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Ricardo und Jens Lehmann
Von Peter Mühlfeit
Weder UEFA-Koeffizient, die Fairplay-Wertung oder gar Auswärtstore entscheiden bei einem Gleichstand in der K.o.-Runde über das Weiterkommen - sondern das Elfmeterschießen. Und bei dieser Disziplin können sowohl Portugal als auch Deutschland auf erprobtes Fachpersonal zurückgreifen.
Elfmeterschießen im Viertelfinale - daran erinnern sich sowohl Jens Lehmann als auch der portugiesische Torhüter Ricardo recht gerne. Bei der WM 2006 stieg der heute 32-Jährige zum "Ricardo Löwenherz" auf, als er gleich drei Elfmeter parierte - eine bislang einmalige Leistung bei einem EM-Turnier.
Etwas einschränkend muss man aber sagen, dass die Fehlschützen aus England kamen, deren gestörtes Verhältnis zum Elfmeterpunkt ja hinlänglich bekannt ist. Dennoch: Ricardo entschärfte die Schüsse von Frank Lampard, Steven Gerrard und Jamie Carragher.
Jens Lehmann hatte es im Viertelfinale der WM in Deutschland vor zwei Jahren immerhin mit Argentiniern zu tun. Nicht zuletzt dank der Hilfe des berühmt gewordenen Spickzettels mit den Vorlieben der argentinischen Schützen parierte Lehmann die Strafstöße von Roberto Ayala und Esteban Cambiasso.
Vor dem Spiel gegen Portugal wollte der deutsche Nationalkeeper eine Neuauflage der Zettel-Geschichte nicht ausschließen. "Andi Köpke wird für den Fall der Fälle mit Sicherheit wieder alle Informationen zusammentragen und die dann auf einen Zettel schreiben", sagte der 38-Jährige vor dem Duell in Basel.
Ricardo wird dann wohl auch auf dem Papier stehen müssen. Denn schon bei der EURO 2004 war der Keeper von Sporting Lissabon zum Elfmeter-Helden aufgestiegen. Erst wehrte er erneut im Viertelfinale gegen England im Elfmeterschießen einen Schuss von Darius Vassell ab - und das ohne Torwart-Handschuhe. Den entscheidenden Elfer zum 3:1- Endergebnis verwandelte er dann gleich selbst.
Die Engländer sind halt ein dankbarer Gegner in solchen Fällen: Auch Deutschland setzte sich bereits zweimal im Elfmeterschießen gegen das "Mutterland des Fußballs" durch, 1990 bei der WM in Italien und 1996 bei der EM ausgerechnet in England.
Positiv schlagen sich in der Statistik auch die WM-Duelle mit Frankreich 1982 und eben 1996 gegen Argentinien nieder. Nur ein Makel lässt sich nicht leugnen: Gegen die damalige CSSR verloren die Deutschen 1976 den EM-Titel, aber da war diese Art der Entscheidung ja auch noch ganz neu.
Stand: 19.06.2008, 13:58
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| Rang | Team | S | P |
|---|---|---|---|
| 1. | Kroatien | 3 | 9 |
| 2. | Deutschland | 3 | 6 |
| 3. | Österreich | 3 | 1 |
| 4. | Polen | 3 | 1 |