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Deutsches Team

Nach dem Finale

Stimmen zum Endspiel

Lob und Anerkennung für die Spanier, aber auch Stolz auf die Leistungen der deutschen Mannschaft. So haben sich Spieler und Trainer nach dem Endspiel der Europameisterschaft geäußert.

Joachim Löw:
"Man muss die hohe Qualität der Spanier anerkennen, auch weil sie mehr Chancen hatten. Ich denke, dass der Sieg auch so in Ordnung geht. Spielerisch waren wir in den vergangenen zwei Jahren häufig auf einem höheren Niveau als bei manchem Spiel bei diesem Turnier. Die Mannschaft hat Großartiges geleistet. Wir haben sehr ehrgeizig gearbeitet. Heute haben wir leider verloren, das müssen wir akzeptieren."

Thomas Hitzlsperger:
"Die Spanier haben den Ball gut laufen lassen, so dass man kaum eine Chance hat. Sie haben es verdient, das Turnier zu gewinnen. Wenn sie eine Chance haben, schlagen sie zu. Wir sind schon weit gekommen mit dem Finale. Es fehlt noch was, wir müssen uns noch weiterentwickeln. Vielleicht können wir einiges aus diesem Spiel rausziehen. Wir haben sehr viel Potenzial."

Jens Lehmann; Rechte: dpa Bild großJens Lehmann

Jens Lehmann:
"Ich bin sehr enttäuscht über den Ausgang des Finales. Es war wohl meine letzte Europameisterschaft. Es kommen jetzt Gedanken auf: Vielleicht hätte man etwas besser machen können. Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers, auch wenn wir das Maximum rausgeholt haben. Auf schlechte Spiele folgten gute, aber diesen Rhythmus haben wir diesmal nicht durchhalten können."

Philipp Lahm:
"Wir haben nicht so gut nach vorne gespielt, wie wir uns das erhofft haben. Wir haben zu viele Fehler gemacht. Wir wollten den Titel holen. Aber jetzt steht eine WM-Qualifikation an, die wir schaffen wollen und schaffen werden."

Michael Ballack:
"Es ist immer enttäuschend, wenn Du ein Finale erreichst und dann verlierst. Die Mannschaft hat im Großen und Ganzen eine großartige EM gespielt, aber leider ein oder zwei Fehler zu viel gemacht. Die Spanier haben nicht unverdient gewonnen. Am Ende hat uns auch die Kraft gefehlt. Wir wollten, aber so richtig konnten wir am Ende aber auch nicht mehr."

Bundeskanzlerin Angela Merkel:
"Im Finale zu stehen, ist schon toll. Sie haben gekämpft, aber es hat nicht ganz gereicht. Bei der WM Dritter und jetzt Zweiter, das ist schon war. Vielleicht steigern wir uns in Südafrika weiter. Ich habe zu Ballack gesagt, dass wir noch ein bisschen warten müssen, bis wir ganz doll zusammen feiern können, aber dass wir uns langsam hocharbeiten."

Bundespräsident Horst Köhler:
"Zum Fußball-Europameister 2008 hat es nicht ganz gereicht - aber das Endspiel erreicht zu haben, ist ein großer Erfolg, zu dem ich Joachim Löw und der Nationalmannschaft von Herzen gratuliere. Ich bin sicher: Diese Mannschaft hat alle Möglichkeiten noch mehr zu erreichen. Spätestens bei der WM 2010 in Südafrika."

Fernando Torres (Spanien):
"Das war einfach außergewöhnlich, einfach ein Traum. Es ist mein erster großer Titel, ich bin überglücklich. Wir hätten nie geglaubt, dass wir so weit kommen."

Cesc Fabregas (Spanien):
"Es ist einfach fantastisch. Dies ist der schönste Tag in meinem Leben als Spieler. Ich glaube nicht, dass uns schon bewusst ist, was wir erreicht haben. Wir mussten 44 Jahre darauf warten. Es war einer meiner Träume, und ich habe ihn erreicht. Wir haben viele Gelegenheiten herausgespielt und schönen Fußball gespielt. Und wir haben endlich den Erfolg erzielt, den wir verdient haben. Wir sind ein junges Team und kämpfen auch bei der WM in zwei Jahren um den Titel."

Angel Maria Villar (Präsident des spanischen Fußball-Verbandes):
"Das ist ein Erfolg für den gesamten spanischen Fußball und einer der glücklichsten Tage für mich als Präsident."

Günter Netzer:
"Gratulation an die Spanier, aber auch Respekt und Anerkennung an das deutsche Team. Dass sie das Finale erreicht haben, betrachte ich als Erfolg."

Giovane Elber (früherer Profi des VfB Stuttgart und des FC Bayern München, als Spielkommentator im brasilianischen Fernsehen):
"Die Deutschen haben früh das Handtuch geworfen. Die Überlegenheit der Spanier war so groß, so groß, dass die Deutschen wie eine Schulmannschaft ausgesehen haben, die gegen eine Profimannschaft spielt."

mit sid/dpa | Stand: 30.06.2008, 00:00

 

 

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Die deutsche Nationalmannschaft; Rechte: dpa

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