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Basel
Eingebettet ins Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz garantiert die Stadt schöne Lage und mildes Klima: Direkt am Rheinknie zwischen dem Schweizer Jura und den Ausläufern des Schwarzwalds liegt die drittgrößte Stadt der Schweiz. Deren Mittlere Brücke ist einer der ältesten Übergänge des Rheins zwischen Bodensee und Nordsee.
Basel lockt mit an Gaumenfreuden. Von alters her ist die Baseler Küche bekannt, vor allem das "Basler Läckerli" erfreut die Zunge. Süßes für die Zunge ist allerdings auch bitter nötig: Baseldeutsch ist der einzige schweizerdeutsche Dialekt, der zum Niederalemannischen gehört. Wegen dieser Außenseiterposition wird es umso vehementer gesprochen und geschrieben.
Traditionell zeigt sich die Stadt liberal und europafreundlich: Basel-Mulhouse war der weltweit erste binationale Flughafen. Und der Kanton Basel-Stadt war 1966 der erste deutschschweizerische, der das Frauenwahlrecht auf kantonaler und kommunaler Ebene eingeführt hat. Das Stadtwappen ziert heute noch ein Bischofsstab, obwohl sich die Stadt in den Tagen der Reformation vom Bischofssitz emanzipiert hat.
Als heimliche Kulturhauptstadt der Schweiz besitzt die Stadt unzählige Museen, eines davon ist die älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt im Kunstmuseum. Glücklicherweise gehört die Region Basel zu den produktivsten Wirtschaftsräumen weltweit, denn nur wer volle Taschen hat, kann im Hoosesagg-Museum ausstellen - den Inhalt seiner Hosentaschen.
An der ältesten Hochschule der Schweiz, also in Basel, studierte der Universalgelehrte Paracelsus. Hermann Hesse und Friedrich Nietzsche weilten hier, auch Johannes Calvin und Erasmus von Rotterdam. Dessen Grab ist im Basler Münster, einer der Hauptsehenswürdigkeiten. Gebürtiger Basler ist Arthur Cohn, der einzige nicht-amerikanische Filmproduzent, der mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ebenso verewigt ist wie Roger Federer und Dani Levy.
Und es forschte und lebte in Basel auch Albert Hofmann, Entwickler des LSD. Doch er produzierte den halluzinogenen Stoff am falschen Ort: denn den Baslern mangelte es noch nie an Einbildungskraft. Reich ist die Stadt an Wesen, die man wahrnehmen kann, aber nicht muss. Wer will, sucht am Spalentor, dem imposantesten Tor der Stadtbefestigung von 1400: Das Spalentier, das nie zuvor ein Mensch gesehen hat, haust dort, so viel ist sicher.
Und natürlich lebt unter der Stadt ein Basilisk. Wer daran zweifelt, der lasse sich von Johann Jakob durch die Stadt führen. Der "Grabmacherjoggi" vertreibt sich damit die Zeit, während er auf seine ordentliche Pensionierung wartet. Dies tut er seit Mitte des 19. Jahrhunderts.
Aber an manchen Vorstellungen ist sogar was dran: Tatsächlich verfügt die Schweiz dank des völkerrechtlich garantierten Zugangs via Rhein quasi über einen Meerzugang und zudem über eine Hochseeflotte, die hier registriert ist. Basel ist der Heimathafen aller schweizerischen Schiffe.
Stand: 16.04.2008, 14:32
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