Vettel holt Pole Position in Budapest

Sebastian Vettel

Großer Preis von Ungarn

Vettel holt Pole Position in Budapest

Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von Ungarn von der Pole Position. In einer spannenden Qualifikation verwies er seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen auf Startplatz zwei.

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton musste sich mit Rang vier vor dem letzten Rennen vor der Sommerpause am Sonntag (30.07.2017/14 Uhr) hinter seinem Stallrivalen Valtteri Bottas begnügen und verpasste vorerst die Einstellung von Michael Schumachers Rekord von 68 Pole Positions.

Vettel: "Hauptjob kommt noch"

"Das Auto war einfach großartig, wir haben einen großen Schritt nach vorn gebracht", sagte Vettel: "Die erste Reihe in rot zu haben, ist unglaublich. Das letzte Rennen lief nicht so toll für uns. Wir sind sehr zufrieden, aber der Hauptjob kommt erst morgen."

Vettel startet in Budapest von der Pole Position

Sportschau | 29.07.2017 | 00:37 Min.

In der Gesamtwertung liegt Vettel vor dem elften der 20 Saisonrennen nur einen Punkt vor Hamilton. Dritter mit 23 Zählern Rückstand ist der Finne Bottas.

Hamilton mit Problemen

Dabei war Hamilton eigentlich als Favorit nach Ungarn gereist. Mit fünf Erfolgen ist er Rekordsieger auf dem Hungaroring, er zeigte zuletzt klar aufsteigende Form. Zudem war Mercedes im Qualifying in den vergangenen zwei Monaten wieder stärker und hatte auch seine Probleme in den Rennen weitgehend im Griff. Vieles sprach also dafür, dass Mercedes in Ungarn die Wende im Titelkampf einleiten wird.

Doch auf der kurvigen Strecke vor den Toren Budapests, auf der die Motorenpower weniger wichtig ist als anderswo, zeigte Ferrari schon in den freien Trainings endlich wieder die Stärken seines Autos.

Erst im Qualifying bekam Hamilton seinen Wagen besser in den Griff, im Q2 gelang ihm gar die Bestzeit. Im alles entscheidenden dritten Abschnitt klagte er allerdings weiterhin über Vibrationen in seinem Auto und leistete sich auf einer schnellen Runde zudem einen Ausritt.

Hülkenberg Siebter

Nico Hülkenberg gelang im Renault die siebtbeste Zeit, der Emmericher wird wegen eines unerlaubten Getriebewechsels allerdings auf den 12. Startplatz zurückversetzt. "Das Getriebe hätte das Wochenende nicht durchgehalten, deswegen mussten wir austauschen. Ausgerechnet hier ist das natürlich ein großer Nachteil", sagte Hülkenberg bei RTL. Pascal Wehrlein (Worndorf) startet im Sauber vom 18. Rang.

Einige Aufregung hatte es am Samstag um den Brasilianer Felipe Massa gegeben, der nicht am Grand Prix teilnehmen wird. Der Williams-Pilot klagte immer wieder über Unwohlsein und wird nun durch Ersatzmann Paul di Resta ersetzt, der im Qualifying den 19. Platz belegte. Der Schotte war in der Formel 1 zuletzt 2013 für Force India angetreten. Damit hat di Resta noch kein Auto der neuen Hybrid-Ära im Wettbewerb gesteuert, den Boliden der 2017er-Generation kennt der 31-Jährige lediglich aus dem Simulator. "Er ist ein erfahrener Pilot, wir trauen ihm das zu", sagte die stellvertretende Teamchefin Claire Williams.

Drei Plätze Strafversetzung gegen Kwjat

Daniil Kwjat kommt einer Rennsperre immer näher. In Ungarn erhielt der Toro-Rosso-Pilot einen weiteren Strafpunkt für sein Sündenregister, weil er den Williams-Piloten Lance Stroll behindert hatte. Damit hat Kwjat innerhalb eines Jahres nun bereits zehn Strafpunkte gesammelt, bei zwölf Zählern wird eine automatische Sperre von einem Rennen verhängt.

Zudem muss Kwjat wegen des unerlaubten Manövers am Sonntag auf dem Hungaroring drei Startplätze nach hinten rücken. In der Qualifikation war er auf Rang 13 gefahren.

sid | Stand: 29.07.2017, 15:12

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