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Die Marke zur Euro
Von Matthias Weber
Der Fußball im Briefkasten - Österreichs Post macht's möglich. Sie bietet zur Euro eine Sondermarke an, die nicht nur so rund wie der EM-Fußball ist, sondern auch aus dem gleichen Material besteht.
Polyurethan heißt der Stoff, aus dem fußballerische und nun auch philatelistische Träume sind. Der Kunststoff, der den Fußballern eine besonders Kontrolle und Griffigkeit bei jedem Wetter bieten soll, bereitete den Postlern erhebliche Probleme. "Das Material war außerordentlich schwierig zu bedrucken, weil es sehr elastisch und dehnbar ist", teilte die Post AG mit. Auch das Stanzen sei komplizierter als sonst gewesen. Die Produktionskosten der Euro-Marke lagen dann auch 20 Mal so hoch wie die "normaler" Briefmarken. "Das war unsere druck- und materialtechnisch aufwendigte Marke", betonte Post-Manager Erich Haas.
Dafür sieht das Produkt nicht nur exakt so aus wie der EM-Ball "Europass", sondern fühlt sich auch so an, denn die spezielle Oberflächenstruktur des Fußballs wurde 1:1 auf die Briefmarke übertragen. Lediglich die unterschiedlichen Durchmesser (36 Millimeter der Marke zu den 69 Zentimetern des echten Balls) sind eklatant, was jedoch das Frankieren von Briefen deutlich erleichtert. Trotzdem ist die Euro-Marke die dickste jemals von Österreichs Post hergestellte Marke. Die Auflage der selbstklebenden Marke beträgt 490.000 Stück, seit März ist das runde Stück Euro-Geschichte an den Schaltern erhältlich.
Mit ihrem Nennwert von 3,75 Euro ist die Marke übrigens für rein postalische Zwecke kaum verwendbar. Für diesen Betrag kann der Post-Kunde Briefe mit einem Gewicht zwischen 1.000 und 2.000 Gramm innerhalb Österreichs versenden. Oder die Euro-Marke in Kombination mit anderen Briefmarken für Pakete verwenden. Und so wird das Runde wohl eher selten auf das Eckige geklebt werden, dafür aber umso öfter im Eckigen landen – nämlich in den Alben der Briefmarken-Sammler.
Stand: 23.04.2008, 09:23
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