.

Seine zwischenzeitlich eingestellte Twitter-Leidenschaft hat Alonso zwei Tage vor dem letzten Saisonrennen aber wiederentdeckt. "Wir können nicht umkehren. Wir kämpfen lieber, als dass wir die Ehre verlieren, weil wir es nicht getan haben", teilte der Spanier seinen knapp 1,3 Millionen Followern mit.

Derweil scheint Hamilton der Abschied nach 14 Jahren bei McLaren schwer zu Herzen zu gehen. Der Weltmeister von 2008 brach während eines TV-Interviews mit der BBC in Tränen aus. Mitten im Gespräch versagte plötzlich seine Stimme. "Ich wollte doch nicht vor der Kamera weinen", schluchzte der 27-Jährige, der in der kommenden Saison für Mercedes fahren wird: "Aber das wird ein sehr hartes Wochenende. Ich will mich unbedingt mit einem Sieg verabschieden."

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