Ecclestone rückt vom neuen Quali-Modus nicht ab

Bernie Ecclestone

Nächster Akt im Formel-1-Qualifikationstheater

Ecclestone rückt vom neuen Quali-Modus nicht ab

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone zündet die nächste Eskalationsstufe im Streit um den Qualifikations-Modus in der Formel 1: Er lässt eine Rückkehr zum alten Modell vorerst nicht zu. Die Fahrer hatten zuvor heftige Kritik geübt.

Die angekündigte Rückkehr zum alten Qualifikationsmodus in der Formel 1 wird noch nicht zum kommenden Grand Prix in Bahrain umgesetzt. Das gab Chefvermarkter Bernie Ecclestone am Donnerstag (24.03.16) nach einer Sitzung der Formel-1-Kommission bekannt. "Sie werden meinem Vorschlag folgen", sagte Ecclestone dem Magazin autosport und kündigte an, dass der Modus so wie beim Saisonstart in Australien sein werde. Die Piloten rund um die ehemaligen Weltmeister Sebastian Vettel und Jenson Button hatten zuvor scharfe Kritik am Führungsstil der Formel-1-Verantwortlichen geübt.

Bestandsaufnahme erst nach Bahrain

Erst nach dem Rennen am 3. April solle endgültig über Änderungen entschieden werden. Nach dem ersten Saisonrennen am Wochenende hatte es verheerende Kritik an dem neuen Modus gegeben, auch von Ecclestone. Zuvor verteidigte Ecclestone in einem Interview der Gazzetta dello Sport den Modus, der mit dem Ausscheiden des langsamsten Fahrers nach einer gewissen Zeit für mehr Spannung sorgen sollte. "Neue Dinge müssen ausprobiert werden", forderte er. "Es soll die Dinge in Bewegung bringen, um zu verhindern, dass das Ergebnis schon vorher feststeht."

Monza soll im Rennkalender bleiben

Nach der missglückten Premiere in Melbourne hatten sich Teamchefs und Teammanager eigentlich darauf verständigt, schon beim nächsten Rennen in Bahrain zum alten Format zurückzukehren. Ecclestone dementierte zudem das von italienischen Medien bereits vermeldete Aus für die Traditionsrennstrecke in Monza. "Ich denke, dass dort weiterhin ein Großer Preis stattfinden wird", sagte der Formel-1-Chef. Die Verhandlungen mit den Italienern liefen noch. "Am Ende werden wir eine positive Lösung finden, da bin ich sicher."

sid/red | Stand: 24.03.2016, 19:17

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