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Souveräner Gruppensieger

Kroatiens "B-Elf" schlägt Polen

Von Bernd Eberwein

Zehn neue Spieler schickte Kroatiens Coach Slaven Bilic gegen Polen aufs Feld, der Begriff "B-Elf" wäre geschmeichelt gewesen. Doch die kroatischen Reservisten kontrollierten das Duell über weite Strecken und bezwangen überwiegend harmlose Polen mit 1:0.

Kroatiens Coach Slaven Bilic schickte eine reinrassige B-Elf aufs Spielfeld des Klagenfurter Wörterseestadions. Nur Danijel Pranjic war aus den beiden ersten Spielen übrig geblieben. Ganze zehn Akteure rutschten neu in die Startelf. Im Sturm sollten es die Bundesliga-Kicker Mladen Petric (Dortmund) und Ivan Klasnic (Bremen) richten. Während es die Kroaten also augenscheinlich ruhig angehen lassen wollten, ging es für die Polen dagegen noch um einiges: Eine Niederlage Deutschlands gegen Österreich, dazu ein eigener Sieg gegen die Kroaten - noch war für die Polen eine Restchance aufs Weiterkommen da.

Bei Kroatien sitzt auch die zweite Garnitur

Doch vielleicht entwickelte sich gerade deswegen zunächst eine muntere Partie. Polen offensiv, Kroatien zunächst in der eigenen Hälfte, doch bei Kontern hellwach. Pranjic verzog in der 14. Minute freistehend vor Artur Boruc im polnischen Tor, nur wenige Minuten später drückte Vejic einen Kopfball nach einer Rakitic-Flanke am Pfosten vorbei. Von einer kroatischen B-Elf war nun nichts mehr zu spüren, die Reservisten drängten darauf, sich vor ihrem Trainer in Szene zu setzen. Die Polen ihrerseits kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte. Dafür stand Torwart Boruc mehr und mehr im Mittelpunkt. Klasnic aus zehn Metern, Rakitic von der linken Seite - doch der Keeper von Celtic Glasgow hielt seinen Kasten bis zur Halbzeit sauber.

Matchwinner Klasnic

Die zweite Hälfte begann wie die erste: Stürmische Polen suchten ihr Heil im Vorwärtsdrang, die Kroaten konterten nach einigen Schrecksekunden eiskalt. Der starke Pranjic setzte sich auf links durch, seine Hereingabe verwertete der Bremer Klasnic in der 52. Spielminute eiskalt. Was folgte, war ein entspanntes Schaulaufen von Gruppensieger Kroatien. Polen wehrte sich tapfer, doch kam mit zunehmender Spieldauer wohl eine gewisse Resignation dazu. Trainer Leo Beenhakker haderte an der Außenlinie, seine Spieler auf dem Feld. Der gebürtige Brasilianer Guerreiro hatte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze in der 63. Minute die größte Chance für Polen. Doch sein Schuss verfehlte den Kasten um zehn Zentimeter.

Stand: 16.06.2008, 22:35

 

 

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