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Frankreich und Italien in Nöten

Den Weltmeistern droht das Debakel

Von Andreas Haass und Johannes Herold

Zu satt, zu alt, zu lustlos? Was ist nur los mit dem Weltmeister und dem Vizeweltmeister? Italien und Frankreich haben ein mickriges Pünktchen aus den Spielen gegen Rumänien auf dem Konto – und mussten jeweils eine Packung gegen die Niederlande einstecken. Ein Team, das bei der WM 2006 im Achtelfinale ausgeschieden ist.

Luca Toni und Alessandro del Piero sind entsetzt; Rechte: dpa Bild großLuca Toni und Alessandro del Piero sind entsetzt.

Wenn sich die Italiener nicht für das Viertelfinale qualifizieren, wären sie damit der erste amtierende Weltmeister, der bei einer EM bereits in der Vorrunde ausscheidet. Wie kommt es zu dieser schwachen Leistung der Italiener? Geht der Trainer zu lasch mit seinen Schützlingen um? Immerhin befand Roberto Donadoni nach dem 1:1 gegen Rumänien: "Buffon war großartig, aber das Lob geht an alle. Wir haben ein optimales Spiel abgeliefert." Da ist er wohl der Einzige, der das so sieht.

Der Umbruch bei den Azzurri blieb aus

Trainer Donadoni stand bereits vor dem Rumänien-Spiel gewaltig unter Druck. Sein Vertrag wird sich nur bei Erreichen des Halbfinales automatisch um zwei Jahre verlängern. Schon länger stehen die Fans dem Trainer kritisch gegenüber: Sie beklagen mangelnde Vorbereitung, unzureichendes Training und fehlende Affinität zwischen Coach und Mannschaft.

Vielleicht fehlt ihnen auch einfach nur junges Blut. Auch wenn mit Francesco Totti und Alessandro Nesta zwei große Stars nach dem WM-Titeltriumph in Berlin zurückgetreten sind, ist der große Umbruch bei den "Azzurri" ausgeblieben.

Die Halbwertszeit von WM-Lorbeeren

Franck Ribery ist ebenfalls enttäuscht.; Rechte: dpa Bild großFranck Ribery ist ebenfalls enttäuscht.

Ähnlich sieht es bei den Franzosen aus. Zwar führt Zinedine Zidane nicht mehr die "Equipe Tricolore" an, aber ansonsten kann Trainer Raymond Domenech auf etliche Vizeweltmeister zurückgreifen. Für einige wird die EM das letzte große Turnier sein. Dementsprechend optimistisch waren die Franzosen auch vor Beginn. Offensichtlich ein fataler Trugschluss.

Vielleicht hätten sie aber daran denken sollen, dass sie in der Qualifikation lange zittern mussten und gegen "Fußball-Ungeheuer" Schottland zwei Niederlagen einstecken mussten. Oder sich einfach mal an die letzte EM erinnern. Da schieden die Franzosen im Viertelfinale gegen Griechenland aus (0:1). Und Italien schaffte es nicht über die Vorrunde hinaus.

Und so wird es dann mindestens einen der beiden Finalisten erwischen. Oder sogar beide, falls die Niederländer gegen die Rumänen verlieren sollten.

Stand: 14.06.2008, 09:48

 

 

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RangTeamSP
1.Portugal36
2.Türkei36
3.Tschechien33
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1.Kroatien39
2.Deutschland36
3.Österreich31
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2.Italien34
3.Rumänien32
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Tabelle der Euro2008 Gruppe D
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1.Spanien39
2.Russland36
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4.Griechenland30
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