Reifendebatte - Formel-1-Piloten drohen mit Boykott

Inspektion vor dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone

Vor dem Rennen auf dem Nürburgring

Reifendebatte - Formel-1-Piloten drohen mit Boykott

Nach den Reifenplatzern in Silverstone hat die Fahrergewerkschaft der Formel 1 (GPDA) offiziell mit ihrem Rückzug vom Großen Preis von Deutschland (Sonntag, 14 Uhr) gedroht. Die FIA hat nun Anweisungen für den Umgang mit den Reifen erteilt.

"Wenn ähnliche Probleme während des deutschen Grand Prix auftreten, werden wir uns augenblicklich von diesem Event zurückziehen, da dieses vermeidbare Problem erneut das Leben von Fahrern, Streckenposten und Fans gefährden würde", hieß in einem offiziellen Statement der GPDA am Donnerstagabend (04.07.13).

"Wir möchten unsere tiefsten Sorgen über die Ereignisse in Silverstone ausdrücken", schrieben die Fahrer. Man vertraue allerdings darauf, dass die Veränderungen nach Silverstone die gewünschten Ergebnisse hätten, damit das Rennen am Nürburgring von ähnlichen Vorfällen verschont bleibe.

In Silverstone war alleine im Rennen an vier Autos der linke Hinterreifen geplatzt. Pirelli wird in der Eifel daher überarbeitete Hinterreifen mit Kevlar- statt mit Stahl-Gürtel einsetzen. Für den Großen Preis von Ungarn am 28. Juli kündigte Pirelli zudem den Einsatz von neuen Reifen an.

FIA-Order an Teams im Reifenstreit - auf Bitten von Pirelli

Auf Bitten von Hersteller Pirelli hat der Automobilweltverband FIA klare Anweisungen an die Teams im Umgang mit den Formel-1-Reifen beim Deutschland-Rennen erteilt. Die FIA gab am Freitag vor dem ersten Freien Training die zulässigen Luftdruckwerte bekannt. Zudem wurden der maximale Winkel für den sogenannten Radsturz festgelegt und der Tausch von linken und rechten Hinterrädern strikt untersagt.

Verstöße gegen diese Faktoren hatten nach eingehender Fehleranalyse durch Pirelli auch zu der Serie von gefährlichen Reifenplatzern beim Rennen am vergangenen Sonntag in Silverstone geführt.

sid/dpa | Stand: 04.07.2013, 21:39

Darstellung: