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Russland gegen Spanien
Zum zweiten Mal bei der Euro treffen Russland und Spanien aufeinander. Das Team von Guus Hiddink will Revanche für die Vorrunden-Pleite. Spanien fürchtet Superstar Arshavin und muss am Donnerstag (26.06.2008) in Wien zum ersten Mal bei dieser Euro in den ungeliebten Auswärtstrikots ran.
In Gelb-Gold werden die Spanier am Donnerstag auflaufen müssen, anstatt im gewohnten und bislang erfolgreichen Rot-Blau. Russland hat im Wiener Ernst-Happel-Stadion "Heimrecht" und darf deshalb in Rot antreten. Zu allem Überfluss - mag zumindest der abergläubische Spanier sagen - haben die Russen dem Team von Luis Aragones auch noch das "Sieger-Hotel" vom Viertelfinale weggeschnappt. Denn eigentlich wollten sich die Spanier im selben Hotel wie beim Sieg über Italien einquartieren. Doch das war schon belegt: Von der russischen Nationalmannschaft.
Die hat anders als bei der 1:4-Niederlage in der Vorrunde diesmal Andrei Arshavin dabei, der in den ersten beiden EM-Spielen noch gesperrt war. Dessen Aufstieg zu einem der EM-Stars ist auch Aragones nicht entgangen. "Er spielt ein sehr gutes Turnier. Wir dürfen ihm genauso wenig wie den anderen Russen Raum zur Entfaltung lassen. Sie sind das physisch stärkste Team im Halbfinale", sagte er. Vor allem Marcos Senna und Sergio Ramos sollen laut der spanischen Zeitung "AS" Arshavin bremsen. Mittelfeldmotor Xavi warnte allerdings, sich zu sehr auf einen Spieler zu konzentrieren: "Russland ist mehr als Arshavin. Wir müssen vom ersten Moment an auf der Hut sein."
Personell könnte Spanien einen kleinen Vorteil haben. Aragones kann seine bewährte Stammformation aufbieten kann. Hiddink muss dagegen das russische Team umbauen: Innenverteidiger Denis Kolodin - im Viertelfinale gegen die Niederlande einer der stärksten - und Mittelfeldmann Dmitri Torbinskiy sind gelb-gesperrt. Für Kolodin könnte Vasili Berezutskiy oder Roman Shirokov in die Mannschaft kommen. Beide haben bei der Euro bisher nur einmal gespielt.
"Neues Spiel, neues Team - aber Spanien ist wieder Favorit", versuchte Guus Hiddink vor dem Spiel jeglichen Druck von seiner Mannschaft zu nehmen - auch angesichts der immensen Euphorie in der Heimat nach dem Viertelfinale gegen die Niederlande. "Meine Spieler sollen das Halbfinale genießen. Denn egal, was am Donnerstagabend passiert, meine Jungs werden von diesem Match sehr viel für die Zukunft profitieren", sagte er. Allerdings, schon einmal schlug Hiddink dem vermeintlichen Favoriten Spanien ein Schnippchen: Bei der WM 2002 bezwangen er mit Südkorea die Spanier im Viertelfinale mit 5:3 nach Elfmeterschießen.
Kleiner Trost für abergläubische Spanier: Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia werden den Spaniern am Donnerstag in Wien auf der Tribüne die Daumen drücken. Das Prinzenpaar hatte auch die erste EM-Partie der Seleccion live miterlebt, den 4:1- Sieg über Russland.
Russland: 1 Akinfeev - 22 Anyukov, 4 Ignashevich, 5 Alexej Berezutskiy, 18 Zhirkov - 11 Semak - 17 Zyryanov, 20 Semshov, 15 Bilyaletdinov - 10 Arshavin - 19 Pavlyuchenko. - Trainer: Hiddink.
Spanien: 1 Casillas - 15 Sergio Ramos, 5 Puyol, 4 Marchena, 11 Capdevila - 19 Senna - 6 Iniesta, 8 Xavi, 21 Silva - 7 Villa, 9 Torres. - Trainer: Aragones.
Schiedsrichter: Frank de Bleeckere (Belgien).
dpa/sid/dsc | Stand: 25.06.2008, 22:33
| Rang | Team | S | P |
|---|---|---|---|
| 1. | Portugal | 3 | 6 |
| 2. | Türkei | 3 | 6 |
| 3. | Tschechien | 3 | 3 |
| 4. | Schweiz | 3 | 3 |
| Rang | Team | S | P |
|---|---|---|---|
| 1. | Kroatien | 3 | 9 |
| 2. | Deutschland | 3 | 6 |
| 3. | Österreich | 3 | 1 |
| 4. | Polen | 3 | 1 |
| Rang | Team | S | P |
|---|---|---|---|
| 1. | Niederlande | 3 | 9 |
| 2. | Italien | 3 | 4 |
| 3. | Rumänien | 3 | 2 |
| 4. | Frankreich | 3 | 1 |
| Rang | Team | S | P |
|---|---|---|---|
| 1. | Spanien | 3 | 9 |
| 2. | Russland | 3 | 6 |
| 3. | Schweden | 3 | 3 |
| 4. | Griechenland | 3 | 0 |