Zur Navigation.
Zum Inhalt.
Weitere Angebote.

Suche im Angebot von sport.ARD.de

Logo des Bayerischen Rundfunks Logo des Südwestrundfunks Logo von sport.ARD.de

Andere Teams

Endspurt kommt zu spät

Österreich verpasst die Sensation

Von Ernst Eisenbichler

Ein "Wunder von Wien" lag in der Luft. Am Ende gewann doch Kroatien mit 1:0. Allerdings rettete der Favorit den Sieg gegen einen in der zweiten Hälfte entfesselt aufspielenden Gastgeber äußerst knapp ins Ziel.

Diejenigen, die ein kroatisches Schützenfest gegen Außenseiter Österreich erwartet hatten, sahen sich bereits kurz nach dem Anpfiff im Wiener Ernst-Happel-Stadion bestätigt. Schon nach vier Minuten geht das Team von Trainer Slaven Bilic per Elfmeter in Führung, Superstar Luka Modric verlädt Schlussmann Jürgen Macho. 1:0 für Kroatien. Ein Schützenfest gibt es am Ende zwar nicht, aber schon in Minute vier des lang ersehnten EM-Auftritts im eigenen Land ist Österreich aus allen Träumen gerissen. Zuvor hatte René Aufhauser den kroatischen Stürmer des Hamburger SV, Ivica Olic, im Strafraum zu Fall gebracht.

In der Folge dominieren die technisch überlegenen Kroaten das Spiel, Team Austria von Josef Hickersberger kann sich erst gegen Ende der ersten Halbzeit etwas befreien und taucht einige Male vor dem kroatischen Torhüter Stipe Pletikosa auf. Meistens wenig gefährlich, in der 40. Minute aber doch einmal aussichtsreich, als der plötzlich frei stehende Bremer Martin Harnik im letzten Moment vom Herthaner Josip Simunic gestoppt wird.

Austria-Sturmlauf wird nicht belohnt

Nach der Pause übernehmen zunächst wieder die Kroaten das Kommando. Hickersberger reagiert, er schickt zwei neue Stürmer aufs Feld: den 38-jährigen Altmeister Ivica Vastic und Roman Kienast. Die Maßnahme wirkt. Österreich wittert nun Morgenluft, wirft alles nach vorn und schnürt die auf einmal müde wirkenden Kroaten regelrecht in deren Hälfte ein. Vastic findet in der Schlussphase jedoch mehrmals an Pletikosa seinen Meister, genauso der ebenfalls eingewechselte Ümit Korkmaz, künftig Legionär bei Eintracht Frankfurt. In der Nachspielzeit scheitert Kienast ganz knapp mit einem Kopfball.

Taktisch clevere Kroaten sicherten mit minimalem Aufwand - und mit viel Glück - einen Pflichtsieg. Rot-weiß-rote Leidenschaft reichte hingegen nicht für einen EM-Überraschungscoup aus. Austria wartet damit weiter auf den ersten Erfolg bei einem großen Turnier seit 18 Jahren. Der letzte war der 2:1-Sieg über die USA bei der WM 1990.

Hickersberger: "Mehr verdient"

Trauriger Österreich-Fan; Rechte: dpa Bild großPure Verzweiflung

Hickersberger kommentierte das Spiel seines Teams: "Die letzten 30 Minuten haben gezeigt, dass der österreichische Fußball besser wird. Für ihren Einsatz und ihre Leidenschaft hätte die Mannschaft mehr verdient als eine Niederlage." Nach dem frühen Rückstand "hatte es die Mannschaft schwer, ihr eigenes Spiel durchzusetzen", so der Austria-Coach.

Sein kroatischer Kollege Bilic resümierte: "Wir sind glücklich, weil uns der Start gelungen ist, den wir uns gewünscht haben. Er wird uns viel Selbstvertrauen geben. Ich bin nicht ganz zufrieden mit unserer Leistung in der zweiten Halbzeit, aber wir waren sehr gut in der ersten Hälfte und hätten zur Pause höher führen müssen."

Stand: 08.06.2008, 22:40

 

 

Tabelle der Euro2008 Gruppe A
RangTeamSP
1.Portugal36
2.Türkei36
3.Tschechien33
4.Schweiz33
Tabelle der Euro2008 Gruppe B
RangTeamSP
1.Kroatien39
2.Deutschland36
3.Österreich31
4.Polen31
Tabelle der Euro2008 Gruppe C
RangTeamSP
1.Niederlande39
2.Italien34
3.Rumänien32
4.Frankreich31
Tabelle der Euro2008 Gruppe D
RangTeamSP
1.Spanien39
2.Russland36
3.Schweden33
4.Griechenland30
Die ARD ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.
>Standort:
© BR/SWR 2012