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Stade de Suisse Bern
Zu den Erträgen einer Auslandsreise gehört, das man seine eigenen Heimatdialekt wieder schätzen lernt. Diese Erfahrung werden auch deutsche Fußballfans machen, die in Bern bei einem interkulturellen Dialog nicht umhin kommen, "Das Wunder von Bern" anzusprechen.
Logisch, bietet sich ja an, hier an die Weltmeisterschaft 1954 zu erinnern, bei der sich Deutschland den Titel holte. Für den Berner als solchen ist mit dem Ausdruck "Das Wunder von Bern" allerdings nicht das Endspiel der WM 1954, sondern das gewonnene Europacup-Halbfinal-Hinspiel des Heimatvereins BSC Young Boys Bern gegen Stade de Reims im Jahr 1959 gemeint. Aber wenigstens fand das im selben Stadion statt.
Dieser altehrwürdige Ort, sei es nun wegen 1954 oder 1959, wurde 2001 gesprengt, um dem mittlerweile dritten Neubau an selber Stelle Platz zu machen. Bei der Grundsteinlegung bemalten die Berner 4.000 Zementsteine, heute zu sehen als die größte Grundsteinmauer der Welt. Vier Jahre später 2005 wurde das neue Stade de Suisse Wankdorf eingeweiht.
Und noch einen Rekord liefert der Neubau: Das weltweit größte stadionintegrierte Sonnenkraftwerk steht auf dem Dach. Wie im Stadion der Partnerstadt Salzburg liegt auch im Berner Stadion Kunstrasen, für die Partien der UEFA EURO 2008™ wird echter Rasen verlegt.
Zwar ist die Stadionuhr von 1954 wieder installiert und zeigt den Endstand des WM-Finales vom 4. Juli. Doch "Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tor für Deutschland" wird es dieses Mal nicht heißen, denn in Wankdorf spielt in der Vorrunde die Gruppe C mit Weltmeister Italien, Vize-Weltmeister Frankreich, den Niederlanden und Rumänien. Aber auch in diesen drei Spielen können wieder Wunder geschehen und 30.000 Zuschauer können live dabei sein.
Montag, 9. Juni 2008, 20.45 Uhr: Niederlande - Italien
Freitag, 13. Juni 2008, 20.45 Uhr: Niederlande - Frankreich
Dienstag, 17. Juni 2008, 20.45 Uhr: Niederlande - Rumänien
Stand: 15.04.2008, 11:09
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