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Analyse des Weißrussland-Testspiels
Lehmann überraschend nervös, dafür überzeugten einige vermeintliche Streichkandidaten. Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft in der Einzelkritik.
Jens Lehmann
Der 38-Jährige war in der ersten Hälfte ein Unsicherheitsfaktor. In der 61. Minute musste Lehmann nach 681 Minuten seinen ersten Gegentreffer im DFB-Trikot hinnehmen. Auch beim zweiten Gegentreffer kurz vor Schluss sah der Arsenal-Keeper nicht gut aus und präsentierte sich insgesamt nicht in Euro-Form. Daran änderten auch die Paraden kurz vor Ende der ersten Halbzeit sowie in der 84. Minute nichts.
Philipp Lahm
Der 24-Jährige agierte in seinem 40. Länderspiel über weite Strecken unauffällig. In der Defensive kaum gefordert, in der Offensive mit wenigen guten Aktionen.
Per Mertesacker
Der Bremer spielte zumeist solide. Bis zum Auftakt gegen Polen wartet auf das Duo Mertesacker und Metzelder dennoch viel Arbeit.
Christoph Metzelder
Dem 27-Jährigen war die fehlende Spielpraxis deutlich anzumerken. Der Profi von Real Madrid zeigte große Schwächen beim Stellungsspiel und im Zweikampfverhalten.
Thomas Hitzlsperger
Der Stuttgarter spielte für den angeschlagenen Jansen auf der linken Abwehrseite, hatte seine stärksten Szene aber in der Offensive. Bei Fernschüssen ein-, zweimal gefährlich, in der Defensive aber oftmals ausgespielt.
David Odonkor
Der Spanien-Legionär stand überraschend in der Startelf. Zwar bereitete der 24-Jährige das 2:0 vor, wirkte aber ansonsten weder frisch noch spritzig. In der 80. Minute wurde er für Clemens Fritz ausgewechselt.
Michael Ballack
Der Kapitän kam in seinem 80. Länderspiel bei allem Bemühen nur schwer ins Spiel. Dem 31-Jährigen steckte die Niederlage im Finale der Champions League offenbar noch in den Knochen.
Torsten Frings
Der Bremer rackerte wie gewohnt im Mittelfeld, stand bei einigen Aktionen in der ersten Hälfte aber zu weit weg vom Mann. Steigerte sich nach dem Wechsel aber deutlich.
Bastian Schweinsteiger
Der Münchner zeigte wie gewohnt Stärken und Schwächen. Schweinsteiger hat aber noch Potenzial nach oben.
Miroslav Klose
Der WM-Torschützenkönig blühte in seiner alten Heimat in der ersten halben Stunde auf. Erzielte seinen 39. Länderspieltreffer im 75. Länderspiel und wirkte insgesamt verbessert.
Lukas Podolski
Der 22-Jährige zeigte große Spielfreude und ein sehr konzentriertes Zeikampfverhalten. Der Bayern-Stürmer will offenbar unbedingt in die Euro-Startformation.
Marko Marin
Der Gladbacher absolvierte sein erstes Länderspiel. Der 19-Jährige legte seine Nervosität erst spät ab, wurde aber zum Ende des Spiels immer mutiger.
Jermaine Jones
Fügte sich als Ballack-Ersatz in der zweiten Halbzeit mit einem Pass auf Klose und großem Engagement zunächst gut ein. In der 51. Minute ging ein 20-Meter-Schuss nur knapp am Gäste-Tor vorbei. Danach aber kaum noch sehenswerte Aktionen.
Oliver Neuville
Kam in der 54. Minute für Klose. Konnte sich aber nicht mehr in den Vordergrund spielen.
Patrick Helmes
Der Neu-Leverkusener wurde für Podolski eingewechselt. Der Angreifer scheiterte in der 66. und 80. Minute jeweils an Gäste-Keeper Chomutowski.
Piotr Trochowski
Der Hamburger kam für Frings und zeigte seine Stärken bei einem Freistoß aus rund 20 Metern, der nur knapp am Tor der Weißrussen vorbeiging. Insgesamt brachte der Mittelfeldspieler frischen Wind ins Spiel und sammelte Pluspunkte.
Clemens Fritz
Wurde in der 80. Minute für David Odonkor eingewechselt.
sid | Stand: 27.05.2008, 20:30
Aus dem geplanten "Gipfelsturm" wurde nichts: Finalgegner Spanien war zu stark. [mehr]
| Rang | Team | S | P |
|---|---|---|---|
| 1. | Kroatien | 3 | 9 |
| 2. | Deutschland | 3 | 6 |
| 3. | Österreich | 3 | 1 |
| 4. | Polen | 3 | 1 |