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Innsbruck
Tirols Hauptstadt liegt im Inntal und an der Alpen-Transit-Strecke Brenner. In ihrem Ballungsraum leben rund 190.000 Menschen. Sie wissen, warum: Innsbruck ist das sportlich-kulturelle Zentrum Tirols.
"Ich bin mir der heiklen Aufgabe bewusst, auch der Tatsache, dass ich bei einem Misserfolg schneller wieder am Patscherkofel Ski fahren gehe, als es mir lieb wäre", sprach Kurt Jara im Mai 2002, zu dem Zeitpunkt neuer Trainer beim Hamburger SV. Aber als gebürtiger Innsbrucker sollte er eigentlich wissen, wie nett es dort ist - egal, ob man gerne Ski fährt. Innsbruck, also die Brücke über den Inn, liegt nicht nur am gleichnamigen Fluss, sondern auch zwischen dem Karwendelgebirge und den Tuxer Alpen, einem Teil der alpinen Zentralkette. Der 2.246 Meter hohe Patscherkofel ist quasi der Hausberg der Innsbrucker. Bei der geographischen Lage ist es logisch, dass Innsbruck fester Gastgeber der Vierschanzen-Tournee ist und bereits zwei Mal die Olympischen Winterspiele (1964 und 1976) und die Winter-Paralympics (1984 und 1988) ausgerichtet hat.
Doch nicht nur die Sport-, auch die Literaturgeschichte ist ohne Innsbruck nicht vollständig: 1485 scheiterte der Inquisitor Heinrich Kramer mit einem Hexenprozess. Der Bischof von Brixen hielt den Dominikanermönch schlicht für verrückt, Kramer wurde verjagt. Im Jahr darauf erschien der von Kramer verfasste "Hexenhammer", die theologische und rechtliche Begründung für tausende brennende Scheiterhaufen und damit eines der unheilvollsten Bücher der Menschengeschichte.
Ein paar Jahrhunderte später liegt 1971 ein 19-Jähriger Brite auf einem Feld bei Innsbruck. Betört von der Tiroler Landschaft und österreichischem Bier hat Douglas Adams die Idee für "Per Anhalter durch die Galaxis". Heute fehlt der Auftakt zur "vierbändigen Trilogie in fünf Teilen" in kaum einem Bücherregal - ob der Besitzer nun Science-Fiction-Fan ist oder nicht.
Sehenswert ist nicht nur die schöne und gut erhaltene Altstadt Innsbrucks. Das inoffizielle Zentrum ist sicher das "Goldene Dachl", das Wahrzeichen der Innmetropole schlechthin. Ansonsten lohnt sich der Besuch in der Hofburg. Der Sitz der Tiroler Landesfürsten wurde unter Maria Theresia zum Prachtstück des Wiener Rokoko ausgebaut. Während des Jahres 2008 ist die Hofburg aufgrund von Renovierungsarbeiten nur teilweise zu besichtigen.
Aber Innsbruck bietet viel mehr: In der Hofkirche beispielsweise kann man das weltberühmte Grabdenkmal Kaisers Maximilians I. ansehen, umsäumt von 28 überlebensgroßen Statuen seiner Ahnen, Verwandten und Leitbildern, den so genannten "Schwarzen Mander". Begraben ist der Monarch hier zwar nicht, das ändert aber nicht daran, dass das Bauwerk als bedeutendstes Kaisergrabdenkmal Europas gilt.
Stand: 15.04.2008, 12:05
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