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Klagenfurt
Kärntens Landeshauptstadt gilt als wirtschaftliches, kulturelles und historisches Herz des österreichischen Bundeslands. Ihre Lage in Süden des Euro-Gastgeberlandes macht sie außerdem zu einem der Zentren des Alpen-Adria-Raumes.
Seit Februar 2008 lautet der offizielle Stadtname "Klagenfurt am Wörthersee". Tatsächlich trennt rein gar nichts die österreichische Stadt von einem der wärmsten Alpenseen. Diese Kulisse schätzte nicht nur Gustav Mahler, der sich hier beim Komponieren inspirieren ließ. Es hält sich die Sage, es habe sich einst in dieser Region ein Lindwurm niedergelassen. Um eine Besiedelung durch Menschen nicht unnötig zu gefährden, musste dieser natürlich zunächst beseitigt werden. Listige Knechte erledigten die Aufgabe schnell, an den Lindwurm erinnern heute nur noch das Stadtwappen und Lindwurmbrunnen in Klagenfurt.
Seit über 750 Jahren besitzt Klagenfurt das Stadtrecht, und damit einen historischen Stadtkern rund um den Alten Platz. Im Stadtgebiet befinden sich Denkmäler und Brunnen, Burgen und Schlösser und gut drei Dutzend Kirchen. Eine Klagenfurter Erfindung ist die Postkarte, ein Klagenfurter Exportschlager der Stroh-Rum. Berühmte Kinder der Stadt heißen Ingeborg Bachmann, Udo Jürgens oder Robert Musil.
Aktuell leben rund 92.000 Menschen in Klagenfurt. Eine Universität, eine Fachhochschule und zahlreiche Schulen sorgen dafür, dass tagsüber bis zu 150.000 Menschen in der Stadt sind. Der Wörthersee, im Sommer bis zu 28 Grad warm, ein dichtes Netz an Wander- und Radwegen, Österreichs einziges innerstädtisches Skigebiet, große Parkanlagen und der Miniaturenpark "Minimundus" - Bewegungshungrige, Freizeit- und Sportfreunde sind in Klagenfurt bestens aufgehoben.
Was den Namen der Stadt betrifft, sind sich Sprachwissenschaftler uneins. Ob er sich nun vom nahen Fluss Glan ableitet (von den Klagen, der in der Furt der Glan Umgekommener), von unheilverkündenden Wassergeistern (namentlich Klagen), oder einfach - so lauten die neueren Versionen - aus dem Altslowenischen übernommen wurde (dort bedeutet der Name ursprünglich "Platz am Wasser") - eine endgültige Klärung steht bis heute noch aus.
Fest steht: In Klagenfurt wurden die erste Fußgängerzone und das erste Wohnhochhaus Österreichs gebaut. Und für die UEFA EURO 2008™ entstand das Wörtherseestadion. Für den Neubau wurden die Stadt Klagenfurt und die Stadionbetreiber mit dem "Grünen Ball" - eine Ehrung des österreichischen Umweltministeriums - für die Beteiligung an Umweltschutzmaßnahmen und Klimaschutzprojekten ausgezeichnet. Denn sowohl die österreichischen, als auch die schweizerischen Behörden wollen die Umweltbelastungen durch das fußballerische Großereignis so gering wie möglich halten.
Stand: 15.04.2008, 14:28
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