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Oranjes feiern Gruppensieg

Niederlande weiter, Franzosen droht K. o.

Von Robert Müller

"Nach einem Spiel ist man nicht gleich EM-Favorit", so hatte Hollands Trainer Marco van Basten nach dem ersten Sieg gemahnt. Nach dem 4:1 gegen den Vizeweltmeister Frankreich zählen die Niederländer aber eindeutig zum Kreis der Titelaspiranten. Das Viertelfinale ist fix gebucht, die Oranjes stehen bereits jetzt als Sieger der Gruppe C fest.

Die Franzosen hatten sich mit aller Macht gegen die Niederlage gestemmt. Doch egal, was der Vizeweltmeister versuchte, der Gegner setzte stets noch eins drauf. Symptomatisch dafür die 71. Minute: Thierry Henry erzielt den Anschlusstreffer zum 1:2 für Frankreich. Doch bereits im Gegenzug die kalte Dusche für den Vizeweltmeister: Arjen Robben erhöhte auf 3:1. Das Spiel war entschieden. "Dass auf mein Anschlusstor postwendend das holländische 3:1 folgte, war natürlich schlecht für uns. Dadurch kamen bei den Holländern Selbstzweifel gar nicht erst auf", sagte Thierry Henry nach dem Spiel.

Dabei waren die Franzosen die zweite Halbzeit mit vollem Elan angegangen. Schließlich lagen sie zur Pause mit 0:1 in Rückstand. Die Equipe tricolore erspielte sich angetrieben von dem unermüdlichen Franck Ribery eine Großchance nach der anderen. Zählbares kam dabei jedoch nicht heraus. Stattdessen bekamen die Franzosen einen eiskalten Konter der Niederländer in der 59. Minute. Van Nistelrooy mit einem Kabinettstückchen an der Seitenlinie leitet den Ball auf Robben weiter, Flanke nach innen und Robin van Persie erzielte das 2:0.
Und selbst in der Nachspielzeit lief die niederländische Tormaschine noch auf Hochtouren: Wesley Sneijder erzielte den 4:1-Endstand. "Wir haben an die Leistung gegen Italien angeknüpft, vier Tore geschossen und nur eins kassiert. Wir haben große individuelle Qualität und stehen jetzt im Viertelfinale", so lautete sein Fazit nach dem Spiel.

Nach der Führung nicht gleich souverän

Die Franzosen hatten das Spiel sehr engagiert begonnen und die Angriffsbemühungen der Niederländer sofort unterbunden. Doch dieser Elan war nicht allzu lange von Erfolg gekrönt: In der zehnten Minute konnte sich Dirk Kuyt nach einem Eckstoß durchsetzen und brachte die Oranjes mit 1:0 in Führung. Die präsentierten sich in der Folge zunehmend ballsicherer und zeigten tolle Kombinationen. Erst in der 22. Minute kam die breitgefächerte französische Offensivreihe, in der sich Malouda, Henry, Ribery und Govou fast auf einer Höhe bewegten, auf Betriebstemperatur. In der Folgezeit ließen die Niederländer den Franzosen zu viele Freiheiten, nach einer halben Stunde sowie kurz vor der Halbzeit hatten die Franzosen einige hochkarätige Chancen - meistens eingefädelt von Ribery.

Die Niederlande zählen nach dieser Leistung ganz klar zum Kreis der Titelfavoriten. Weltmeister Italien und Vizeweltmeister Frankreich müssen nun in der Gruppe C am Dienstag (17.06.2008) ein "Endspiel" um den Einzug ins Viertelfinale austragen.

Überzeugende Leistung von Schiedsrichter Fandel

Der deutsche Schiedsrichter Herbert Fandel zeigte bei seiner zweiten Partie in diesem Turnier wieder eine überzeugende Leistung. Trotz einiger härterer Fouls versuchte er es lange mit klaren Worten und verzichtete auf den Einsatz von Karten. Erst nach 30 Minuten musste er nach einer Tätlichkeit von Makelele, die fast nach Rot aussah, zu Gelb greifen.

mit dpa/sid | Stand: 13.06.2008, 22:40

 

 

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2.Deutschland36
3.Österreich31
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3.Rumänien32
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Tabelle der Euro2008 Gruppe D
RangTeamSP
1.Spanien39
2.Russland36
3.Schweden33
4.Griechenland30
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