Suzuka - Viel Regen und eine umstrittene Personalie

Lewis Hamilton im Regen von Suzuka

Formel 1 in Japan

Suzuka - Viel Regen und eine umstrittene Personalie

Viel Regen und eine umstrittene Personalie begleiteten das freie Training zum Formel 1-Rennen in Japan. Und: Robert Kubica ist zurück.

Sebastian Vettel fuhr am Freitag (06.20.2017) im ersten freien Training zum Großen Preis von Japan die Bestzeit und distanzierte WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton dabei relativ deutlich. In 1:29,166 Minuten lag Vettel mehr als zwei Zehntelsekunden vor dem britischen Mercedes-Piloten. Es blieb die Tagesbestzeit, weil heftiger Dauerregen am Nachmittag die zweite Session fast unbrauchbar machte. Lediglich fünf Piloten gingen für wenige Runde auf die Strecke, aussagekräftige Zeiten wurden dabei nicht erzielt. Schnellster war Lewis Hamilton.

Für das Qualifying am Samstag ist weiterer Regen nicht unwahrscheinlich, am Rennsonntag sollen die Temperaturen bei viel Sonnenschein dann aber deutlich steigen.

Umstritten: Budkowski heuert bei Renault an

Aufregung gab es am Rande des Trainings um eine Personalie: Das Renault-Werksteam hat trotz heftiger Kritik der Konkurrenz die Verpflichtung des früheren Formel-1-Technikdirektors Marcin Budkowski perfekt gemacht und damit für einen Streitfall in der Königsklasse gesorgt. Der 40-Jährige wird am Sitz des Teams von Nico Hülkenberg (Emmerich) im englischen Enstone künftig hauptverantwortlich für die Entwicklung und Produktion des Chassis sein. Problematisch ist dies, weil Budkowski bis zum vergangenen Monat für den Weltverband FIA die Technikfragen in der Formel 1 überblickte und damit detailgenaues Wissen über bisherige und künftige Pläne der verschiedenen Teams hat. Trotz seiner Position als Geheimnisträger gilt für Budkowski nach seinem Rücktritt bei der FIA lediglich eine dreimonatige Sperre, bevor er sich innerhalb der Formel 1 einem neuen Arbeitgeber anschließen darf.

Williams testet mit Kubica und di Resta

Auf eine Rückkehr in die Königsklasse darf Robert Kubica hoffen. Er wird in den kommenden Wochen Testfahrten mit dem Traditionsrennstall Williams absolvieren. Das bestätigte Williams-Technikchef Paddy Lowe. Auch der aktuelle Testfahrer Paul di Resta werde wie bereits von englischen Medien berichtet an den Fahrten teilnehmen. "Wir werden diese beiden Fahrer testen", sagte Lowe: "Das heißt allerdings nicht, dass die beiden die einzigen Piloten sind, mit denen wir uns befassen."

sid/dpa | Stand: 05.10.2017, 11:29

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