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Schweiz - Türkei

Schweiz verabschiedet sich frühzeitig

Von Andreas Haaß

Ein Tor in der Nachspielzeit bedeutet das Aus des Gastgeberlandes. Die Schweiz unterliegt der Türkei mit 1:2. Die Partie war wegen heftiger Regengüsse teilweise eine Wasserschlacht.

Der Himmel schien wohl schon zu ahnen, wie die Schweizer sich am Ende des Spiels fühlen würden: traurig und im Regen stehend. Durch die 1:2-Niederlage gegen die Türkei haben die EM-Gastgeber keine Chance mehr, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Dabei waren sie in der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft.

Yakin sorgt für die Führung

dpa Bild großHakan Yakin (l.) und Arda Turan im Zweikampf

Bis zum Regenbeginn zeigten sich beide Teams bemüht, kamen aber mit ihren Aktionen nur bis zum gegnerischen Strafraum, gefährlich wurde es für die Torleute nicht. Erst in der 19. Minute sorgt ein 20-Meter-Schuss von Gökhan Inler für Gefahr vor dem türkischen Tor.

Doch erst der gut aufgelegte Hakan Yakin sorgt für die spielerische Wende. In der 23. Minute zieht sein Schuss noch leicht am Tor vorbei, in der 32. Minute zappelt der Ball dann im Tor. Eren Derdiyok stürmt nach einem langen Pass von Philippe Senderos in den Strafraum, umkurvt Torwart Volkan Demirel und legt quer auf Yakin. Den vom Wasser gestoppten Ball muss der ehemalige Stuttgarter Stürmer nur noch über die Linie schieben.

Nur nicht jubeln

Wie sich die Bilder gleichen: Als Hakan Yakin den Ball zum 1:0 für die Schweiz eingeschoben hat, reißt er ebenso wenig die Hände zum Jubel in die Höhe, wie Lukas Podolski nach seinen beiden Toren gegen Polen. Im Gegenteil: Er will sogar von seinen Mitspielern nicht beglückwünscht werden.

Obwohl in der Schweiz geboren, hat der Stürmer türkische Wurzeln. "Respekt vor dem Land meiner Vorfahren" nennt sich dieses modische Nichtjubeln wohl.

Türkei macht Druck

Die Halbzeitpause bedeutete gleichzeitig das Ende der Regenfälle. Doch auch in der zweiten Hälfte blieb der Platz schwer zu bespielen. Der türkische Trainer Fatih Terim hatte anscheinend die richtigen Worte gefunden, denn sein Team spielte deutlich aggressiver als in der ersten Halbzeit.

Schneller am Ball, schneller als der Gegner und schneller vor dem Tor der Schweizer. Die logische Folge der Bemühungen: Der Ausgleich zum 1:1 in der 57. Spielminute. Nihat Kahveci flankt mustergültig von der linken Außenseite, Stuttgarts Ludovic Magnin springt nicht besonders hoch und der zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Semih Sentürk hat kein Problem einzuköpfen.

Aus für die Schweiz

dpa Bild groß2:1 für die Türken - das Aus für die Schweizer

Auch danach drücken die Türken weiter, wollen unbedingt den Siegtreffer. Doch die vielen guten Angriffe werden von den Schweizern abgewehrt. Erst in der 93. Spielminute ist es Arda Turan, der den Türken den Sieg und den Schweizern die bittere Niederlage einbringt. Nach geschicktem Dribbling wurde sein Schuss von der 16-Meter-Linie noch abgefälscht und flog so unhaltbar für Torwart Diego Benaglio ins Netz.

Das Gastgeberland Schweiz hat nun keine Chance mehr, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Die Portugiesen sind damit bereits durch, die Tschechen und die Türken haben noch die Chanche weiterzukommen.

Stand: 12.06.2008, 00:00

 

 

Tabelle der Euro2008 Gruppe A
RangTeamSP
1.Portugal36
2.Türkei36
3.Tschechien33
4.Schweiz33
Tabelle der Euro2008 Gruppe B
RangTeamSP
1.Kroatien39
2.Deutschland36
3.Österreich31
4.Polen31
Tabelle der Euro2008 Gruppe C
RangTeamSP
1.Niederlande39
2.Italien34
3.Rumänien32
4.Frankreich31
Tabelle der Euro2008 Gruppe D
RangTeamSP
1.Spanien39
2.Russland36
3.Schweden33
4.Griechenland30
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